Die Angst der Bourgeoisie

img_1049Obwohl jenseits und diesseits des Großen Teiches die Seher aus Funk, Politik und Wirtschaft verbreiten, dass Hillary Clinton die nächst Präsidentin der USA werden würde, hat Donald Trump die Wahlen haushoch gewonnen.

Nun ist die Zukunft schwer vorauszusehen ist. Doch warum haben die Meinungsforscher derart daneben gegriffen?

Dieser Artikel wird nicht das Orakel bemühen, um die Zukunft auszuspähen. Es geht um leicht nachprüfbare Geschehnisse aus der nahen Vergangenheit.

Zunächst: Nicht alle Demoskopen haben sich geirrt. Einige haben das Ergebnis richtig vorhergesehen, sind jedoch von den übrigen Massenmedien übergangen worden. Warum? Weil solche Ergebnisse nicht in das bürgerliche Konzept passen! Das bedeutet, dass selbst Ereignisse, die in der Zukunft liegen, von den Meinungsmachern, die sich verschämt Meinungsforscher nennen, nur dann zugelassen werden, wenn sie nützlich sind. Die Meinungsmacher fürchten also, dass Trump die Präsidentenwahlen in den USA gewinnt. Durch die Verbreitung falscher Prognosen wollen sie eine Änderung der Zukunft erzwingen.

Ob das funktioniert?

Beim Brexit hat es bereits nicht geklappt. Die staatstreuen und angesehenen Demoskopen sind sich vor der Abstimmung unisono einig, dass der Brexit scheitern wird. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse wird dann wenig glaubwürdig behauptet, dass die Prognose „kein Brexit“ dazu geführt hat, dass die Brexit-Gegner nicht zur Wahl gegangen sind, die Brexit-Befürworter umso mehr. Hätten die politischen Meinungsforscher stattdessen vorhergesagt, dass der Brexit eine Mehrheit erhält, wären dann mehr Brexit-Gegner zur Wahl gegangen und wäre der Brexit gescheitert? Dies bedeutet, dass alle Vorhersagen falsch und bedeutungslos sind, es sei denn, die Vorhersagen dienen allein der Manipulation. Letztendlich schafft so die Demoskopie die Demokratie ab.

Man darf das komplizierte Denken vereinfachen: Die Meinungsmacher haben die Aufgabe, durch ungenaue bis falsche Angaben der zu erwartenden Ergebnisse das Wahlvolk derart zu beeinflussen, damit das gewünschte Ergebnis eintritt.

Nächste Frage: Warum ist die Manipulation der amerikanischen Wähler misslungen? Wäre eine Manipulation in Deutschland gelungen?

Die Manipulation, die zum richtigen Wahlverhalten führen soll, geschieht durch die Medien, also Radio, Fernsehen, Zeitungen und Internet. Das Internet ist derart vielfältig und unabhängig, dass zumindest momentan keine Manipulation in eine bestimmte Richtung möglich ist. Radio muss gehört, Fernsehen muss gesehen und Zeitungen müssen gelesen werden, um die zu Manipulierenden zu manipulieren.

Wenn das zu manipulierende Wahlvolk kein Radio hört, keine politischen Sendungen im Fernsehen verfolgt und keine Zeitungen liest, dann versickert die Manipulation ins Leere. In Deutschland gibt es ein öffentlich-rechtliches Fernsehen, in den USA nicht. In Deutschland zahlt der gut verdienende Bildungsbürger die Rundfunkpflichtgebühren, um sich im Fernsehen zu bestätigen.

Der verarmte Nicht-Bourgeois muss Gebühren zahlen, um manipuliert zu werden. Die Ausgepowerten der USA und der EU lesen nur Zeitungen, die nichts kosten. Somit sind zu bezahlende Zeitungen wirkungslos. Der verarmte, nicht-bourgeoise Deutsche wird folglich vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen manipuliert. Zudem packt der durchschnittliche US-Amerikaner herzhafter zu als der durchschnittliche Deutsche, wenn es um seine Interessen geht. Der Deutsche wartet lieber auf die Segnungen des Vater Staates.

Fazit: Der Deutsche lässt sich leichter manipulieren als der Amerikaner.


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