Die verwöhnten Mitarbeiter von Silicon Valley

Silicon Valley nennt man eine Gegend im Süden von San Francisco. Besonders bekannt ist sie für die zahlreichen IT-Firmen, die dort ihren Hauptsitz haben. Viele weit bekannte Firmen wie Google oder Facebook sind dort seit Jahren angesiedelt, was weitere junge Start-ups anzieht. Diese machen nicht nur durch technische Errungenschaften Schlagzeilen, sondern immer öfters auch durch die “Benefits”, die den Mitarbeitern geboten werden.

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Die Büros erinnern dabei eher an einen Universitätscampus oder an eine Kleinstadt, als an öde graue Gebäudekomplexe. Das liegt daran, dass den Mitarbeitern viel geboten wird. So gibt es nicht nur mehrere Restaurants und Kantinen (häufig sind die Mahlzeiten sogar gratis), Coiffeursalons und Bars, sondern auch Ärzte und Fitnesscenter. Feste Arbeitsplätze werden auch immer seltener, die Mitarbeiter arbeiten dort, wo es ihnen gerade am besten gefällt. Bei warmem Wetter sind sie häufig im Freien, ansonsten in einem der modern und originell eingerichteten Zimmer. Durch WLAN kann so gut wie überall gearbeitet werden.

Auch sonst bieten die Firmen viel für ihre Mitarbeiter. Alle Gebäude sind mit Billardtischen und Fernsehern ausgestattet, um die Pausen unterhaltsamer zu gestalten. Sogar Wäschesalons sind vorhanden. Dazu geniessen sie gute Sozialleistungen, kostenlose Rechtsberatung und bei einer Schwangerschaft winkt zusätzlicher Lohn und freie Tage. Es wird alles gemacht, damit die Mitarbeiter sich wohl fühlen und hinter der eigenen Firma stehen können.

Ein Grund für diese Benefits liegt in der Jagd nach Talenten. Die Firmen suchen nach den besten jungen Fachkräften, die der Markt zu bieten hat und geben viel Geld aus, um diese zu rekrutieren. Natürlich sind die Benefits nur selten der Hauptgrund, wieso jemand eine Stelle antritt. Jedoch können sie den Unterschied ausmachen, wenn ein Absolvent zwei Stellenangebote mit demselben Lohn hat. Dadurch entsteht fast schon ein Wettrennen: Sobald viele Unternehmen sowas anbieten, müssen die anderen nachziehen, damit auch sie die gesuchten Talente bekommen.

Obwohl die beschriebenen Anstellungsbedienungen für viele wahrscheinlich nach einem Traumjob klingen, werden die Praktiken der amerikanischen IT-Giganten häufig kritisiert. Im Mittelpunkt der Kritik steht dabei die Problematik, dass Firmen damit junge Menschen anziehen wollen, die noch keine eigene Familie haben. Da der Arbeitsplatz ihnen alles nötige bietet, können sie sich gut vorstellen abends noch länger auf dem Firmengrundstück zu bleiben und freiwillig länger zu arbeiten. Sollten nun auch noch alle sozialen Kontake in Verbindung mit der eigenen Firma stehen, vernachlässigt der Arbeitnehmer möglicherweise die Trennung zwischen Privat- und Arbeitsleben.

Autor: Mario Egloff


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