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Der Parteitag startete berührend mit einer Schweigeminute zum Gedenken der Opfer neofaschistischer Gewalt. Neben den unterschiedlichen Sichtweisen auf das Wahlergebnis zogen sich eindeutige Statements gegen die sich verschärfende rechte Gewalt wie ein roter Faden durch die ganze Debatte. Besonders gut brachte es Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau auf den Punkt: "Die Stadt gehört allen - nur nicht den Nazis!"
Die angemeldeten 45 Redebeiträge wurden durchweg mit viel Emotionen kraftvoll vorgetragen, verschiedene Aspekte des Wahlausgangs beleuchtet. Z.B. von Katrin Möller, neues Mitglied des Abgeordentenhauses: Sie sprach über die notwendige Verbesserung der innerparteilichen Umgangskultur und der damit im Zusammenhang stehenden Mitgliederentwicklung - zu wenige kommen, zu viele gehen wieder. Elke Breitenbachs (Mitglied des Abgeodnetenhauses) Ausführungen zum Öffentlich geförderten Beschäftigungssektor (ÖBS) ließen keine Frage offen. Udo Wolf, Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus, verwies u.a. auf die Extremismusklausel der CDU, die alle Initiativen von weiteren Förderungen ausschließt, die dieser nicht zustimmen.
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Zum Lächeln brachte Dietmar Bartsch, stellv. Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, die Delegierten, denn er hielt sich an Lenin: "Wir werden alle noch viele Fehler machen, aber nicht die vom letzten Mal. Das verspreche ich!" Die Notwendigkeit von Kleinstkinderbetreuung wurde lautstark, aber auf Dauer doch etwas ablenkend, deutlich durch die Beiträge der Gruppe zukünftiger LINKEN "U3" illustriert. Carsten Schatz, Landesgeschäftsführer der LINKEN, versprach dafür zu sorgen, dass beim nächsten Parteitag für die Betreuung solch kleiner roter Zwerge gesorgt sein wird.