Diese 5 wahren Basiszutaten brauchst du für alle japanischen Rezepte!

Erstellt am 29. Juli 2018 von 1mal1japan

Du möchtest richtig japanisch kochen? Dann wirst du an den 5 wahren Basiszutaten für alle japanischen Rezepte nicht vorbeikommen!

Diese elementaren japanischen Gewürze brauchst du, um jedes Gerichte der japanischen Küche zu würzen, zu verfeinern, abzurunden und zu vervollkommnen!

Sie sind der wahre Schlüssel, um authentisch japanisch kochen: Sojasauce (Shoyu), Sake (Reiswein), Mirin (süßer Reiswein), Reisessig (Komesu), und Dashi!

Überrascht, dass es nur so wenige Zutaten sind?

Ja! Ist das nicht großartig an der japanischen Küche?

Unterm Strich?

Sie sind ein Muss in deinem Vorratsregal!

Was steckt hinter diesen 5 wahren Basiszutaten?

  • Sojasauce (Shoyu)
  • Sake (Reiswein)
  • Mirin (süßer Reiswein)
  • Reisessig (Komesu)
  • Dashi

Warum sie so wichtig sind?

Der Geschmack, das Aussehen und der Duft von Fleisch, Fisch und Gemüse wird durch sie noch intensiviert und hervorgehoben.

Wie das funktioniert?

Jedes dieser japanischen Gewürze wird aufwendig produziert und mit hoher Präzision hergestellt. Die Rezepte reichen viele Jahre zurück und harmonieren mit den Grundsätzen der japanischen Küche:

Sie sind gesund, einfach anzuwenden und von hoher Qualität!

Sojasauce(Shoyu)

Sojasauce (auch als Shoyu bezeichnet) ist einer der Grundpfeiler und Basiszutaten der japanischen Küche und das weltweit am meisten verbrauchte Produkt aus Sojabohnen!

Hergestellt wird Sojasauce traditionellerweise neben Sojabohnen aus Weizen und Salz durch Fermentation.

Generell wird bei japanischer Sojasauce in zwei Typen unterschieden:

  • Koikuchi Shoyu (dunkle Sojasauce)
  • Usukuchi Shoyu (helle Sojasauce)

Daneben gibt es auch eine glutenfreie Sojasauce:

  • Tamari (glutenfrei)

Koikuchi Shoyu (dunkle Sojasauce)

Die dunkler gefärbte Koikuchi Sojasauce wurde ursprünglich rund um Tokyo entwickelt. Neben der dunkleren Farbe besitzt sie einen leicht fruchtigen, aber kräftigen Geschmack.

Sie passt besonders gut zu fisch- und fleischhaltigen japanischen Gerichten, da hier die starken Aromen der Zutaten ausgeglichen werden.

Besonders beliebt und zu empfehlen ist diese dunkle Sojasauce (von Kikkoman auf Amazon* kaufen):


Usukuchi Shoyu (helle Sojasauce)

Die hellere Usukuchi Sojasauce, die milder im Geschmack ist, stammt eigentlich aus dem Gebiet rund um Osaka, wo man eine weniger salzige Sauce bevorzugt.

Eine hellere Sojasauce setzte man zum Beispiel bei klaren Udon Suppen (zum Beispiel Kamatama Udon), leichten Eintöpfen und gekochtem Gemüse ein. Diese helle Sauce brauchst du im Prinzip dann, wenn eine klassische Sojasauce die Farbe des Gerichts zu dunkel färben und zu viel Salz hineingeben würde.

Auch hier bietet die Marke Kikkoman eine tolle Variante einer hellen Sojasauce (von Kikkoman auf Amazon* kaufen):


Tamari (glutenfreie Sojasauce)

Für diejenigen, die sich glutenfrei ernähren, eine Tamari – also glutenfreie Sojasauce – die beste Alternative zur traditionellen Sojasoße, die Weizen enthält.

Anstelle des Weizens wird Tamari aus Reis, Sojabohnen und Salz hergestellt. Sie ist vergleichsweise weniger salzhaltig, dafür aber leicht säuerlich im Geschmack.

Den Klassiker unter den Tamari Saucen (von Kikkoman auf Amazon* kaufen) siehst du hier:

Tipp: Japanische Sojasoße im Vergleich zu chinesischer weniger salzig, wodurch die japanische Variante gerade empfindlichen Speisen wie Sushi oder Sashimi, bei denen der Eigengeschmack im Vordergrund steht, unbedingt verwendet werden sollte!

Sake (Reiswein)

Sake (auch Nihonshu) ist ein alkoholisches Getränk und japanische Kochzutat, das aus Reis und Wasser hergestellt wird. Obwohl Sake als Reiswein bezeichnet wird, wird dieser nicht durch Fermentation, sondern durch Gärung (wie beim Bier) hergestellt. Für Sake wird dabei Reisstärke in Zucker und dieser wiederum durch Hefe in Alkohol umgewandelt.

In Japan wird Sake nicht nur getrunken, sondern sehr oft als eine der Basiszutaten zum Kochen eingesetzt. Besonders bei Marinaden für Fleisch und Fisch macht sich der Reiswein sehr gut, da er das Fleisch zart macht und unangenehme Gerüche abmildert. Der japanische Wein wird aber für Suppen (zum Beispiel beim Rezept Vegetarische Shoyu Ramen), Brühen, gekochte sowie gebratene Speisen verwendet!

Du solltest beachten, dass günstiger Sake auch in Japan vorzugsweise zum Kochen verwendet wird. Es spricht nichts dagegen, den Reiswein mal als Getränk zu probieren, aber ich verspreche, dass dies kein Genuss sein wird!

Zum Kochen von japanischen Gerichte kann ich zwei japanische Reisweine empfehlen:


Mirin (süßer Reiswein)

Mirin wird am besten mit süßer Reiswein zum Kochen beschrieben.

Die süße Würzsoße enthält bis zu 14 % Alkohol. Zur Herstellung wird Klebreis mit einem Koji-Schimmel und Shochu (typisch japanisches destilliertes alkoholisches Getränk, manchmal auch Sake) vermischt und so bis zu 60 Tage fermentiert. Nach dem Prozess behält die Sauce nur noch Alkohol und Zucker zurück.

Deswegen ist Mirin leicht zähflüssig, hat eine gelbliche Farbe und schmeckt im Prinzip nach mit Zucker versetztem Reiswein.

Aufgrund dieses Geschmacks wird Mirin in unzähligen Gerichten als eine der süßeren Basiszutaten verwendet:

Durch seine Vielseitigkeit ist es möglich, Mirin sowohl (und nicht nur) für Pfannengerichte (zum Beispiel Yaki Udon) als auch für Eintöpfe zu benutzen. Es harmoniert mit allen denkbaren weiteren Zutaten!

Mirin verleiht Soßen, Dressings und Marinaden eine leckere Süße und Weichheit: Ein bekanntes Beispiel ist die Verwendung in Teriyaki-Gerichten, wobei du die süße Sauce zusammen mit Sojasauce immer wieder über das Bratgut gießst.

Besonders zu empfehlen und gut erhältlich ist die Sorte Hon-Mirin (von Hinode auf Amazon* kaufen):


Wer auf Alkohol beim Kochen verzichten möchte, sollte sich diese Sauce im Mirin-Stil anschauen, die auch als Shin-Mirin bezeichnet wird (von Mizkan auf Amazon* kaufen):


Reisessig (Komesu)

Reisessig (auch Komesu genannt) stellt man aus fermentiertem Reis her. Er ist süßer, milder und weniger sauer als westliche Essigsorten, da dieser vergleichsweise weniger Essigsäure enthält.

Mithilfe von Reisessig wird Säure in japanische Gerichte gebracht, was zum Beispiel unverzichtbar beim Kochen von japanischem Reis ist. Daher ist er eine wesentliche Zutat bei der Zubereitung von Sushi-Reis, aber auch säuerliche Eingelegtem – wie beispielsweise bei Sunomono (japanischer Gurkensalat).

Daneben ist Reisessig für seine antibakteriellen Eigenschaften bekannt. Deshalb wird er oft im Zusammenspiel mit rohem Fisch, Meeresfrüchte und Fleisch eingesetzt.

Ich verwende am liebsten diesen Reisessig (von Otafuku auf Amazon* kaufen):


Dashi

Dashi-Brühe ist einer der wichtigsten Bestandteile der japanischen Küche. Diese Brühe, die man aus Bonitoflocken (auch Katsuobushi), Kombu (Seetang) und Wasser hergestellt, unterstützt den Geschmack und das Aroma jedes japanischen Gerichts intensiviert und das Eigenaroma der Zutaten.

Dashi-Brühe wird aus Bonitoflocken und Kombu hergestellt und vereint das Umami-Aroma in sich. Quelle: HiC / photoAC

Die Brühe, dir in nur wenigen Minuten fertig ist, wird am häufigsten als eine der ausgleichenden Basiszutaten für Miso-Suppe, Ramen Nudeln, Donburi und Eintöpfe verwendet. Aber auch in Saucen und bei gebratenen Gerichte passt zu sehr gut!

Das Rezept (plus vegane Alterative) und die besten Zutaten (auch zum Kaufen) für eine leckere findest du hier!

Oder möchtest du lieber schnell und bequem zum Ziel kommen?

Dann empfehle ich das praktische Instant Dashi Pulver „Dashi no Moto“ (von Shimaya auf Amazon* kaufen):

Jetzt bis du mit diesen Basiszutaten bestens für die japanische Küche ausgerüstet!

Mit diesen Helfern an deiner Seite wünsche ich dir viel Spaß und guten Hunger beim Durchprobieren durch die verschiedenen japanischen Rezepte!

Hast du weitere Fragen oder Anregungen zum Thema japanische Basiszutaten? Dann nutze ganz einfach das Kommentarfeld unten! Wir freuen uns stets über anregende Kommentare und Anmerkungen 😊.

Mich würde interessieren, welche Basiszutaten du am meisten beim Kochen von japanischen Rezepten verwendest?

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