Die Grenzen des Wachstums - Eine Anekdote

Der ZEIT-Titel der vergangenen Woche stellt sich genau einer Frage: Wie viel braucht der MenschUnser Wirtschaftssystem gerät langsam an seine Grenzen, die Weltbevölkerung kann nicht ständig mehr konsumieren. In den Industrieländern setzt sich das Bewusstsein langsam durch, dass der Kapitalismus keinen wirklichen Wohlstandsgewinn mehr bringt - was kommt also als nächstes
Die Grenzen des Wachstums - Eine AnekdoteEin Blick in die Vergangenheit öffnet ein Szenario für die Zukunft. Von 1848 bis 1923 lebte der italienische Ingenieur und Soziologe Vilfredo Pareto, der bereits zu Lebzeiten das Bild des Homo oeconomicus schuf. Einem Menschen, der getrieben von dem Wunsch nach mehr Besitz möglichst rationale Entscheidungen trifft um der Erfüllung seines Wunsches näher zu kommen. Auf diesem Menschenbild beruhen bis heute fast alle relevanten wirtschaftswissenschaftlichen Theorien. Ende des 19. Jahrhunderts, als Pareto an seinen wichtigsten Schriften arbeitete, hiess ein typischer deutscher Jugendlicher Wilhelm Müller. Seine Lebenserwartung betrug 45 Jahre, sein Besitz beschränkte sich auf wenige Kleidungsstücke, und sein Bett teilte er sich mit seinen Geschwistern. Es ist nicht abwegig anzunehmen, dass er mit dieser Situation nicht zufrieden war. Rund 120 Jahre später findet sich in Jan Müllers Zimmer ein Flachbildfernseher, ein Computer mit Monitor, ein Smartphone, eine Playstation, DVD-Spieler, eine Wii-Konsole. Ausserdem ein Bett, ein Kleiderschrank, ein Schreibtisch mit Stuhl, ein Funkwecker, zwei Fussbälle, Bücher, Spiele und Sportschuhe. 
Man kann nun eine einfache Rechnung aufstellen. Wenn die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren um drei Prozent pro Jahr wachsen soll, müssen die deutschen Unternehmen in 25 Jahren doppelt so viel umsetzen wie heute, und die Bundesbürger müssen doppelt so viel einkaufen. Der typische 18-jährige der Zukunft, Leon Müller, müsste dann ein doppelt so teures Bett in seinem Zimmer stehen haben, gleich zwei Fernseher und vier Spielkonsolen. Und selbst Leon wird sich dann fragen - wozu braucht er das ganze Zeug?Der menschliche Verstand sagt: Das ist Verschwendung! Und tatsächlich sind wir längst so weit. Der Homo oeconomicus von heute denkt nicht mehr wirtschaftlich. Wir verbrauchen nicht mehr das was wir kaufen. Jedes Jahr werfen die Deutschen fast 7 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll, 800.000 Tonnen Kleider in den Container und eine Million Tonnen veraltete Elektrogeräte auf den Schrotthaufen...Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen - der verschwenderische Umgang mit Ressourcen nicht. 

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