Die Woche | 24.03. – 30.03.2018

Die Woche | 24.03. – 30.03.2018

25 Jahre Haft für Frauenmörder auf Mallorca gefordert
Der Mann, der im November 2016 seine Ehefrau in Palmas Stadtteil Son Cotoner umgebracht hat, soll 25 Jahre hinter Gitter. Das fordert die Staatsanwaltschaft, die die Tat als besonders heimtückischen Mord einstuft. Der Verteidiger des Mannes plädiert auf Freispruch, alternativ siebeneinhalb Jahre Haft wegen Totschlags.
Das Paar soll erst im Juli 2016 geheiratet, sich wenige Wochen später aber getrennt haben. Im November suchte der Verdächtige die Wohnung seiner Noch-Frau auf, es kam zum Streit. Dabei schlug er ihr mit einem Gegenstand auf den Kopf, dann erdrosselte er sie.
Danach soll der mutmaßliche Täter versucht haben, sich selbst das Leben zu nehmen. Eine Tochter der Getöteten fand die Leiche ihrer Mutter und den schwer verletzten Mann erst einen Tag später.
Der Mann soll unter Depressionen gelitten haben.
Der Prozess gegen ihn beginnt am 23. April auf Mallorca.

„Symphony of the Seas“ wird mit Protesten auf Mallorca empfangen
Das neue Kreuzfahrtschiff „Symphony of the Seas“, das als größtes Kreuzfahrtschiff der Welt gilt, kommt am 8. April zum ersten Mal nach Mallorca.
Empfangen werden soll es von Umweltschützern, die anlässlich der Ankunft zu Kundgebungen und Protesten aufrufen. Die Aktivisten wollen sich am 8. April um 12:00 Uhr gegenüber des Kreuzfahrtterminals versammeln, um gegen Umweltschäden durch Kreuzfahrtschiffe, Arbeitsbedingungen an Bord sowie die vielen Urlauber in Palma demonstrieren.
Zu der Demo aufgerufen haben die Verantwortlichen der Naturschutzorganisation Gob und der Initiative „Fins aquí hem arribat“ – du deutsch: „Soweit ist es gekommen“.
Das rund 360 Meter lange Kreuzfahrtschiff „Symphony of the Seas“ hat Platz für knapp 6.700 Passagiere, es hat die längste Rutsche, die es je auf einem Schiff gab, eine Bar, in der Roboter die Drinks mixen und einen Surfsimulator.

50 Tonnen Gammelfleisch auf Mallorca entdeckt
Die Nationalpolizei auf Mallorca hat in einem Fleischverarbeitungsbetrieb im Gewerbegebiet von Marratxí 50 Tonnen Gammelfleisch entdeckt. Die eingefrorenen Fleischwaren sollen teilweise bereits vor über drei Jahren abgelaufen gewesen sein. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt, geht sie davon aus, dass die Produkte an Schulen, Restaurants und Hotels auf der ganzen Insel ausgeliefert wurden.
Die Verantwortlichen wurden vorläufig festgenommen, ihnen werden unter anderem Verstöße gegen das Etikettierungsgesetz und die Gefährdung der öffentlichen Gesundheit vorgeworfen. Auch der Besitzer des Betriebs wurde verhaftet, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt – mit der Auflage, sich alle 15 Tage bei den Behörden zu melden. Sein Anwalt erklärte, dass ehemalige Mitarbeiter sich an dem Mann rächen wollten und deshalb die Polizei verständigt haben. Angeblich wurde nie abgelaufenes Fleisch verkauft. Die Ermittlungen laufen.

Hotelauslastung an Ostern in Palma geringer als vor einem Jahr
Die Hotelauslastung in Mallorcas Hauptstadt ist an Ostern deutlich geringer als vor einem Jahr. Während die Hotels in Palma in der Karwoche 2017 zu rund 83 Prozent belegt waren, sind sie es jetzt nur zu etwa 67 Prozent.
Damit liegt die Inselhauptstadt deutlich unter dem spanienweiten Durchschnitt, der bei über 80 Prozent liegt. Aber nicht nur in Palma, sondern zum Beispiel auch in Barcelona sind die Hotels an Ostern leerer als im Vorjahr. Die höchste Bettenbelegung des Landes gibt es momentan auf den kanarischen Inseln, gefolgt vom Baskenland und der autonomen Region La Rioja.
Diese Daten das Tourismusministerium veröffentlicht.

Polizei kontrolliert Autofahrer auf Mallorca
Wie bereits berichtet, verstärkt die Polizei an Ostern ihr Aufgebot auf Mallorca. Allein am Dienstag (27.3.) stoppte und kontrollierte die Polizei rund 750 Autofahrer auf Mallorca. Dabei wurde unter anderem geprüft, ob die Autos TÜV haben und versichert sind. 45 Fahrzeughalter hatten keine aktuelle TÜV-Plakette und acht keine Versicherung.
Auf Mallorca kostet es 200 Euro, wenn man mit abgelaufenem TÜV unterwegs ist. Wer ohne Versicherung fährt, muss zwischen 600 und 3.000 Euro Strafe zahlen.

Neue Route: Palma – A Coruña
Mit dem Sommerflugplan hat der Airport Son Sant Joan in Palma eine neue Route in sein Programm aufgenommen. Die spanische Fluggesellschaft Vueling bietet ab sofort die Verbindung zwischen der Inselhauptstadt Palma und der Stadt A Coruña in der autonomen Gemeinschaft Galicien an – zwei Mal wöchentlich stehen den Reisenden Flüge auf dieser Linie zur Verfügung, und das den ganzen Sommer lang.
Die erste Maschine auf dieser Route landete am Mittwoch (28.3.) um 13:30 Uhr an Mallorcas Flughafen. Die Feuerwehr empfing das Flugzeug an der Landebahn und hieß es mit großen Wasserfontänen willkommen.

Stierkampf auf Mallorca am Ostersonntag abgeblasen
Der Stierkampf, der am Ostersonntag in Inca geplant war, wurde abgeblasen. Die Organisatoren reagieren damit auf die Entscheidung des spanischen Verfassungsgerichtes. Dieses hatte vor wenigen Tagen die einstweilige Verfügung gegen das balearische Stierkampfgesetz vorübergehend aufgehoben, so dass die sogenannte „Corrida“ nur unblutig und in abgeschwächter Form hätte stattfinden dürfen.
Die Anhänger der Tierschutzorganisation Anima Naturalis begrüßen und feiern diese Entscheidung. Sie betonten aber auch, dass die überraschende Absage des Events zeige, wie verbissen die Organisatoren seien. Denn anstatt einen Stierkampf abzuhalten, bei dem kein Stier gequält wird, ziehen die Veranstalter es vor, den Stierkampf komplett abzusagen, so die Verantwortlichen.
Das Tierschutzgesetz der Balearen, das letztes Jahr im August erlassen wurde, besagt, dass die Stiere nicht mehr getötet werden und maximal zehn Minuten in der Arena bleiben dürfen.

Megapark-Angestellte protestieren vor Palmas Rathaus
Zwischen 250 und 300 Angestellte der Discothek Megapark haben sich am Montag (26.3.) vor Palmas Rathaus versammelt, um ihrer Angst vor einer möglichen Schließung Ausdruck zu verleihen.
Aktuell läuft ein Verfahren, weil die Stadt an der Legalität des Freizeitkomplexes zweifelt. Hintergrund sind Unstimmigkeiten bei den Lizenzen des Megaparks, aus denen nicht eindeutig hervorgeht, ob die Diskothek in ihrer jetzigen Betriebsform legal ist.
Die Angestellten des Megaparks fürchten also um ihre Arbeitsplätze. Hinzu kommt, dass viele von ihnen extra für den Job vorrübergehend nach Mallorca ziehen und dadurch Fix-Kosten wie zum Beispiel Wohnungsmieten bereits zahlen müssen. Während der Hauptsaison beschäftigt der Megapark bis zu 500 Angestellte.

Ein-Euro-Wasser an Mallorcas Flughafen
Es ist eine der häufigsten Beschwerden, die beim spanischen Flughafenbetreiber AENA von Seiten der Flugreisenden eingeht: Die horrenden Preise für eine Flasche Wasser an den Airports. Jetzt hat das Unternehmen darauf reagiert und ein Preis-Limit festgelegt: Maximal einen Euro darf eine Flasche Wasser künftig nur noch kosten. Wenn sie in Automaten verkauft wird, muss die Wasserflasche einen halben Liter beinhalten, in Geschäften muss die Füllmenge bei 330 Millilitern liegen.
Diese Regelung gilt für neue Konzessionsnehmer, das heißt sobald neue Lizenzen für Automaten und Geschäfte an Mallorcas Flughafen vergeben werden
An einigen Airports in Spanien besteht der Maximalpreis für Wasserflaschen schon jetzt, dazu gehören Teneriffa Süd, Gran Canaria und Salamanca.

Mallorca baut öffentlichen Nahverkehr aus
Mallorcas Inselrat setzt in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Ab dem 1. Januar 2019 soll es deutlich mehr Überlandbusse geben, die die verschiedenen Ortschaften der Insel miteinander verbinden. Dadurch können nicht nur Touristen besser an ihre Zielorte gelangen, sondern auch Einheimische: Ziel ist, dass sie leichter zu ihren Arbeitsstellen kommen und das Auto immer öfter stehen lassen. Konkret geplant ist zum einen, sonntagmorgens die Frequenzen rund um Alcúdia zu erhöhen, zum anderen sollen in der Hauptsaison mehr Busse auf den Strecken zwischen Port de Sóller und Pollença sowie zwischen Alcúdia und Formentor eingesetzt werden.
Wie Inselrat Marc Pons bekannt gegeben hat, geht diese Änderung mit der neuen Lizenzvergabe der Überlandbusse einher, die im kommenden Jahr ansteht. Bedingung für die neuen Lizenznehmer ist auch eine Umrüstung der Busse auf umweltfreundlichere Antriebsarten: So sollen die Busse künftig mit Hybrid- oder Erdgasantrieb fahren.

Der Wochenrückblick - präsentiert von

Der Wochenrückblick – präsentiert von „Das Inselradio“

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