Die Eiskönigin 2

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Die Eiskönigin 2

6Komödie

Ein melancholischer Eröffnungssong, angelehnt an Gerard Manley Hopkins Spring and Fall, und die übergreifende Thematik um Verrat, Vergangenheitsschuld und Versöhnung setzen die Atmosphäre des langerwarteten Sequels erwachsener und düsterer als die des Vorgängers.

Doch das mit der kompletten Sprecherriege vereinte Regie-Duo Jennifer Lee und Chris Buck kämpft sichtlich mit dem Stimmungswechsel, der mal in Theatralik, mal Trivialisierung zu kippen droht. Humoristische Hochs und romantische Tiefs fügen sich nur uneben in eine überambitionierte Story.

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Darin erwartete Elsa (Idina Menzel) und Anna (Kristen Bell) wieder eine Reise zur wahren Identität, nur ist es diesmal nicht die eigene, sondern familiäre, historische und nationale. Deren Identifikation und (Neu)Definition erweitert vorgeblich das Frozen beherrschende Selbstakzeptanz-Motiv, das tatsächlich unterwandert wird. Elsas Magie ist nicht mehr intrinsisch und individuell, sondern erscheint als ererbte Superwaffe, gebunden an eine staatliche Rettungsmission. Arendelle bedrohen Naturgeister der Vergangenheit, deren Auflösung sich irritierend simplifiziert, konsequenz- und makellos vollzieht.

Auf kulturelle Unterdrückung aufgebaute Vorherrschaft bleibt ungesühnt, mehr noch, wird mittels mustergültiger freundlicher Übernahme zementiert. Was als beispielhafte Konfliktauflösung gefeiert wird, evoziert unangenehm eine Politik hohler Gesten und Phrasen. Elsas Ungebundenheit und Schwesternliebe überschattet ein heteronormativer Overkill. Der wirkt wie eine verschreckte Negierung der angedeuteten Queerness des musikalisch und dramaturgisch überlegenen Vorgängers. Allein die mythisch inspirierte Szenerie voller buchstäblich sagenhafter Kreaturen erweckt in dem lediglich passablen Abenteuer die Originalität, die Die Eiskönigin 2 auf Eis legt.

Regie: Chris Buck, Jennifer Lee, Drehbuch: Jennifer Lee, Darsteller: Kristen Bell, Jason Ritter, Evan Rachel Wood, Jonathan Groff, Rachel Matthews, Alan Tudyk, Sterling K. Brown, Idina Menzel, Ciarán Hinds, Filmlänge: 102 Minuten, Kinostart: 21.11.2019


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