Der „Was wäre wenn“ Effekt

Den "was wäre wenn" Effekt kennt wohl die meisten Menschen die an einer sozialen Phobie leiden. Aus diesem „was wäre wenn“ Gedankengängen, kristallisiert sich oftmals das Phänomen der "Angst vor der Angst"heraus, was einen erheblichen Anteil von Leid in das Leben eines Menschen bringen kann.Ich habe dieses Denkfalle einmal, zu Zeiten meiner Therapie, mit meiner Therapeutin beredet. Sie gab mir zu verstehen, dass ich ja wohl nie oder wenn überhaupt äußerst selten in so eine Situation geraten würde und mir darüber nicht den Kopf zerbrechen sollte. Diese von meiner Therapeutin aufgezeigte Problemlösung reicht mir aber bei weitem nicht aus, da ich doch gerne das eine oder andere Mal in solchen Situationen glänzen würde, natürlich unter der Voraussetzung das ich mich mehr oder weniger Angstfrei fühle. Ob dieses nun ein utopischer Gedankengang ist, soll mal dahingestellt bleiben. Mir geht es gar nicht darum ob ich nun jemals in so eine Situation komme oder nicht, sondern ich bemerke das ich damit ein Problem hätte und auch noch habe. Wo ein Problem ist, da sollte man eine Lösung finden und das möchte ich hier einmal probieren. Es passieren doch oftmals die merkwürdigsten Dinge im Leben, warum nicht auch so etwas?
Es geht mir um folgendes Szenario: Wir hatten vor kurzem eine Betriebsversammlung in dem Unternehmen wo ich tätig bin, mit einer großen Anzahl von sehr interessierten Zuhörern. Es kamen verschiedene Redner zu den verschiedensten Themen ans Rednerpult und ich beobachtete sie dabei sehr genau. Was für eine tolle Gabe diese Menschen doch haben, dass sie ihren Tätigkeitsbereich vor anderen Menschen so toll präsentieren können. Nun habe ich gedacht, „was wäre wenn“ du nun am Rednerpult stehen würdest? Natürlich sind das schon ein wenig utopische Gedanken, aber kennen wir das nicht alle, dass uns hier und da mal eine Situation begegnet, in der wir am liebsten im Boden versinken würden. Natürlich ist eine Rede oder eine Präsentation nicht das selber wie an der Kasse eines Supermarktes zu stehen, doch sind die Symptome der Angst doch sehr vergleichbar. Was würde nun eigentlich passieren und wie würde man eigentlich regieren?
Natürlich ist das eine Frage die man wohl nur sehr schwer beantworten kann, denn die Situation selber würde zeigen wie man reagiert. Meine Denkabläufe hier zu wären folgende:Ich sitze am Tisch mit den anderen Rednern vor allen den interessiert dreinblickenden Zuhörern und fühle mich sicherlich sehr beobachtet und sehr unwohl. Nun kommt der Zeitpunkt an dem ich an das Rednerpult muss und mit wird heiß, kalt und ich zittere am ganzen Körper. Ich werde wohl nur stottern, mich verhaspeln und wahrscheinlich werden meine Beine versagen und ich breche zusammen. Wohlgemerkt könnte das passieren, es muss aber nicht. Nun stelle ich mir die Frage, warum eigentlich solche Reaktionen zum Vorschein kommen könnten und ich mir das Leben damit so unendlich schwer machen würde. Aus meiner Erfahrung weiß ich ganz genau, dass ich das Potenzial in mir trage, von der dunklen Energie erfasst zu werden und ich somit unter einer enormen Anspannung,Angst und Nervosität leiden würde. Kann ich in so einer Situation, diese dunkle Energie in Mut und Kampfgeist umwandeln? So, nun stelle ich mir einfach vor, dass ich aufstehen muss und zum Rednerpult gehe und meine Tätigkeit vor 150-300 Menschen präsentiere soll. Was soll ich tun? Stellt sich die Frage überhaupt oder würde ich nicht sowieso das tun, was ich tun werde? Viele Fragen und nicht wirklich eine zufriedenstellende Antwort kann ich mir selber darauf geben.

Nun, ich habe ein Problem und dazu habe ich nicht mal eben eine Lösung parat, außer das ich dieses Problem einfach verdrängen könnte. Außerdem könnte ich den Rat meiner Therapeutin einfach befolgen und mir über so etwas keine Gedanken machen. Ich mache mir aber Gedanken, ob das nun richtig oder falsch ist!

Ich denke mal, dass es eigentlich nur eine wirkliche Antwort auf dieses mögliche Problem gibt! Ich sollte einfach versuchen mein bestes zu geben und dass tun, was mit eben in dieser Situation möglich erscheint, was immer das auch sein mag. Das was mir nicht möglich ist, dass schaffe ich eh nicht. Ich kann z.B. ehrlich sein, über mich hinauswachsen oder kläglich versagen. Alles was ich jedoch in solch einer Situation tun werde, ist kein Grund sich zu schämen und darum sollte es eigentlich gehen. Nicht jeder Mensch ist für jede Tätigkeit geschaffen und somit hat doch jeder Mensch seine Stärken und Schwächen. Nicht jeder ist ein begabter Redner, ein toller Handwerker oder einfach nur ein toller Zuhörer. Egal wie ich in diese Situation reagieren werde, ich bin ich und ich brauche mich dafür doch eigentlich nicht zu schämen. Ob ich mich nun total verweigere oder die Chance wahrnehme und damit zeige, was ich doch eigentlich auf dem Kasten habe, ich bin immer ich!
Alles kann man üben und vieles kann man meistern, ja das weiß ich. Doch ich möchte auch diese unerwarteten, schweren und unangenehmen Situationen meistern ohne mich dabei Hundsmiserabel zu fühlen.
Der Schlüssel liegt in mir selber, meinen Denkabläufen und dem Bild, dass ich selber von mir zeichne. Es ist manchmal schon erschreckend, wie schwer man sich die eine oder andere Situation machen kann, ohne das man dieses eigentlich zum Ziel hat. Manchmal muss man wohl einfach durch eine Situation gehen, denn es ist nicht alles planbar im Leben. So gibt es wohl nicht wirklich eine Lösung auf solche Probleme, denn es können immer unerwartete unangenehme Situationen auftreten.
Sich selber zu erlauben, nicht immer perfekt handeln zu können und nicht immer und überall Herr der Lage zu sein, ist wohl die beste Möglichkeit solchen Situationen zu begegnen.
Ein langer Text über eine Situation die mir vielleicht nie bevorstehen wird ! 

Der „Was wäre wenn“ Effekt

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