Die Geburt Jesu Christi - eine Fehlplanung Gottes

Liebe junge und erwachsene Christen!Die Überschrift mag erschrecken, verwundern, stutzig machen oder abschrecken. Dieser Gedanke der Fehlplanung ist mir letzte Tage gekommen, als ich wieder einmal zu hören bekam: Wenn nur 2-3 Leute zur Messe kommen, kann man sie ausfallen lassen; der ganze Aufwand lohn sich doch nicht!Genau, tauchte ich mir, Weihnachten einfach abschaffen. Die Menschwerdung Gottes ist doch peinlich. - Wirtschaftlich ein Flop. Große Massen hat die Menschwerdung nicht angezogen. Maria und Josef waren da. Ok, sie sind ja die Eltern (Josef der Pflegevater). Die Engel waren zwangsweise da. Auf den Ort der abgefallenen Engel hatten sie keine Lust; dann doch lieber auf dem Feld bei Bethlehem ein bißchen musizieren. Und die Hirten waren ja nun auch nicht das Publikum, daß man sich für ein solches Event wünscht. In der Nacht war halt die Aktion am Stall eine willkommene Abwechslung. - Architektonisch war es ja nicht der Hingucker, der Ort dieses Ereignissen. Ein einfacher Stall. Für den König der Könige hätte sich Gott schon etwas besseres ausdenken können. Zum Beispiel eine Hausräumung im Palast des König Herodes, damit Gottes Sohn standesgemäß auf die Welt kommt. - Und die Experten waren sich einig: Für das Geschehen muß man sich nicht auf den Weg machen. Nur drei oder vier Könige, wahrscheinlich so Konservative, die noch an etwas mehr hinter den Fakten sehen wollten, machten sich auf den Weg. Wirtschaftlich, architektonisch und wissenschaftlich scheint es nicht der große PR-Wurf Gottes gewesen sein. Oder vielleicht doch?! Gott ist doch totaliter aliter. Vollkommen anders!
Denn in diesem Stall leuchtet ein Licht auf! (Meßdiener muß den Schalter drücken, damit über der Krippe das Licht angeht)
Eine Meisterleistung Gottes ist die Menschwerdung seines Sohnes. Vielleicht sogar die genialste PR-Aktion, die es je gab bzw. geben wird. Denn was damals geschah, hat die sämtliche Ordnungen durcheinander gewirbelt und großes auf die Beine gestellt. Wir erfahren heute eher die Maxime: Größenwahn, Geld und Macht. Gott stellt uns durch seine Menschwerdung vor Augen: Stall, Krippe, Windeln. Stall, Krippe, Windeln hat die die Welt verändert. Ein Geheimnis, welches nicht jeder versteht. Weihnachten ist gut für´s Geschäft, solange der Euro rollt. So lange sich Weihnachten wirtschaftlich rechnet, etwas für´s Gefühl hat, solange ist es noch akzeptabel. Doch dieses da mit dem Kind und Gottes Sohn, ach wie hieß der noch einmal, Josef der 2.? (es geht gerade so ein Radiointerview des österreichischen Radios im Internet um her, in dem zwei ältere Frauen es nicht auf die Reihe bekommen, daß der Sohn von Josef und Maria Jesus heißt.)Dieses Geschehen von Weihnachten ist nur etwas für einfache Menschen (die Hirten) und demütige Menschen (die Könige). Wer sein Herz dafür öffnen kann und dieses Licht mit der Botschaft des einfachen Lebens und Infragestellung gewisser gesellschaftlicher Werte, der kann eine wahre Wandlung erfahren. Ein Friede zieht in unser Herz ein, den die Welt nicht geben kann. Mit Stall, Krippe, Windeln und seinen Folgen, führt Gott Größenwahn, Geld und Macht ad absurdum. Denn mit diesem Weihnachtsgeschehen ist ein Same gelegt, der der Welt viel gutes gebracht hat: Krankenhäuser, Schulen und Universitäten, Kunst, Literatur, und und und.
Weihnachten kann wandeln, verwandeln. Ist nicht jede hl. Messe eine "Menschwerdung" Gottes? Ist er nicht hier unter uns gegenwärtig im Wort und sogar Sakramental, real gegenwärtig in der Eucharistie? Gott möchte durch die Kommunion in unser Herz kommen. Und wenn wir ehrlich sind, gleicht es oft mehr einem Stall, als einem Palast. In unser Herz möchte er, um uns Speise zu sein, aber auch unser Herz zu verwandeln. Daher frage ich mich hin und wieder vor der Beichte, inwieweit war ich bereit, mich von Gott wandeln zu lassen. Manche sagen, die hl. Messen müßten attraktiver gestaltet werden, dann würden mehr kommen. Mmmh, wird es da nicht auch Abnutzungserscheinungen geben und Langeweile nach einer Zeit aufkommen? Ich meine, wir müßten neu erlernen, was in der Hl. Messe passiert. Wir müssen uns dieses Wunder vor Augen führen: Gott wird Mensch, Gott kommt zu uns. Ein junges Ehepaar sagte mir einmal: "Don N.N., als wir uns bekehrten und wir begriffen, was in der hl. Messe passiert, da war es nicht mehr langweilig. Gott begegnet uns hier. Seitdem können wir nicht mehr ohne sonntäglichen Gottesdienst sein, auch unter der Woche gehen wir immer mal wieder hin." Dieses Paar hat wohl etwas von dem Begriffen, was Angelus Silesius so formulierte: "Wäre Gott tausendmal auf Erden geboren, aber nicht in deinem Herzen, er wäre umsonst geboren!" Liebe Schwestern und Brüder. Das wünsche ich Ihnen, daß Sie zu Weihnachten etwas von diesem Geheimnis der Menschwerdung Gottes verstehen, und sich durch Ihn verwandeln lassen. Amen.
P.S.: Die Gedanken habe ich so niedergeschrieben, als würde ich gepredigt haben. Daher bitte ich, über Rechtschreibfehler und grammatikalische Fehlformulierungen wohlwollend hinwegzusehen. Da ich oft frei predige, habe ich kaum schriftliche Versionen von Predigten, die ich hier veröffentlichen könnte. 

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