Die Impfpflicht – eine Polemik

Soll ich was zur geforderten Impfpflicht sagen? Ja, soll ich? Na gut.

Ich bin dagegen.
Nicht, dass ich mich freuen würde, wenn den krankheits-respektlosen und immer-gegen-alles- Eltern endlich gezeigt würde, dass der Staat alle seine Bürger schützen möchte, also auch die, die man nicht impfen kann oder darf (krebserkrankte Kinder, Kinder, die zu jung sind zum Impfen, Kinder, die bestimmte Wirkstoffe in den Impfstoffen nicht vertragen, Schwangere) und dass er seine Verantwortung ernst nimmt, seine Bürger nach dem Wissensstand des Jahres 2013 zu versorgen. Nicht, dass ich nicht glücklich wäre darüber, Eltern klar zu machen, dass auch das Anschnallen im Auto keine freiwillige Veranstaltung ist, sondern Schutz von Schutzbefohlenen.

Aber: Bis ein solches Gesetz “durch” ist, werden Karlsruhe und seine Richter anbauen müssen. Was da an Klagen wegen “Selbstbestimmungsrecht” und Abwägung von “körperlicher Unversehrtheit” und “Schutz von Leib und Gesundheit” (oder wie das auch immer heißt) auf den Staat zukäme, ganz zu schweigen von Ausnahmeregelungen und Persilscheinen, warum gerade dieses Kind nicht geimpft werden soll – nicht auszudenken. Das verschleppte den Prozeß um Jahre und würde die Gräben zwischen Impfbefürwortern und -skeptikern noch tiefer reissen.

Kinder müssen lernen, dass ihre Handlungen Konsequenzen nach sich ziehen, sonst verharren sie im Trotzalter. Diese Konsequenzen sind leider oft schmerzlich, stehen aber immer im Zusammenhang mit dem Fehlverhalten. Wenn ich der Mama vors Schienbein trete, muss ich damit leben, dass sie sauer ist und mit mir schimpft. Die Mutter, die das lustig findet, darf sich nicht wundern, wenn das Kind beim nächsten Mal wieder zutritt. Wenn meine Tochter im Supermarkt klaut, muss sie die Stärke haben, zum Supermarktleiter zu gehen, die Sache bezahlen und sich entschuldigen (und vielleicht Hausverbot bekommen). Wenn ich als Eltern darüber hinweggehe, dann wird sie wieder stehlen. Wenn mein Sohn mein iPad mopst und ohne Nachfragen zwei Stunden daddelt, kriegt er leider zwei Tage iPad-Entzug.

Wenn Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen wollen, gehen sie wissentlich das Risiko ein, andere Kinder zu infizieren, siehe oben: die ganz Kleinen (es gibt immer mehr Ü3- und Ü1-Kinder)und die chronisch Kranken. Impfen ist eine soziale Aufgabe. Konsequenz: Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen wollen, haben kein Interesse am Schutz anderer – sie können ihre Kinder nicht in Gemeinschaftseinrichtungen schicken.

Ich hoffe auf den Mut der Kindergärten und Kindertagesstätten und der Schulen, dass sie keine Kinder mehr aufnehmen (… und auch keine ErzieherInnen und LehrerInnen), die nicht ausreichend geimpft sind. Denn sie haben eine Verantwortung *allen* Kindern gegenüber. Schreibt das in Eure Kita-Statuten. Und ändert endlich die blöden Kindergarten-Unbedenklichkeitsbescheinigungen um den Passus “Kind geimpft Ja/Nein, daher kindergartenfähig Ja/Nein”.

Pressemitteilung des BVKJ



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