Die Zeit vor dem Ironman ist härter als der Triathlon

Ironman Triathlon Radfahren

Der Ironman-Pionier Dave Scott hat es mal in etwa so auf den Punkt gebracht: Das Härteste an einem Ironman Triathlon ist die Zeit der Vorbereitung. Der Wettkampf ist im Verhältnis zum Training fast schon eine Belohnung. Da ist etwas dran. Dein Ziel entscheidet darüber, ob du zum Gewinner oder Verlier wirst. Scott hat es so gesagt:

“If you set a goal for yourself and are able to achieve it, you have won your race. Your goal can be to come in first, to improve your performance, or just to finish the race — it’s up to you.”

Dein Ziel kann sein, als Erster anzukommen, dein Ergebnis zu verbessern oder einfach nur anzukommen. Du setzt es dir selbst und wenn du es erreichst, hast du gewonnen. Es liegt allein an dir.

Woche für Woche und Monat für Monat nach einem komplexen Triathlon Trainingsplan zu trainieren, erfordert ebenso viel Disziplin und eisernen Willen wie der Ironman selbst. Wer sich gut vorbereitet, für den werden 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Marathon-Lauf eine positive Erfahrung sein.

Wäre es nicht auch für dich wünschenswert, ohne Schmerzen, ohne schwere physische und psychische Einbrüche einen Ironman Triathlon zu absolvieren? Dafür gibt es ein Konzept, dass wir uns im MyGoal-Trainingsplan für Triathlon aber auch beim Marathon zu eigen gemacht haben: Geduld! Sie gehört zum Ausdauertraining unbedingt dazu. Der limitierende Faktor bei jeder Ausdauersportart ist nicht die Strecke sondern die Zeit. Die Frage ist, wie lange kannst du eine bestimmte Belastung oder Intensität aushalten. Wie ist dein Körper darauf eingestellt? Diese Anpassungen im Training vollziehen sich nur sehr langsam. Selbst bei hohen Umfängen und Belastungen ist die Vorbereitungszeit nicht in Monaten sondern eher in Jahren zu bemessen.

Ironman Triathlon Radfahren

Die vielen Radkilometer verlangen nicht nur Ausdauer sondern auch mentale Stärke eines Triathleten. Foto: Ironman 70.3 St. Pölten

Man kann einen Triathlon auch genießen, ohne damit die körperlichen Anstrengungen klein zu reden. Im Grunde ist es ganz einfach: Wer sich – egal auf welcher Distanz – die ganze Zeit nur quält, der hat im Training einiges falsch gemacht. Das muss nicht einmal ungenügendes Ausdauertraining sein. Ambitionierte Triathleten neigen dazu, zu viel und mit zu wenigen Belastungspausen zu trainieren. Sie steigern ihre Leistung dadurch nicht sondern steuern geradewegs in Überlastungsprobleme hinein.

So wird dein Ironman zum Erfolgserlebnis

Drei grundlegende Regeln sollte nach unserer Ansicht ein Ausdauersportler immer beherzigen:

  1. Setze dir ein langfristiges, realistisches Ziel! Um es nicht aus dem Blick zu verlieren braucht es verabredete Teilziele. Auf dem Weg zum Ironman sind das typischerweise ein erster Volkssport-Triathlon, olympische und Mitteldistanzen aber auch Marathonläufe und gesammelte Erfahrungen auf langen Radetappen. Ein Triathlon Trainingsplan hilft dir dabei, Struktur in Alltag und Training zu bringen.
  2. Hab Geduld! Anpassungen im Ausdauersport vollziehen sich nur sehr langsam. Auch Technikumstellungen, zum Beispiel beim Schwimmen oder Laufen brauchen oft viele Monate, wenn nicht sogar Jahre.
  3. Gönne dir ausreichende Trainingspausen! Regeneration ist der Teil des Trainings, der dich wirklich ausdauernder und schneller macht.

Vielleicht hast du dich schon einmal gefragt, warum es von MyGoal kein Angebot gibt wie: “Trainingsplan – zum Ironman in 6 Monaten” oder “In 12 Wochen zum Marathon”. Die Antwort ist einfach: Die Voraussetzungen sind einfach zu unterschiedlich. Die Vorbereitungszeiten im Ausdauersport sind immer enorm lang. Eigentlich genau wie Dave Scott es gemeint hat: Gegen das Training ist der Ironman nachher ein Zuckerschlecken. Fast.

Links

  • Biografie Dave Scott bei Wikipedia
  • Dave Scott Training (Er trainierte u.a. viele Jahre die mehrfache Weltmeisterin Chrissie Wellington)