Die Geschichte von Videospielen

Von Pac-Man über Super Mario bis hin zu World of Warcraft - gefühlt gibt es Videospiele schon seit Ewigkeiten und gehören zu den wichtigsten Unterhaltungsmedien unserer Zeit. Tatsächlich bilden sie weltweit eine 100-Milliarden Dollar-Industrie, die von Jahr zu Jahr wächst. Laut Statistik-Portal Statista spielen rund 40 Prozent aller Deutschen Video-, Computer- oder Online-Spiele (Stand: 2019). Davon fallen 70 Prozent aller Spieler in die Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren. Am beliebtesten sind dabei Action-, Abenteuer-, Geschicklichkeits- und Ego-Shooter-Spiele. Eine solch große Auswahl wie heute gab es jedoch nicht immer. Wir werfen einen kleinen Blick auf die Entstehung und Entwicklung der spannendsten Nebensache der Welt.

Die ersten Jahre

1952 entstand das allererste Videospiel namens „OXO", das vom britischen Professor A.S. Douglas entwickelt wurde. Dabei handelte es sich um das einfache Zweipersonen-Strategiespiel Tic-Tac-Toe, auch bekannt als „Drei gewinnt". Mit seinem Experiment wollte Douglas nicht etwa die Massen unterhalten, sondern die künstliche Intelligenz eines Computers demonstrieren. Sechs Jahre später entwickelte der New Yorker William Higinbotham aus ähnlichen Motiven das Spiel „Tennis for Two", das auf einem großen analogen Computer gespielt werden konnte. Im Jahr 1962 kam dann das ikonische Space-Combat-Spiel „Spacewar!" von Steve Russell auf den Markt - das erste reine Unterhaltungs-Videospiel, das mehrere Spieler gleichzeitig spielen konnten.

Ankunft der Heim-Konsole

Die erste Heim-Konsole, die zum Spielen an das Fernsehgerät angeschlossen werden konnte, revolutionierte Wohnzimmer weltweit Ende der 60er Jahre. Ralph Baer, der als der Vater der Videospiele gilt, vermarktete dieses System als „The Brown Box", später bekannt als die „Odyssey". Diese wurde zehn Jahre später von der technisch überlegenen Atari 2600 ersetzt. Spiele wie Space Invaders und Pac-Man folgten und legten den Grundstein für das moderne Videospiel. Auch Spielautomaten in Casinos entwickelten sich technisch immer weiter. Ende der 70er Jahre brachte die innovative Firma IGT, kurz für „International Gaming Technology", die ersten Video-Poker-Maschinen auf den Markt.

Der Videospiel-Crash

Für Videospiele ging es nicht immer nur bergauf. Tatsächlich gab es in den USA im Jahr 1983 einen regelrechten Gaming-Crash, der sich auf die ganze Welt auswirkte. Gründe dafür gab es einige. Zum einen war der Konsolen-Markt extrem übersättigt. Zum anderen kamen immer mehr schlechte Videospiele auf den Markt, denen es an Qualität und guten Handlungen mangelte. Das von Atari entwickelte Spiel E.T., das auf dem gleichnamigen Film basierte, zählt zum Beispiel zu den schlechtesten Videospielen aller Zeiten. Erst als Nintendo Entertainment System (NES) aus Japan mit besseren Spielen, Konsolen und dem Gameboy die Welt eroberte, erholte sich die Industrie.

3D-Gaming auf dem Vormarsch

Die frühen 90er waren geprägt vom Konsolen-Krieg zwischen NES und Sega und die Veröffentlichung von gewalttätigen Spielen wie „Street Fighter" und „Mortal Combat". In diesem Zusammenhang entstand auch das „Entertainment Software Rating Board", das Video- und Computerspiele offiziell bewertet und geeigneten Altersgruppen zuordnet. Mitte der 90er gab es dann die ersten 32-bit-Konsolen zu kaufen, die das Spielen in 3D ermöglichten. Ganz vorne mit dabei war wieder Sega mit dem Saturn-System. Kurz darauf trumpfte Sony mit der Playstation auf, die sogar 100 Dollar günstiger war. Nintendo rüstete schnell auf ein 64-bit-System um - der Nintendo 64 war geboren.

Die Geschichte von Videospielen

Videospiele heute

2005 und 2006 eröffneten Microsofts Xbox 360, Sonys Playstation 3 und Nintendos Wii das Zeitalter der High-Definition-Videospiele. Obwohl die Playstation 3 als einziges System Blu-rays abspielen konnte, lief ihr die Xbox 360 schnell den Rang ab. Diese gewann eine Vielzahl von renommierten Gaming-Preisen. Auch die technisch unterlegene Wii sorgte aufgrund ihrer bewegungsempfindlichen Fernbedienungen für jede Menge Aufmerksamkeit. Noch nie zuvor gab es Videospiele, die die Nutzer so aktiv mit einbinden konnten. Mit dem Aufkommen von Social Media wurden immer mehr Videospiele für Plattformen wie Facebook und Handys wie das iPhone entwickelt. Rovio, das Unternehmen hinter „Angry Birds" erwirtschaftete alleine im Jahr 2012 über 200 Millionen Dollar.

Eins ist sicher: Videospiele werden technisch immer anspruchsvoller. Verfolgt man die großen Player Sony und Microsoft ist klar, dass es in Zukunft immer mehr aufregende Videospiele geben wird, die in einer virtuellen Realität gespielt werden können.


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