Dumpfbacke goes Politik

18. Februar 2014 Kommentare 0

Dumpfbacke goes Politik

Ich bin politisch nicht besonders interessiert. Ich glaub, das mag zu einem dadran liegen, dass seitdem ich denken kann (In Bezug auf politische Veränderungen, die mich betreffen) kein Politiker irgendwas durchsetzte was für mich letztendlich ein positives Resultat hervorbrachte.

Und meine Dumpfbackenmäßige Annahme dies bezüglich ist: Um in Deutschland eine politisch wichtige Position zu bekommen, bedarf es einer zu langen „Karriere“. Will heißen, dass nicht nur die deutschen Bürger immer älter werden, sondern auch unsere Politiker.

Der Weg zum großen Politiker
Ich gehe davon aus, dass der kleine Max Mustermann irgendwann in seinen Bekanntenkreis oder Dörfchen auf einen Missstand aufmerksam wurde, den er so nicht weiter behalten wollte und deswegen beschloss in die Politik zu gehen, um etwas dagegen bewirken zu können. Am Anfang ist der Max ein guter Politiker, der dem Volk zu hört oder dem Gejammere seiner Freunde. Und deswegen will er Größeres bewegen. Deutschland zu einem besseren Ort machen. Er beschließt in den Bundestag zu wollen und mal richtig Dampf ab zu lassen.

Und bis Max seinen Platz im Bundestag hat, ist so viel Zeit verstrichen. Seine Partei hat ihn so dermaßen den Kopf gewaschen. Seine Vorstellungen und Ziele komplett verworfen und als dumm abgestempelt. Das Max nichts weiter als eine weitere Marionette einer Partei ist. Oder sogar irgendeines großen Konzern. Nun weiß er also nicht mehr genau, weswegen er nochmal in den Bundestag wollte. Aber sein Stuhl ist bequem, also macht er weiter und allgemein scheint er ausgesorgt zu haben.

Ein weiteres Problem was sich jetzt bei Max auftat ist, dass er nun seit einiger Zeit einen gewissen höheren Standard lebt, als der Otto-Normal-Bürger von Deutschland. Er kann unsere Ängste und Sorgen nicht mehr teilen oder verstehen, da er auf einer anderen „Ebene“ lebt und wohnt. Zu sehr ist zwischen ihn und seinen Bekannten, seinen Dorf einen Kluft entstanden. Er denkt, dass alles noch wie vor 30 bis 40 Jahren war, als er beschloss in die Politik zu gehen und noch „einer von uns war“.

Schlussendlich
Wahrscheinlich basiert dieser lange Werdegang der Politiker daher, dass man früher dachte, dass junge Menschen zu blauäugig an die Sachen ran gehen würden – aber vielleicht würde das mal Deutschland gut tuen. Anstatt alles bis ins kleinste Detail durchdenke und dabei eigentlich nur Bullshit zu produzieren, einfach mal zu machen. Kurzum gesagt, finde ich sind unsere Politiker „weltfremd“ und zu gerne würde ich mal in den Bundestag stürmen, irgendeinen dieser Minister meinen Haustürschlüssel, meine EC-Karte und meinen Kochjacke in die Hand drücken und sagen: „Du bist jetzt ich und wirst einige Zeit lang mit meinen Gehalt, in meiner Wohnung, mit meinen Kosten und meiner Arbeit leben!“

Das würde ich gerne mal machen.

In Kategorie: Egozentrale