Die Woche | 19.12. – 25.12.2015

Polizei auf Mallorca untersucht Tod einer 45-Jährigen
Am Mittwoch (23.12.) früh wurde die Feuerwehr in Palma de Mallorcas Calle Port de Cariño gerufen, da dort ein Hausbrand ausgebrochen war.
Nachdem die Einsatzkräfte das Feuer gelöscht hatten, machten sie eine grausame Entdeckung: Sie fanden die verbrannte Leiche einer Frau. Es handelte sich um die 45-jährige Bewohnerin der Wohnung. Die Tote lag am Boden inmitten einer Blutlache.
Die Polizei nahm die Untersuchungen sofort auf. Ersten Ermittlungen zufolge soll die Matratze im Schlafzimmer der Wohnung angezündet worden sein.
Nachdem die Hintergründe zuerst noch unklar waren, steht mittlerweile fest, dass die Frau einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Ihr Körper wies zahlreiche Verletzungen auf, außerdem soll die Wohnung verwüstet worden sein, bevor der Brand gelegt wurde.

Palma de Mallorcas Ex-Bürgermeister in Unfall verwickelt
Palmas ehemaliger Bürgermeister Mateu Isern und seine Ehefrau Maria José Barceló hatten am Mittwoch (23.12.) auf Mallorca einen Verkehrsunfall. Die beiden waren mit dem Motorrad unterwegs, als sie in einem Kreisverkehr an der Landstraße von Sóller von einer 25-jährigen Autofahrerin übersehen wurden und das Motorrad mit dem PKW, einem Kia Sportage, kollidierte.
Der Politiker und seine Partnerin stürzten und zogen sich zahlreiche Verletzungen zu. Der alarmierte Rettungsdienst lieferte sie in Palma de Mallorca ins Krankenhaus ein.
Während Mateu Isern nur leicht verletzt wurde, musste seine Frau operiert werden, da sie sich bei dem Unfall das Waden- und Schienbein gebrochen hatte.

Neue Bicipalma-Räder genehmigt
Die Stadt Palma de Mallorca hat jetzt neue Stationen und Fahrräder für den städtischen Leihfahrradservice Bicipalma genehmigt.
So soll es ab Februar fünf neue Stationen geben, zum Beispiel in Portixol, in der Innenstadt und an der Landstraße von Valldemossa. Zudem werden 100 neue Räder angeschafft.
Das Geld für die Neuanschaffung stammt von „Civitas Dynamo“, einem europaweiten Projekt, das energieeffiziente Stadtentwicklung und umweltfreundliche Verkehrssysteme unterstützt.
Mittlerweile kann der Leihfahrradservice nicht mehr nur von Einwohnern der Stadt genutzt werden, seit Herbst letzten Jahres können auch Urlauber ein Rad an einer der Andockstellen in Palma de Mallorca für eine bestimmte Zeit mieten und es dann an einer anderen Station wieder abgeben.
Alle Infos dazu gibt es auf der Homepage von „Bicipalma“, unter www.bicipalma.es.

Kein Hauptgewinn für Mallorca
Die spanische Weihnachtslotterie hat bei der Sonderziehung am 22. Dezember Gewinne von mehr als 2,2 Milliarden Euro ausgeschüttet. Der Hauptgewinn „El Gordo“ von jeweils vier Millionen Euro fiel auf die Losnummer 79.140. Die glücklichen Gewinner sind aus Almería auf dem spanischen Festland.
Auf Mallorcas Bürger fielen vergleichsweise kleine Gewinne in Höhe von 60.000 oder 6.000 Euro, die entsprechenden Lose waren an der Plaza Reina in Palma verkauft worden.
Auch eine Balearenpolitikerin, die Sozialistin Silvia Limones, kann sich über einen Gewinn freuen, sie ergatterte 125.000 Euro, das Zehntel-Los der zweiten Gewinnstufe hatte sie in Andalusien gekauft.
Das ganz große Losglück mit dem Hauptgewinn „El Gordo“ streifte Mallorca das letzte Mal vor rund 20 Jahren.
Die sogenannte „Lotería de Navidad“ fand zum ersten Mal vor 203 Jahren statt, es handelt sich somit um die älteste Lotterie der Welt.

Verstärkte Verkehrskontrollen auf Mallorca
Wie jedes Jahr, intensivieren Guardia Civil und Lokalpolizei auch diesmal während der Feiertage die Verkehrskontrollen. So haben die Beamten auf Mallorca derzeit verstärkt ein Auge auf Alkoholsünder und Raser.
Diese Maßnahmen wurden auf ganz Mallorca angekündigt, vor allem aber in den Gemeinden Palma und Calvià platziert sich die Polizei an verschiedenen zentralen Punkten, um berauschte Autofahrer aus dem Verkehr zu ziehen.
Die positive Nachricht ist, dass die Zahl der Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss seit Jahren zurückgeht.
Mit den verstärkten Kontrollen muss noch bis Anfang Januar gerechnet werden. Es handelt sich um eine landesweite Kampagne der Polizei, die jedes Jahr rund um Weihnachten und Silvester durchgeführt wird.

35 Verurteilte im größten Drogenprozess der Balearen
Palma de Mallorcas Drogenbaronin Francisca Cortés, auch bekannt unter „La Paca“, wurde diese Woche vom Oberlandesgericht der Balearen zu sechs Jahren Haft verurteilt. Auch ihre Tochter „La Guapi“ und ihr Sohn „El Ico“ müssen sechs Jahre ins Gefängnis.
Sie sollen jahrelang Kokain und Heroin nach Mallorca geschmuggelt und hier im großen Stil damit gehandelt haben, vor allem in Palmas Problemviertel Son Banya.
Im sogenannten „Fall Kabul“ standen 50 Personen aus sechs verschiedenen Drogenclans vor Gericht, 35 von ihnen wurden zu Haftstrafen zwischen zwei und 6,5 Jahren verurteilt, 15 wurden auf freien Fuß gesetzt.
Es handelt sich um den größten Drogenprozess in der Geschichte der Balearen.
Die Ermittlungen waren bereits vor sieben Jahren aufgenommen worden. In einem Prozess Anfang 2013 wurden viele Verdächtige wegen der unklaren Beweislage freigesprochen, nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofes in Madrid wurde der Prozess in Palma jetzt neu aufgerollt.

Umgestaltung des Paseo Born in Palma de Mallorca
Nachdem am Montag (21.12.) bekannt wurde, dass die Außenterrassen am Paseo Born in Palma de Mallorcas Zentrum bestehen bleiben, geht es nun um die Detail-Planung. So wollen die Stadt und die Restaurants die Terrassen künftig so anordnen, dass trotz Tischen und Stühlen auf der Flaniermeile noch ausreichend Platz für Fußgänger ist.
In einem Online-Referendum sprachen sich über 80 Prozent der Abstimmungs-Teilnehmer für die Außenterrassen aus. Außerdem sind etwa 73 Prozent der Bürger dafür, dass die Terrassen dort bleiben, wo sie jetzt sind, nämlich mitten auf dem Paseo Born, und nicht an die Seitenbereiche verdrängt werden.
Rund 5,3 Prozent der Bürger, die über 18 Jahre alt sind und eine sogenannte „tarjeta ciudadana“ von Palma haben, beteiligten sich an der Abstimmung auf der Homepage der Stadt.

Mallorcas Gastro-Mafia drohen 28 Jahre Haft
Den Köpfen der sogenannten Gastro-Mafia, die letzte Woche in Palma de Mallorca verhaftet wurden, drohen Gefängnisstrafen von bis zu 28 Jahren: Organisiertes Verbrechen, Verstöße gegen das Arbeitsrecht, Steuerhinterziehung und Dokumentenfälschung, das sind nur einige der Dinge, die den sechs Männern vorgeworfen werden.
Seit mehreren Monaten ermittelt die Polizei auf Mallorca in dem Fall.
Im Rahmen der Untersuchungen kam unter anderem ans Tageslicht, dass die festgenommenen Köpfe der Bande ihre Angestellten zum Teil 70 Stunden in der Woche arbeiten ließen, dafür soll es gerade einmal 600 Euro gegeben haben. Außerdem hatten viele Beschäftigte keine regulären Arbeitsverträge.
Die Polizei ließ vergangene Woche mehr als 20 Bars und Restaurants in Palma de Mallorca und Marratxí schließen, in denen die Gastro-Mafia aktiv war.

Soldat der Luftwaffe zu fünf Jahren Haft verurteilt
Ein Soldat der Luftwaffe wurde wegen Trunkenheit am Steuer und Gefährdung des Straßenverkehrs zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt. Zudem muss der Offizier seine Lizenz für zwei Jahre abgeben, da dieser zum Zeitpunkt der Tat in der Militärbasis am Flughafen Son Sant Joan in Palma stationiert war. Der Oberste Gerichtshof und das Militärgericht sahen es als erwiesen an, dass der Offizier im November 2011 unter Alkoholeinfluss auf Palma de Mallorcas Paseo Marítimo mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr und rote Ampeln ignorierte. Die Lokalpolizei konnte den Soldaten stellen.

Früher Start in den Winterschlussverkauf auf Mallorca
Mallorcas Einzelhändler haben angekündigt, nicht, wie normalerweise üblich, erst am 7. Januar in den Winterschlussverkauf zu starten, sondern schon am 2. Januar.
Einige Läden haben sogar schon jetzt ihre Winterkleidung um 20 Prozent reduziert.
Dadurch wollen die Händler ihre Umsätze steigern, denn vor allem aufgrund des verhältnismäßig milden Herbstes und Winteranfangs ist die Nachfrage nach warmer Kleidung bislang nicht besonders groß gewesen.
In den kommenden zwei Wochen erwarten Mallorcas Ladenbesitzer noch einmal gute Einnahmen. Das liegt daran, dass das Weihnachtsgeschäft hierzulande bis zum Dreikönigstag am 6. Januar geht, erst dann werden in Spanien Geschenke ausgetauscht.

Der Wochenrückblick - präsentiert von

Der Wochenrückblick – präsentiert von „Das Inselradio“


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