Die Reise nach Jamaika ist gescheitert

Die Reise nach Jamaika ist gescheitertNachdem FDP-Chef Christian Lindner gestern Abend kurz vor Mitternacht die Sondierungsgespräche mit den Worten, es sei „besser, nicht zu regieren als falsch zu regieren“ für gescheitert erklärt hat, ist die Reise nach Jamaika jetzt definitiv am Ende.

Der unchristlichen Pfarrerstochter Angela Dorothea Merkel steht nun der Gang zum Bundespräsidenten bevor, den sie im Laufe des heutigen Vormittags antreten will.

Wie konnte es dazu kommen?

Das Problem sind ja nicht die 3,5 Parteien, die sich da nicht über Macht und Pfründe einigen konnten. In meinen Kopf hat sich aus den Nachrichten von Jamaika, die ich als Schreiberling für ein gutes halbes Dutzend Blogs mit auch politischen Themen jeden Tag x-mal sehe, ein Eindruck von Verkommenheit gebildet.

Die Reise nach Jamaika ist gescheitertBei diesen sogenannten „Sondierungsgesprächen“ hat sich eine Langzeit-Mächtige mit einem extrem missratenen Sohn aus dem Süden Deutschlands mit Hilfe eines jungen neoliberalen Wiedereinsteigers in den Bundestag an der Macht halten wollen.

Dabei hatte der Wähler als Souverän ihre Partei ja noch deutlich stärker abgestraft als ihren letzten Koalitionspartner, die frühere Arbeiterpartei SPD, die neoliberales Verhalten in Deutschlands Politik hoffähig gemacht hat.

Die Sozen haben nach der Bundestagswahl im September umgehend die Konsequenz gezogen – aber „Mutti“ Merkel wollte nicht von der Macht lassen, und das hat ihr jetzt das Genick gebrochen.

Nächstenliebe geht irgendwie anders

Ich bin mir ganz sicher, dass Religion Opium fürs Volk ist. In den letzten 70 Jahren habe ich weder einen Gott noch göttliches Handeln auf diesem Planeten gesehen, und weder mein Vater noch mein Großvater konnten mir von so etwas berichten.

Und wenn ich das Handeln der „C“-Politiker mit den Prinzipien des christlichen Glaubens zu vergleichen versuche, schaue ich ratlos auf einen Apfel in meiner rechten Hand und eine Birne in der linken.

Eigentlich wäre es konsequent, wenn der Pabst der CSU und der CDU jetzt das „C“ im Namen entziehen würde. Denn das ist es ja letztlich, was die Verhandlungen zum Scheitern brachten: Diese sogenannten „christlichen“ Politiker haben statt Nächstenliebe auf Hartherzigkeit gegen Flüchtlinge gesetzt, weil sie sich davon erhofften, noch länger an der Macht bleiben zu können.

Was kommt statt Jamaika?

Die Reise nach Jamaika ist gescheitertDummerweise ist meine Kristallkugel Typ Crystal 4.0 seit dem letzten Update blind geworden. Deshalb kann ich nur die Optionen nennen, aber leider keine Wahrscheinlichkeiten dazu.

Da wäre zunächst eine Minderheitsregierung von CDU und CSU – eine Art totgeborenes Kind, das sich im Sande verlaufen hat und sicher nichts für Aussitzer vom Typ Merkel.

Eine andere wäre die Große Koalition der beiden Wahlverlierer CDU/CSU und SPD – eine Art Schlag ins Gesicht des Wählers. Da grenzte sich SPD-Mann Schäfer-Gümbel aus Hessen aber schon mit seinem Spruch vom „Ersatzrad am schlingernden Wagen von Frau Merkel“ klar ab.

Als dritte Möglichkeit sehe ich Neuwahlen. Aber auch bei denen ist nicht sicher, dass Koalitionsverhandlungen danach etwa leichter laufen könnten – das dürfte dann wegen weiterer Wählerwanderungen eher noch deutlich schwieriger werden.


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