Die Woche | 13.07. – 19.07.2019

Reinigungsboote fischen Müll aus Balearen-Gewässern
Im vergangenen Monat Juni waren rund 30 Reinigungsboote auf Balearen-Gewässern unterwegs, um das Meer von Müll zu befreien. Rund 500 Kilo Abfall pro Tag landete dabei in ihren Netzen. Knapp die Hälfte der insgesamt 14,5 Tonnen Müll, die in nur einem Monat aus dem Meer gefischt wurden, bestand aus Plastik. Ein Umstand, der mit den Jahren immer stärker zunimmt und dabei das Ökosystem im Mittelmeer bedroht.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Menge an Müll, die aus dem Meer geholt wurde, jedoch leicht zurückgegangen. Das geht aus den Zahlen des balearischen Umweltministeriums hervor.

Woche 13.07. 19.07.2019

Mallorcas Schildkröten durch Plastik gefährdet
Fast alle Meeresschildkröten, die vor der Küste Mallorcas gerettet werden, weisen irgendeine Form von Verletzung durch Plastikmüll auf.
Das hat jetzt eine Meeresbiologin des Palma Aquariums bestätigt. Laut Gloria Fernandez sind 97 Prozent der Schildkröten dadurch überhaupt erst in Lebensgefahr geraten. In vielen Fällen sind es Reste von Boyen, Fischernetzen oder Angelruten, in denen sich die Tiere verfangen. Dabei amputieren sie sich zum Teil selbst die Extremitäten. Es passiert aber auch, dass die Schildkröten Plastikteile verschlucken, weil sie diese für Nahrung halten.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 40 Meeresschildkröten aus Balearengewässern gerettet, 16 von ihnen überlebten. In diesem Jahr waren es bisher acht und nur 2 wurden bisher lebend geborgen.

Wieder Stierkampf in Palma
In Palma wird in diesem Sommer wieder ein Stierkampf ausgetragen. Er findet am 9. August in der Stierkampfarena von Mallorcas Inselhaupstadt statt.
Im vergangenen Jahr hatte das spanische Verfassungsgericht die Änderung des Tierschutzgesetzes, das die Stierkämpfe auf den Balearen verboten hatten, wieder aufgehoben. Zur Begründung des Verfassungsgerichts hieß es damals, dass der Stierkampf in Spanien als nationales Kulturgut gilt. Ein ähnliches Gesetz war in der Vergangenheit auch schon in Katalonien außer Kraft gesetzt worden.
Während des Stierkampfes in Palma müssen allerdings trotzdem einige Vorschriften eingehalten werden: Unter anderem haben Minderjährige keinen Zutritt und die Zuschauer dürfen in der Arena keinen Alkohol konsumieren.

Arbeitsinspektionen auf Mallorca und Co.
Auf Mallorca und den anderen Baleareninseln wird es auch in diesem Sommer vermehrt Arbeitsinspektionen geben. Zwischen Juli und August werden insgesamt rund 1.300 Kontrollen in 700 Firmen durchgeführt. Das hat das balearische Amt für Arbeit jetzt bekannt gegeben. Im Fokus stehen dabei vor allem Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor wie Bars und Restaurants. Dort sollten die Inspekteure die Einhaltung von Arbeitsvorschriften wie Arbeitszeiten, Pausen etc. kontrollieren und ob die notwendigen Lizenzen vorliegen.
In der Vergangenheit waren hier immer wieder Missstände aufgezeigt worden, vor allem in Zusammenhang mit Saisonarbeit. Zudem sind Unternehmen in ganz Spanien und somit auch auf Mallorca seit Mai dieses Jahres verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Angestellten detailliert zu dokumentieren. Auch die Einhaltung dieser Vorschrift werden die Inspekteure überprüfen.

In Deià dürfen keine Pools mit Wasser befüllt werden
Wegen der Trockenheit dürfen die Einwohner von Deià momentan weder ihre Pools mit Wasser befüllen noch ihre Gärten bewässern. Auch Terrassen oder Autos sollten derzeit nicht mit Wasser gewaschen werden.
In einer Mitteilung an die Bürger sind außerdem weitere Wasserspartipps zusammengefasst. So sollte man zum Beispiel nur duschen und nicht baden, nur spülen, wenn notwendig und darauf achten, dass Wasserhähne nicht tropfen.
Aufgrund des Wassermangels muss Mallorcas Bergdorf Wasser dazukaufen. Bis zu zwölf Tanklaster pro Tag werden angeliefert.
Offiziell leben in Deià 670 Einwohner. Durch Urlauber steigt die Anzahl an Personen, die sich im Sommer in Deià aufhalten, allerdings auf bis zu 2.000 und für die reichen die vorhandenen Wasserreserven nicht aus.

Dritter Nichtraucher-Strand auf Mallorca
Neben der Cala Anguila in Manacor und der Cala Estància in Palma wird jetzt ein weiterer Strand auf Mallorca rauchfrei: Die Playa Sant Joan in der Gemeinde Alcúdia.
„Playas sin humo“ ist ein Projekt der Balearenregierung. Dabei geht es in erster Linie darum, dass die Strände sauberer und nicht durch Zigarettenstummel im Sand verschmutzt werden.
Momentan, so die Verantwortlichen, gibt es an den Nichtraucher-Stränden bei Verstößen noch keine Strafen, aber die Badegäste werden darum gebeten, sich an die neue Regelung zu halten. Schilder an den Stränden informieren über das Rauchverbot.

Jahrhunderte altes Römerschiff an der Playa de Palma entdeckt
Ein Taucher ist an der Playa de Palma auf ein antikes Römerschiff gestoßen. Das Jahrhunderte alte Boot liegt in Höhe von Can Pastilla auf dem Meeresgrund, rund 50 Meter von der Küste entfernt. Das hat Kulturdezernentin Bel Busquets gestern bekannt gegeben. Sie sei wirklich froh darüber, dass der Anwohner den Fund gemeldet hat, so Busquets weiter.
Insgesamt acht Taucher untersuchen das zehn Meter lange und fünf Meter breite Wrack jetzt, die Stelle ist abgesperrt und wird bewacht, so dass die Experten in Ruhe ihre Untersuchungen durchführen können.

Einbrecherbande in Calvià aktiv
Seit einigen Wochen gibt es immer wieder Einbrüche in Mallorcas Gemeinde Calvià. Unbekannte sollen systematisch Häuser und Wohnungen in Santa Ponça, Costa de la Calma und Cala Vinyes ausrauben.
Einem Deutschen wurde im Schlaf eine Rolex-Uhr vom Handgelenk gestohlen. Und eine Frau, die während eines Einbruchs aus dem Schlaf gerissen wurde, versteckte sich unter ihrem Bett und alarmierte von dort aus die Polizei, während die Täter sich in ihrem Zuhause befanden.
Noch konnte niemand gefasst werden. Die Polizei tappt noch im Dunkeln, geht aber von einer ausländischen Bande aus, die die Opfer mit Chloroform betäubt und dann ausraubt.

Deutscher Mallorca-Urlauber gleich zwei Mal verhaftet
Die Polizei hat einen deutschen Mallorca-Urlauber an der Playa de Palma gleich zwei Mal innerhalb von 24 Stunden verhaftet – wegen Diebstahls und schwerer Körperverletzung.
Der 20-Jährige soll am Dienstag (16.7.) einen anderen Deutschen auf offener Straße verprügelt und ihm das Handy gestohlen haben. Kurz darauf wurde er festgenommen.
Nur einen Tag später wurde er erneut auffällig und ging auf einen Mann und dessen zwei Söhne los. Die Opfer wurden teilweise fast bewusstlos geschlagen, sie mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Der mutmaßliche Täter konnte erneut geschnappt werden. Neben ihm wurden noch vier weitere junge Männer im Alter von 17 und 20 Jahren verhaftet. Sie müssen sich vor Gericht bzw. einem Jugendgericht verantworten.

XXL-Sandburgen an der Playa de Palma stehen wieder
Vergangene Woche hat die Polizei an der Playa de Palma fünf XXL-Sandburgen abreißen lassen. Jetzt stehen sie bereits wieder. Die professionellen Sandburgenbauer, vier Männer aus Rumänien, sammeln so Geld von Touristen, die dafür bezahlen, ein Foto von den Burgen machen zu dürfen.
Insgesamt fünf Burgen aus Sand waren letzte Woche an der Playa de Palma abgerissen worden und zwar an den Balnearios 4, 5, 8, 10 und 15. Grund dafür war, so die Polizei, dass die Verantwortlichen neben ihren Monumenten am Strand zelten, und das ist verboten. Außerdem sollen die Sandburgenbauer eine Art Klebstoff verwenden, den sie mit dem Sand mischen, um die Burgen fester werden zu lassen. Das wiederum führt zur Verunreinigungen der Umwelt.
Es bleibt abzuwarten, wann die Polizei erneut eingreift.

Die Woche | 13.07. – 19.07.2019

Der Wochenrückblick – präsentiert von “Das Inselradio”

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