Die Semiotik und die Wahrnehmung der Zeichen

Die Lehre der Zeichen – Semiotik

3 Universalkategorien nach Peirce!

Wie nehmen wir Menschen Zeichen wahr? Die Wissenschaft, die sich mit Zeichensystemen beschäftigt, nennt sich Semiotik. Hierbei geht es um Bilder, Gestik, Sprache und viele weitere Gebiete. Die Wahrnehmung lässt sich in drei so genannte Universalkategorien unterteilen, die das Verständnis zur Semiotik besser erklären und beleuchten.

Sich mit der Semiotik zu beschäftigen, ist kein leichtes Unterfangen! Dieser Bereich stellt sehr viele Theorien auf und ist extrem umfangreich. Eine Person, die sich damals mit dem Thema Semiotik befasst hat, ist Charles Sanders Peirce. Er definiert das Zeichen als ein Ding, das wiederum ein anderes Ding beschreibt und dessen Wissen vermittelt. Es ist praktisch das Objekt des Zeichens. Ein einfaches Beispiel wäre ein Piktogramm, auf dem ein Fußballspieler abgebildet ist. Wir sehen ein Strichmännchen, das einen Ball mit dem Fuß kickt und assoziieren für unser Verständnis die Sportart dazu. Darüber hinaus weckt das Zeichen auch Erinnerungen und es entstehen Bilder in unserem Kopf, was in diesem Beispiel ein spannendes Fußballspiel darstellen würde.

Der gute alte Peirce hat da so seine eigene Theorie und unterteilt die Semiotik, also die Wahrnehmung von Zeichen, in drei Universalkategorien. Das wären Qualität, Relation und Repräsentation. Es ist die Zusammenfassung der bloßen Imagination, Wahrnehmung, Vorwissen und mentale Interpretation von Zeichen.
Der erste Punkt, der die Semiotik seiner Meinung nach beschreibt, ist die Sichtweise selbst. Dabei spielen keine Gedanken eine Rolle, sondern lediglich das Aufnehmend des Zeichens, ohne überhaupt ein Verständnis dafür aufzubringen. Es ist sozusagen die Unmittelbarkeit, Spontaneität und eben das unreflektierte Gefühl, das beim ersten Betrachten aufkommt. Der zweite Punkt ist die Bezugnahme, Handlung uns Erfahrungen in Raum und Zeit. Im Gegensatz zum ersten Bereich, wo es allein um das Thema »Reaktion« geht, werden mit dem zweiten Punkt die Erfahrungen und das Beziehen auf vergangene Vorkommnisse verbunden. Der dritte und somit letzte Bereich, dreht sich um die Gewohnheit, Vermittlung, Notwendigkeit, aber auch Kommunikation. Es beschreibt das Handeln nach der Aufnahme des Zeichens.

Auch wenn das Thema Semiotik kein einfaches Gebiet ist, möchte ich diesen Bereich runterbrechen und euch trotzdem gerne ein kleines Beispiel zu diesen drei Universalkategorien geben. Nehmen wir uns doch mal das Zeichen der Deutschen Bank vor. Der erste Schritt war das Erfassen des Zeichens: Wir sehen einen blauen Rahmen, in dessen Mitte eine Diagonale von links unten nach rechts oben verläuft. Das Zeichen selbst ist sehr einfach, aber dafür auch äußerst einprägend und simpel gehalten, wodurch sich Menschen leichter daran erinnern können. Der nächste Schritt beschäftigt sich mit der Auffassung des Menschen, was sich auch hier sehr stark an den Menschen richtet und nicht pauschalisiert werden kann. Würde man von der Symbolik ausgehen, so steht die Diagonale im Zeichen selbst für einen Aufstieg, was für die Bank natürlich die beste Assoziation ist. Es können aber durchaus auch positive sowie negative Gedanken sein, die man mit diesem Zeichen und eventuell direkt auch mit dem Unternehmen verbindet. Womit wir daher auch direkt zum dritten Punkt kommen: Call to action! Ein Zeichen könnte unser Verhalten ändern oder etwas auslösen. Vielleicht erinnert uns das Logo der Deutschen Bank daran, wieder in die Filiale des Vertrauens zu gehen, um neues Geld sicher anzulegen?!
Ein anderes Beispiel was diesen Punkt wirklich treffsicher beschreibt, sind Verkehrszeichen! Jedes Verkehrszeichen hat seine ganz bestimmte Bedeutung und gibt es uns den Hinweis, richtig zu reagieren. Hier passiert die Abfolge der drei Schritte so schnell, dass wir in einem Bruchteil einer Sekunde schon wissen, was zu tun ist und wie wir uns verhalten müssen.

Das war jetzt nur ein ganz kleiner Ausschnitt, der die Semiotik beschreibt. Anhand der drei Universalkategorien kann man aber schon eine ganze Menge festmachen und sehen, in welchen Teilen, zumindest nach Peirce, die gesamte Semiotik aufgebaut ist.


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