Die Welt um Dich herum braucht Dich!


Die Welt um Dich herum braucht Dich!
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch einen Artikel aus der Zeit-Online zu lesen geben, der vor zwei Jahren veröffentlicht wurde:
„Das Vermächtnis der Florence Nightingale“

Die Krankenschwester mit der Eule als Haustier und der Laterne als Markenzeichen reformierte das Gesundheitswesen. Ein Portrait zum 100. Todestag von Florence Nightingale.

Die Welt um Dich herum braucht Dich!

www.zeit-online.de

Mit einer Laterne machte Florence Nightingale ihre Runden durch das Lazarett.
Das brachte ihr den Namen die "Dame mit der Lampe" ein.

Florence Nightingale hatte noch Glück. Sie heißt nach ihrem Geburtsort in Italien, wo die Eltern in Urlaub weilen: Florence nach Florenz, wo sie am 12. Mai 1820 zur Welt kommt.
Ihre Schwester wird ein Jahr früher in einem von den alten Griechen gegründeten Vorort Neapels geboren und muss deshalb mit dem Namen Parthenope leben.

Man sieht: Die Nightingales sind bessere Leute, gebildet, reich genug zum Reisen.
Die Mädchen erziehen sie zu Hause. Florence glaubt schon als Kind, von Gott berufen zu sein.
Um ihren 17. Geburtstag herum weiß sie dann, wozu:
Sie will Krankenschwester werden.

Für die Eltern ist es ein Schock: Hübsche, intelligente junge Damen aus gutem Hause werden am besten Ehefrau und Mutter – und nicht Pflegerinnen.
Das ist ein Beruf für alte Frauen, die einem zeitgenössischen Klischee zufolge die Finger nicht vom Alkohol lassen können. Krankenhäuser sind damals schmutzig und gefährlich.

Die Eltern schicken Miss Nightingale mit Freunden der Familie auf Reisen durch Europa und nach Ägypten; sie hoffen, sie werde den Berufswunsch vergessen. Doch überall besichtigt Nightingale, neben den obligatorischen Ruinen, Krankenhäuser. Die Eltern haben ein Einsehen und erlauben ihr einen Besuch im Hospital von Pastor Theodor Fliedner und seiner Frau in Kaiserswerth am Rhein, heute ein Stadtteil Düsseldorfs.

Die junge Frau lernt Medikamentenkunde und Wundpflege, sieht Amputationen zu, kümmert sich um Sterbende. Sie ist glücklich: "Jetzt weiß ich, was es heißt, das Leben zu lieben", schreibt sie. In London verschafft Florences Mutter ihr eine gehobene Stelle in einem privaten Pflegeheim für vornehme Frauen. Ihr Vater gesteht ihr eine Leibrente zu, von der sie gut leben kann.

Im Sommer 1854 tritt Großbritannien an der Seite Frankreichs und der Türkei in den Krimkrieg gegen Russland ein, den ersten der brutalen, industriellen Kriege der Neuzeit.
Bald landen Schiffe voller Verwundeter im britischen Hauptquartier in Scutari, dem heutigen Stadtteil Üsküdar von Istanbul. Als die Times schreibt, im Lazarett stürben mehr Soldaten vor Kälte, an Typhus, Cholera und Ruhr als durch feindliche Angriffe auf dem Schlachtfeld, ist die Öffentlichkeit empört.

Auf ihren Reisen hat Nightingale den Liberalen-Politiker Sidney Herbert kennengelernt, hat mit seiner Frau Elizabeth Krankenhäuser besichtigt. Jetzt ist Herbert Kriegsminister. Er schickt Nightingale und 38 von ihr angeleitete Frauen nach Scutari.
Die Militärärzte nehmen die Frauen nicht eben begeistert auf, doch sie werden gebraucht: Nach schweren Kämpfen kommen immer mehr Verwundete an.
Im Lazarett fehlt es an allem, an Platz, Nahrung, Decken, Betten.
Nightingale übernimmt die Organisation, teilt Krankenschwestern und Soldatenfrauen zur Pflege ein, aber auch zum Waschen der Kleidung und des Bettzeugs, zum Toilettendienst. Sie bombardiert Kriegsminister Herbert mit Bitten um Nachschub, kauft von eigenem Geld und aus einem von der Times angeregten Fonds Waschbürsten und Eimer, Decken, Bettpfannen, sogar Operationstische.

Dann erkrankt Nightingale selbst: Im Frühling 1855 stirbt sie fast am "Krim-Fieber", einer Bakterieninfektion. Sie erholt sich nie ganz, doch sie bleibt bis Kriegsende in Scutari, arbeitet weiter.
Die Soldaten verehren sie – und das macht Nightingale daheim in Großbritannien berühmt. Zudem tragen clevere Geschäftsleute zur Bekanntheit der Krankenschwester bei: Mehr oder weniger erkennbare Florence-Bilder zieren Papiertüten und Souvenirs, sogar Tonfigürchen werden verkauft.

Unter dem falschen Namen "Miss Smith" reist die Krankenschwester bei Kriegsende nach Hause, um den Reportern zu entgehen. Sie ist mager, kränklich, erschöpft. Selten tritt sie öffentlich auf, aber sie nutzt ihre Berühmtheit, um Lobbyarbeit für Gesundheitsreformen zu betreiben.

Bei einer Audienz mit Queen Victoria erreicht sie die Einsetzung einer königlichen Kommission, die Mängel im Gesundheitswesen benennen und beheben soll, später folgt ein ähnliches Gremium für Indien.

Nightingales Ansatz ist ganzheitliche Medizin avant la lettre: Sie bezieht die Lebensumstände der Menschen, ihre Ernährung und Wohnverhältnisse ebenso ein wie ihren psychischen und physischen Zustand. Vor allem betont sie die Bedeutung von Hygiene und Desinfektion. Und sie denkt darüber nach, wie Krankenhäuser gebaut sein müssen, um sie effektiv und hygienisch führen zu können.

Nightingale legt die Grundlagen einer professionellen Krankenpflege in Theorie und Praxis: Mit Geld, das während des Krimkrieges in ihrem Namen eingesammelt wurde, eröffnet sie 1860 eine Pflegeschule, die Nightingale School im St.-Thomas-Hospital, heute ein Teil des King’s College in London.

Immer wieder meldet sich Nightingales Krankheit. Sie fürchtet stets, der Tod sei nah, stachelt sich selbst und andere zu neuen Leistungen an. Sie veröffentlicht mehr als 200 Bücher und andere Schriften. Queen Victoria verleiht ihr 1883 das Royal Red Cross, und 1907 erhält Nightingale als erste Frau den Verdienstorden Order of Merit. Florence Nightingale stirbt am 13. August 1910 friedlich im Schlaf – mit immerhin 90 Jahren.“Quelle: www.zeit-online.de
Ihr Lieben,

es ist mir immer wieder einmal ein großes Bedürfnis, besonderes Frauen in den Mittelpunkt meiner ESELSKIND-Bloggeschichten zu stellen.
Wir reden heute von Gleichberechtigung, aber immer noch wird der Anteil, den die Frauen zum Gelingen des Lebens auf dieser Erde beisteuern, viel zu gering geachtet.

Wir haben in der Schule im Geschichtsunterricht viel über die ägyptischen Pharaonen gehört, über die kühnen Feldherren der Römer, noch mehr über Karl den Großen und Pippin den Kleinen.

Und immer wieder war von Kriegen die Rede, die die Völker gegeneinander führten.
Vielleicht sähe es in unserer Welt ein wenig besser, vor allem menschlicher aus, wenn weniger über berühmte Feldherren im Geschichtsunterricht gesprochen würde, sondern wenn die Kinder und Jugendlichen mehr über solche Frauen wie Mutter Theresa von Kalkutta und Florence Nightingale erfahren würden.
Aber nicht jede Frau ist dazu berufen, eine Mutter Theresa zu sein oder eine Florence Nightingale.
Unendlich viele Frauen leisten einen ganz wundervollen, sehr anstrengenden und leider viel zu wenig beachteten Dienst, indem sie die Kinder und Jugendlichen dieser Welt großziehen, indem sie sich in Kinderkrippen und Kindertagesstätten darum bemühen, Kindern gute Startchancen ins Leben zu ermöglichen und das setzt sich bei den Lehrerinnen in der Schule fort.

Ich wünschte mit mehr Respekt und mehr Anerkennung der Leistungen der Frauen in unserer Gesellschaft.

Aber noch etwas Zweites ist mir heute wichtig an dieser Geschichte von Florence Nightingale:

Oft werden Personen wie Mutter Theresa oder Florence Nightingale als große Vorbilder hingestellt und dann wird dazu aufgerufen, das Gleiche zu tun.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass jeder Mensch einen Beitrag leistet, um diese Welt heller, fröhlicher, menschlicher, liebe-voller zu gestalten. Aber nicht jeder Mensch kann das leisten, was eine Florence Nightingale leisten kann.

Es ist wichtig, tief in sich hineinzuhorchen und dann zu entscheiden, wo die eigenen Begabungen liegen. Wer sich ehrenamtlich engagiert, der kann dies z.B. tun, indem er alten Menschen etwas vorliest, indem er Kindern bei der Erledigung von Hausarbeiten hilft, indem er einen einsamen Menschen aus der Nachbarschaft zu einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee einlädt.

Die Möglichkeiten sind fast unendlich. Wichtig ist, das herauszufinden, das zur eigenen Person passt und das in einem selbst Freude auslöst.
Die schönste ehrenamtliche Tätigkeit ist vergebens, wenn sie nur der Meinung heraus geschieht, man MÜSSE sich doch engagieren.

Wenn wir uns für andere Menschen einsetzen, dann ist nicht nur unser Einsatz für diese Menschen wichtig, sondern diese Menschen müssen auch unsere innere Freude spüren, mit der wir diese Tätigkeit ausüben.
Ich wünsche Euch einen fröhlichen Nachmittag und frühlinghafte Gefühle und grüße Euch herzlich aus Bremen

Die Welt um Dich herum braucht Dich!

Bremen - An der Schlachte
www.bremen.de

 Euer fröhlicher Werner

Die Welt um Dich herum braucht Dich!

Quelle: Karin Heringshausen



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