Die Physiker Hausaufgabe SImon

Inhalt in 3 Sätzen wiedergeben
Textstellen finden wo der Autor zeigt das Wissenschaft wichtig ist aber wenn wissen in falsche Hände gerät... Folgen gründe etc.
Globale Position von Schriftstellern in der heutigen Gesellschaft in bezug auf Aufgabe 2

Aufgabe 1
Geben Sie den Inhalt in drei Sätzen wieder
( ist etwas mehr geworden)

Die Komödie Die Physiker, von Friedrich Dürrenmatt, aus dem Jahr 1961 handelt von drei Personen, darunter der berühmte Physiker Möbius, die in einer Nervenklinik leben. Die beiden anderen Hauptdarsteller geben vor Albert Einstein und Isaak Newton zu sein, sind in Wirklichkeit aber Spione. Möbius´Entdeckung der Weltformel könnte die gesamte Menschheit zerstören, und so versucht er den anderen Protagonisten einen desolaten Geisteszustand vorzugaukeln. Das Trio ermordet die Pflegerinnen, was polizeiliche Ermittlungen nach sich zieht. Möbius vernichtet die Weltformel zum Schutze der Menschheit und verpflichtet die restlichen Physiker zum Schweigen. Zur Rettung kommt es jedoch nicht, weil die verrückte Klinikchefin die Pläne von Möbius kopiert hat.

Aufgabe 2
Wo zeigt der Autor, dass Wissenschaft wichtig ist, aber das es schadet, wenn das Wissen in Falsche Hände gerät?

Seite 15 NEWTON: »Ich verstehe auch wenig davon. Ich stelle nuraufgrund von Naturbeobachtungen eine Theorie darüber auf.Diese Theorie schreibe ich in der Sprache der Mathematiknieder und erhalte mehrere Formeln. Dann kommen dieTechniker. Sie kümmern sich nur noch um die Formeln. Siegehen mit der Elektrizität um wie der Zuhälter mit der Dirne. Sienützen sie aus. Sie stellen Maschinen her, und brauchbar isteine Maschine erst dann, wenn sie von der Erkenntnisunabhängig geworden ist, die zu ihrer Erfindung führte. Sovermag heute jeder Esel eine Glühbirne zum Leuchten zubringen - oder eine Atombombe zur Explosion
.
«

Der Agent, der sich hinter dem Namen Newton verbirgt, schildert in diesem Zitat die Arbeitsteilung in der Wissenschaft/Wirtschaft. Hier wird deutlich, dass der Wissenschafler die Folgen seiner Entdeckung nicht immer abschätzen kann, weil diese Entdeckung von Technikern und unter wirtschaftlichen Interessen weiterentwickelt und kommerziell nutzbar gemacht wird. Als Beispiel benennt er die Elektrizität, welche "ausgenützt" wird wie "der Zuhälter mit der Dirne". Es steht somit nicht das Wohl der Menschen im Mittelpunkt, sondern wirtschaftliche und politische Interessen. Die Gründe, warum Wissen in falsche Hände gelangen kann , liegen auf der Hand: Machtstreben, Profitgier, man möchte seine Interessen durchsetzten. Er zeigt in den hier aufgeführten Zitaten, dass wir zwar alle sehr stark von der Wissenschaft profitieren, jedoch darauf achten müssen in wessen Hände das erlangte Wissen gelangt. So hätten wir ohne Forschung keine Elektrizität und kein Internet, kein Telefon und keine Heilmittel gegen viele Krankheiten.

MÖBIUS: »Gibt es auch. Ich stellte es aus Neugierde auf, alspraktisches Kompendium zu meinen theoretischen Arbeiten.Soll ich den Unschuldigen spielen ? Was wir denken, hat seineFolgen. Es war meine Pflicht, die Auswirkungen zu studieren,die meine Feldtheorie und meine Gravitationslehre haben

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würden. Das Resultat ist verheerend. Neue, unvorstellbareEnergien würden freigesetzt und eine Technik ermöglicht, die jeder Phantasie spottet, falls meine Untersuchung in die Händeder Menschen fiele.«

Möbius erkennt, dass seine Entdeckung in den falschen Händen fatale Folgen haben könnte. Er wäg die Auswirkungen seiner Entdeckung ab und stellt fest, dass diese unermessliche Energien freisetzen würde und so die Menschheit in riesiger Gefahr wäre. Dies zeigt, dass er sich bewusst ist, das Wissenschaft und Forschung für Machtgewinn und -Erhaltung und Proviterlangung missbraucht werden.

MÖBIUS: »Die Vernunft forderte diesen Schritt. Wir sind inunserer Wissenschaft an die Grenzen des Erkennbarengestoßen. Wir wissen einige genau erfaßbare Gesetze, einigeGrundbeziehungen zwischen unbegreiflichen Erscheinungen,das ist alles, der gewaltige Rest bleibt Geheimnis, demVerstande unzugänglich. Wir haben das Ende unseres Wegeserreicht. Aber die Menschheit ist noch nicht soweit. Wir habenuns vorgekämpft, nun folgt uns niemand nach, wir sind insLeere gestoßen. Unsere Wissenschaft ist schrecklichgeworden, unsere Forschung gefährlich, unsere Erkenntnistödlich. Es gibt für uns Physiker nur noch die Kapitulation vorder Wirklichkeit. Sie ist uns nicht gewachsen. Sie geht an unszugrunde. Wir müssen unser Wissen zurücknehmen, und ich
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EINSTEIN: »Da auch sie für die LandesverteidigungMÖBIUS: »Merkwürdig. Jeder preist mir eine andere Theoriean, doch die Realität, die man mir bietet, ist dieselbe: einGefängnis. Da ziehe ich mein Irrenhaus vor. Es gibt mirwenigstens die Sicherheit, von Politikern nicht ausgenützt zuwerden.«EINSTEIN: »Gewisse Risiken muß man schließlich eingehen.«MÖBIUS: »Es gibt Risiken, die man nie eingehen darf: derUntergang der Menschheit ist ein solches. Was die Welt mitden Waffen anrichtet, die sie schon besitzt, wissen wir, was siemit jenen anrichten würde, die ich ermögliche, können wir unsdenken. Dieser Einsicht habe ich mein Handeln untergeordnet.Ich war arm. Ich besaß eine Frau und drei Kinder. An derUniversität winkte Ruhm, in der Industrie Geld. Beide Wegewaren zu gefährlich. Ich hätte meine Arbeiten veröffentlichenmüssen, der Umsturz unserer Wissenschaft und dasZusammenbrechen des wirtschaftlichen Gefüges wären dieFolgen gewesen. Die Verantwortung zwang mir einen anderenWeg auf. Ich ließ meine akademische Karriere fahren, dieIndustrie fallen und überließ meine Familie ihrem Schicksal. Ichwählte die Narrenkappe. Ich gab vor, der König Salomoerscheine mir, und schon sperrte man mich in ein Irrenhaus.«NEWTON: »Das war doch keine Lösung!«MÖBIUS: »Die Vernunft forderte diesen Schritt. Wir sind inunserer Wissenschaft an die Grenzen des Erkennbarengestoßen. Wir wissen einige genau erfaßbare Gesetze, einigeGrundbeziehungen zwischen unbegreiflichen Erscheinungen,das ist alles, der gewaltige Rest bleibt Geheimnis, demVerstande unzugänglich. Wir haben das Ende unseres Wegeserreicht. Aber die Menschheit ist noch nicht soweit. Wir habenuns vorgekämpft, nun folgt uns niemand nach, wir sind insLeere gestoßen. Unsere Wissenschaft ist schrecklichgeworden, unsere Forschung gefährlich, unsere Erkenntnistödlich. Es gibt für uns Physiker nur noch die Kapitulation vorder Wirklichkeit. Sie ist uns nicht gewachsen. Sie geht an unszugrunde. Wir müssen unser Wissen zurücknehmen, und ich-59- habe es zurückgenommen. Es gibt keine andere Lösung, auchfür euch nicht.«
Aufgabe 3

Schon der Denker Jean-Jacques Rousseau hat im Jahre 1749 die Frage gestellt " Hat der Fortschritt der Wissenschaften und Künste unsere Sitten verbessert?“. Mit dieser Frage stellt er bereits lange vor Dürrenmatt die Frage welchen Umgang die Menschen mit den Erkenntnissen haben, die sie durch die Wissenschaft gewinnen. Zwar steht hierbei weniger die Vernichtung der Menschen durch eine Weltformel im Vordergrund, jedoch hat dies durchaus viel mit der Wissenschaftskritik in dem aktuell behandelnden Werk zu tun: Denn es ist nicht nur wichtig was wir wissen und welche Erkenntnisse wir gewinnen, sondern es ist genau so wichtig, ob wir dieses auch so einsetzen, dass es dem Wohl der Menschheit dient.

Autoren wie Günther Grass und andere Schriftsteller nehmen immer wieder Bezug auf aktuelles Zeitgeschehen. So zeigen die Bedrohungen im Konflikt im nahen Osten besonders deutlich, dass Wissen und technischer Fortschritt in den Händen der Falschen schlimme Folgen haben können.
Er warnt vor einem Militärschlag Israels gegen den Iran. Ihm geht es in seinem Gedicht vor allen Dingen auch um eine nukleare Bedrohung, eine weltweite Bedrohung, die ohne den Wissenschaftler der sie erfunden hat nicht existiert hätte.
In dem Roman "Walder oder die Stilisierte Entwicklung einer Neurose.Ein programmiertes Lehrbuch des Josef W." (1971) kritisiert der Autor Einselde die Wissenschaft indem er die Wissenschaftler in seinem Werk den Forschungszweig "Suicidologie" erforschen lässt. Er parodiert so die Wissenschaft, die sich in den Dienst von Pharmaunternehmen und anderen Interessensgruppen stellt und kritisiert sie damit.

Quellen:

Die Physiker
http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/jean-jacques-rousseau-lieber-ohne-mich
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/israel-iran-thesen-im-gedicht-von-guenter-grass-im-faktencheck-a-825780.html
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr_kultur/374521_Sprach-und-Wissenschaftskritik-stehen-im-Zentrum-seines-Werkes.html


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