Dubstep in Deutschland – Infra

Dubstep in Deutschland – Infra – Tiefer als der Schall erlaubt

 

Dubstep ist schon lange kein rein englisches Phänomen mehr. Doch während in Großbritannien das Genre mittlerweile schon fest in der zeitgenössischen Popkultur verankert zu sein scheint, so hat die Szene in Deutschland noch einen weitgehenden Underground-Status, der nur auf wenige Städte beschränkt ist. Nachdem unsere Gastautorin utecita sich der österreichischen Bassmusic-Szene gewidmet hat, war es an der Zeit, den tiefen Frequenzen endlich auch in der deutschen Hauptstadt nachzuspüren…

 

Der Autor und Doktor der Philosophie Steve Goodman, der als DJ Kode9 mit seiner Musik und seinem Label Hyperdub die Entwicklung von Dubstep grundlegend mitgeprägt hat, schreibt in seinem Buch „Sonic Warfare“, dass Infraschall seit dem 1. Weltkrieg als militärische  Waffe eingesetzt wird. Diese enorm tiefen Schallwellen haben sich als alternative Waffen als sehr effektiv erwiesen, da sie direkt ins menschliche Hirn und Nervensystem gelangen können. Zuletzt fanden solche sonischen Waffen im Jahr 2005 in der Westbank Israels Anwendung, als man bei einer großen Demonstration mithilfe großer Lautsprecher Infraschall aussendete, um die Menge zu vertreiben und zu zerstreuen. Die Folge aufseiten der Betroffenen: Nervenzusammenbruch, Brechreiz und Schwindel. Der Berliner Produzent und DJ Infra macht seinen Künstlernamen zum Programm und produziert seit ein paar Jahren eindringliche Dubstep-Tracks, die von klassischem Halfstep, Neurofunk und Drum & Bass beeinflusst sind. Doch der Unterschied zu seiner Art von sonischen Waffen besteht darin, dass die körperlichen Reaktionen in Genuss und Wohlbefinden münden. Wir haben ihn in seiner Wohnung in Berlin-Friedrichshain besucht.

Ein Gespräch über Musik und die Wirkungsmöglichkeiten von Klängen.

Phire: Es ist interessant, dass ich eigentlich nur aufgrund des Internets auf dich aufmerksam geworden bin. Auf Resident Advisor ist mir schon öfter deine Partyreihe „Impulse Dubstep“ aufgefallen.

Infra: Cool, das hätte ich nicht gedacht. Man kommt ja nicht immer in diese RA-Super-Charts, deshalb ist es natürlich gut für mich, dass unsere Events auch im Rest Deutschlands bemerkt werden.

Phire: Man muss aber schon ziemlich aktiv suchen, wenn man solche Nischen-Partys finden will.

Infra: Wir arbeiten hart daran, die Veranstaltungen etwas populärer zu machen und versuchen mittlerweile, fettere Acts zu buchen. Dabei ist der neue Termin an einem Donnerstag strategisch günstig. In Berlin fängt das Wochenende schon früher an. Wir haben die Partyreihe eigentlich mittwochs gestartet und hätten nicht gedacht, dass sogar dann so viele Leute kommen. Teilweise hatten wir 150 Gäste. Das ist für eine Dubstep Party in einem Underground Club gar nicht so schlecht.

Phire: Seit wann macht ihr denn eigentlich eure Partys?

Infra: Die Impulse-Reihe ist letztes Jahr im September angelaufen. Seitdem haben wir das immer abwechselnd mit verschiedenen Crews gemacht. Der größte Erfolg war bisher an Silvester mit 350 bis 400 Leuten. Es ist aber auch schon passiert, dass nur 30 Leute gekommen sind, was aber auch nicht unbedingt schlecht für die Atmosphäre ist. Wenn die Leute Spaß haben und tanzen und bis 4 Uhr bleiben ist das immer gut, aber wenn zu wenige da sind, kommt irgendwann natürlich auch der Club und sagt: Ey, jetzt wirds langsam ungemütlich, weil ich meinen Barmann für den heutigen Abend nicht mehr bezahlen kann, was vor allem Misswirtschaft bedeutet.

automat: Wie ist das denn gewachsen mit der Party und den Artists?

Infra: Wir kennen da einen Typen, der vorher schon einige Events veranstaltet hat. Er sieht viel Potential im Dubstep und kennt eine Menge Crews. Er hat dann einfach angefangen, rumzuhustlen und zu fragen, wer Lust hat, mitzumachen, da er Mittwoch einen Slot bekommen könne. Wir haben direkt zugesagt, auch weil es ein Sprungbrett in eine andere Richtung ist. Jetzt machen wir das schon ein halbes Jahr und dann kam auf einmal ein anderer Club, der mit uns was an einem Donnerstag machen wollte.

Phire: Interessant, dass sie euch angefragt haben und nicht umgekehrt.

Infra: Der Club möchte einfach Dubstep in seinem Laden etablieren. Wenn ein Club eine spezifische Ausrichtung hat, dann kannst du das mit einer bestimmten Musikrichtung abdecken. Ich würde schon sagen, dass Leute, die auf Drum ´n Bass Partys gehen, auch auf Dubstep feiern. Oder es gibt Leute, die eine bestimmte Technorichtung geil finden, die sich auch mit Dubstep vereinbaren lässt. Dann gibt es natürlich auch viele Läden, die einen auf Schickimicki machen. Das sind dann halt so Scheißclubs wie zum Beispiel das Maxim oder ähnliches in Berlin Mitte. Da gehen dann so „Bling-Leute“ hin, oder auch Schauspieler, die im Club rumlaufen und dich anlabern: “Hi ich bin der Soundso und ich bin Schauspieler.“ (Gelächter)

automat: Das führt uns direkt zu der Frage, mit der ich mich selbst auch immer beschäftige. Du hast gesagt, bestimmte Musikstile lassen sich gut mit Dubstep vereinbaren. Was gibt es denn deiner Einschätzung nach für verschiedene Dubstep Richtungen?

Infra: Ich weiß es nicht genau. Also ich würde sagen 2006, als ich den ganzen Kram zum ersten Mal gehört habe, war alles noch einigermaßen überschaubar. Zu dem Zeitpunkt war die gesamte Half–Step  Tune Sache voll im Rollen. Eigentlich ist Dubstep mit aus 2step entstanden und deswegen gab es von 2000 bis 2004 viel 2step und ich glaub auch noch Garage. Und dann ist das alles so gekippt in Richtung Half-Step, wie zum Beispiel bei den Digital Mystikz. Die Hi-Hats haben diesen 2step Charakter aber noch bewahrt. Zum Beispiel durch Headhunter wurde das Ganze nochmal in eine völlig andere Richtung gebracht. Seit 2007 gibt es dann meiner Meinung nach leider viel zu viel Wobble. Auf einmal ist es dann explodiert und alle machten nur noch: „buff … gisch … buff … gisch…“ und „dededede…düdüdüdüdü dupdupsupsup“. Es hat sich entfernt von dem wirklich tiefen Low-End. 80-90 Prozent der Wobble Tunes sind nur noch in den Mitten und der Bass ist nur noch ein normaler Sinus. Generell, um nur mal die Frage zu beantworten, würde ich sagen, dass es schwer bis unmöglich ist, alle einzelnen Richtungen herauszukristallisieren. Wahrscheinlich gibt es mindestens 10 Unterkategorien.

Phire: Du hast es aber gut auf den Punkt gebracht. Es gibt diese Wobble-Richtung, den klassischen Half Step und einen avantgardistischen Sound à la Shackleton.

Infra: Ja genau. Jack Sparrow hat zum Beispiel auch wieder ein komplett neues Genre erfunden, von dem die Leute sagen, es sei „Tribal Step“ (Gelächter). Die Beats haben auf jeden Fall „Tribal“ Einflüsse. Vor allem die Percussions spielen super abgefahrene Rhythmen, bei denen man das Gefühl hat, man steht irgendwo vor einem urzeitlichen Lagerfeuer und rastet aus. Dann gibt es noch diesen „Reggae-Dubstep“. Darüber Hinaus gibt es Styles, die „Post-Dub“ genannt werden, wie zum Beispiel Burial. Für mich ist das aber kein richtiger Dubstep… Oder „Future Garage“, das sind alles Ausdrücke mit denen versucht wird, ein bisschen auszuformulieren, was alles für Einflüsse in der Musik stecken.

Dubstep in Deutschland – Infra – Tiefer als der Schall erlaubt

Phire: Um jetzt mal wieder dich zurückzukommen. Was legst du denn eigentlich für einen Sound auf? Also du produzierst und legst auf, machst aber keine live Acts, oder?

Infra: Nee, ich finde, dass viele Live Acts total langweilig sind. Die hauen ein Ding rein und dann läuft drei, vier Minuten nur dasselbe mit leichten Veränderungen. Ich hab nichts gegen repetitive Musik an sich. Repetition ist eine gute Sache; sie ist ja der Grundstein der gesamten Musik, die als Popmusik anerkannt wird.

Phire: Und vor allem der Grundstein für Musik, auf die man tanzen kann.

Infra: Genau. Repetition gibt einem eine gewisse Sicherheit wie zum Beispiel im Dub. Solche Sachen leben davon, dass sich etwas wiederholt und es gibt dir die Sicherheit beim Tanzen zu wissen: Ich kann jetzt springen oder was auch immer, ich kann aber auch immer wieder zurück auf diesen einen Ton kommen und das ist eine geile Sache. Dennoch leben Tracks auch immer von einer gewissen Struktur, die sich jeweils leicht verändert. Im Dub wär es dann ein plötzlicher und krasser Effekt, der für eine kurze Zeitdauer die feste Struktur durchbricht. Bei vielen Live-Acts ist das leider nicht so. Das ist mir oft zu starr. Es gibt wenige Live-Acts, die das wirklich gut können. Anders ist es bei manchen Leuten, die digital auflegen. Die lassen zwei Tunes übereinander laufen und flippen dabei mit Effekten sowas von aus, dass man denkt: Was macht der denn gerade? Ich kenn den Tune eigentlich, aber irgendwie kenne ich ihn auch nicht. Das macht für mich Sinn und wenn ein Live-Set in so eine Richtung gehen würde, könnte es mir auch gefallen.

Phire: Du machst also nichts live, da du als DJ mehrseitiger und vielseitiger bleiben kannst?

Infra: Ja, und ich glaube, das muss man auch. Also wie gesagt, mir würde ein Live-Set auch einfach zu viel Zeit klauen neben meinem Studium, dem Produzieren und all dem anderen Kram, den ich jetzt mal Leben nenne. Ich bin zu perfektionistisch, als das ich meine Liveset gut finden könnte. Ich mag es außerdem, Platten aufzulegen.

Phire: Wie denkst du über digitales auflegen?

Infra: Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, wobei ich MP3s gar nicht gut finde. Das ist für mich ein Medium aus den 80er Jahren. Das Format ist höchstens für einen Entwurf praktisch, um eine kleinere Datenmenge zu haben. Aber im Endeffekt ist es nur Schweizer Käse und dafür produziere ich keine Tunes. Also ich  gebe mir wirklich Mühe, achte auf das Stereobild und arbeite viel mit Frequenzspielereien. Und wenn dann jemand eine MP3 daraus macht, fehlt einfach einiges vom Klang.

Phire: Klar, immerhin nennst du dich ja Infra und beziehst dich damit ja schon auf einen Sound, der sich in einem sehr tiefen Frequenzbereich abspielt. Dieser Bereich wäre bei einer MP3 natürlich auch nicht mehr hörbar…

Infra: Ab einem gewissen Grad ja. Limitiert ist ja man sowieso immer durch das Soundsystem. Wenn ich wirklich nur mit Infraschall produzieren würde, hätte ich bei bestimmten Systemen natürlich Probleme. Außerdem, wenn man zuviel Infraschall abkriegen würde, ist es,  genauso wie bei Ultraschall auch, einfach nicht gesund für den Körper.

Phire: Kennst du das Buch von Steve Goodman (aka Kode9)? Er schreibt viel über die körperlichen Wirkungen von Sound. Er nennt das die vortical elements und meint damit die inneren Organe des Menschen, z.B. den Magen, der stark durch den Klang beeinflusst werden kann.

Infra: Ja, ich habe das Buch auch hier liegen und versuche, mich gerade da durchzuarbeiten. Es gibt eine ganze Menge von Möglichkeiten von Sound, die man teilweise auch in die Musik einarbeiten kann. Differentialtöne zum Beispiel sind etwas. Die Bandbreite von Klängen ist groß in Bezug auf das, was man an manipulativen Soundspielereien im menschlichen Gehirn und Körper anstellen kann.

automat: Was studierst du denn eigentlich?

Infra: Im Moment Sound Studies und davor habe ich an der SAE studiert.

Phire: Musik war also schon immer deine Berufung…

Infra: Ja, aber das Problem ist, dass ich eigentlich kein richtiger Musiker bin. Ich bin gerade erst dabei,  Klavier zu lernen. Aber im Moment fehlt mir die richtige Disziplin dafür. Mit 15 habe ich aber angefangen, als Schlagzeuger in einer Punkband zu spielen.

Phire: Also trennst du das Produzieren vom Musikmachen?

Infra: Also wenn ich produziere, dann spiele ich eher am Keyboard herum, das ist nicht wirklich so ausgereift, wie wenn ich zum Beispiel einen Pianisten hätte, der bewusst Akkorde spielt.

Phire: Wobei ich sagen muss, dass mir gerade im Dubstep und Drum & Bass die Tatsache gefällt, dass der Schwerpunkt auf dem Rhythmus liegt und die Verwendung von Tönen eher minimalistisch ist. Ich sehe den Ursprung dieser Art von Klangverwendung im asiatischen Kulturraum, in dem es viel Musik gibt,  die ein oder zwei stehende Töne verwendet, die dann ständig nur moduliert werden, aber immer in der Tonhöhe gleichbleiben. Ich mag es, gerade nicht in diese emotionale Kategorie herein gepresst zu werden, die Töne und Melodien oft evozieren können wie zum Beispiel im Rock oder in der Klassik.

Infra: Klar, man sollte das auch nicht übertreiben, aber ich glaube einfach, dass die Verbindung von Tönen in einer bestimmten Herzfrequenz einfach viel bewirken können. Gute Melodien sind einfach catchy. Wenn du eine gute Melodie hast, hackt sie sich in dein Hirn, sodass du sie nicht mehr los wirst. So funktioniert Werbung ja auch. Und wenn du wirklich Ahnung davon hast und gezielt Melodien verwendest, wird die Wirkung echt krass sein, auch wenn es eher subtil ist. Bei mir geht es beim Produzieren schon immer um das Organische. Ich will schon eine gewisse Wärme in meinen Tracks unterbringen und Ecken und Kanten abrunden.

Phire: Seit wann produzierst du eigentlich?

Infra: Also ich habe eigentlich mit Drum & Bass angefangen, aber von diesen Tracks habe ich nie viel rausgehauen. 2006 habe ich mit dem ganzen Kram angefangen, auch wenn ich mir weit vorher, schon 2000, einen Synthie gekauft habe. Und dann kam der Zeitpunkt, an dem ich dachte: Statt Fotograf zu werden, gehst du jetzt lieber an die SAE. Um zu sehen, wie das alles funktioniert. Aber was das Produzieren angeht, habe ich eigentlich alles autodidaktisch erlernt.

automat: Was hast du dir für 2011 vorgenommen?

Infra: Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, aber ich würde gerne einmal im Monat einen Tune fertig kriegen. Bei mir häuft sich immer einiges an. Im Moment ist es ganz cool, dass ich mit anderen Leuten, also mit DJ Met von Jobstep Division und Species von Shadowforces Kollaborationen machen kann.

Phire: Was legtst du eigentlich genau für einen Style auf?

Infra: Viele Halfstep-Sachen, die aber noch einen Nach-Vorne-Charakter haben. Gut finde ich vor allem Sachen von Truth, Jack Sparrow oder Pinch und teilweise Tunes von Cyrus, wobei seine Sachen oft zu trocken sind und nicht wirklich in meine Sets passen. Und natürlich meine eigenen Tunes. Also es kommt auch immer darauf an, was das Publikum hergibt. Also in Berlin zum Beispiel kannst du echt deep spielen und auch viele düstere Tracks mit viel Bass spielen und die Leute finden es cool. Allerdings nicht, wenn man ein Warm-Up-Set spielt. Wenn wir als Crew auflegen,  (Dubmarine – Anm. der Redaktion, haha) liegen wir  eigentlich alle auf derselben Linie, wobei wir auch mal technoideres Zeug spielen. Aber wir spielen jetzt nie die ganze Zeit auf dieser Unterkante-Oberlippe-Schwelle wie dieser ganze Wobble-Sound. Wenn ich jemanden höre, der nur so hart spielt, dann muss ich spätestens nach einer halben Stunde flüchten. Ich meine, ich bin keine 16 mehr und muss nicht ständig alles scheiße finden.

Phire: Aber da liegt das Problem ja auch oft, dass nicht nur die Tracks hart sind, sondern dass eigentlich nie mal heruntergefahren wird. Es würden ja schon ein paar Sekunden Stille ausreichen, damit man mal kurz wieder die Möglichkeit des Kontrastes auskosten kann.

Infra: Ja, wobei dann die Leute oft sofort Panik bekommen. Auch wenn die Pause nur eine Sekunde lang ist und es danach direkt laut weitergeht. In dem Moment, an dem die Spannungskurve etwas abfällt, werden die Leute einfach unsicher, sie haben nichts mehr, woran sie sich festhalten können. Sie können mit der Stille nichts anfangen.

automat: Aber dann kommt der Drop doch meistens umso besser.

Infra: Ja, das finde ich auch. Ich frage mich auch, warum es die Leute so irre macht,  wenn mal nichts passiert…

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