Die Welt – ein Dorf…

Wäre die Welt ein Dorf

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Eine aktuelle und originale Version des State of the Village Reports findet man hier als pdf, ebenfalls auf englisch.

Besonders interessant finde ich die Entwicklung des State of the Village Report. Es gibt ihn seit 1990, als ihn die Umweltaktivistin Donella Meadows vorschlug, um globale Zusammenhänge nachvollziehbar darzustellen. Dieses Dorf hat übrigens im Original immer 1000 Einwohner, nur in diversen Internetversionen spricht man von 100 Menschen, vermutlich der Übersichtlichkeit halber.

Vergleicht man nun also den oben stehenden aktuelleren Report mit einem von 2005 werden einem die Entwicklungen unserer globalen Gesellschaft klarer:

Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohner reduzieren würden, aber auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, wäre dieses Dorf so zusammengestellt:
57 Asiaten
21 Europäer
14 Amerikaner (nord u. süd)
8 Afrikaner

52 wären Frauen
48 wären Männer

70 Nicht-weiße
30 weiße

70 nicht Christen
30 Christen

89 heterosexuelle
11 homosexuelle

6 Personen würden 59% des gesamten Weltreichtums besitzen und alle 6 Personen kämen aus den USA.
80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse
70 wären Analphabeten
50 wären unterernährt
1 würde sterben
2 würden geboren
1 hätte einen PC
1 (nur einer) hätte einen akademischen Abschluss

Wenn man die Welt aus dieser Sicht betrachtet, wird jedem klar, dass das Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit, Verständnis, Akzeptanz und Bildung notwendig ist. Falls du heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist, bist du glücklicher als 1 Million Menschen, welche die nächste Woche nicht erleben werden. Falls du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten, oder Hunger gespürt hast, dann bist du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt. Falls du in die Kirche gehen kannst, ohne die Angst, dass dir gedroht wird, dass man dich verhaftet oder dich umbringt, bist du glücklicher als 3 Milliarden Menschen der Welt. Falls sich in deinem Kühlschrank Essen befindet, du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum hinlegen, bist du reicher als 75% der Einwohner dieser Welt. Falls du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie und etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel, gehörst du zu 8% der wohlhabenden Menschen auf dieser Welt. Falls du diese Nachricht liest, gehörst du nicht zu den 2 Milliarden Menschen die nicht lesen können…

(Quelle, Zahlen, die sich verändert haben – soweit vergleichbar, wurden von wendepunkte dick markiert)

Jeder, der dies lesen kann, ist also reich. Natürlich, es gibt immer noch Reichere…aber auch Ärmere. Die Frage ist also: Was fangen wir mit diesem Reichtum an? Was tun wir mit unserem Geld, unseren fast grenzenlosen Möglichkeiten und unserer Gesundheit?