Der Vogelpark auf der Königsallee

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Es ist ein ziemlicher Lärm auf der Königsallee, seit ein ganzer Schwarm von Papageien die Bäume auf der berühmten Düsseldorfer Einkaufsstraße für sich entdeckt hat. Viele Bürger fühlen sich durch diese Vögel gestört, das weiß die Stadtregierung nicht, wie mit diesem Problem umgangen werden kann. Dies Problem findet sich mittlerweile auch in vielen anderen Städten in Deutschland.

Die Königsallee in Düsseldorf hat ein hohes Image, sie gilt als die Wohlfühl-Oase für Menschen mit dicker Brieftasche. Während die Düssel in der Mitte ruhig daher fließt, haben sich rechts und links davon die teuren Edelboutiquen angesiedelt. Nun macht seit Jahren ein Schwarm von Papageien die Einkaufsstraße unsicher. Deren Hinterlassenschaften finden sich täglich auf den Parkbänken unter den Bäumen wieder oder auf den parkenden Autos, das Geschrei übertüncht den laufenden Verkehr. Die Papageien sind Nachfahren von Haustieren, die anno dazumal von ihren Besitzern ausgesetzt worden sind. In der freien Natur sind sie nur in Indien oder Afrika zu bewundern.

Nun sind sie auch in Schwärmen auf der Düsseldorfer Königsallee und im Hofgarten zu finden. Mittlerweile soll die Pupulation 2000 Tiere überschritten haben. Diese Halsbandsittiche machen den Fledermäuse und Spechten das Leben schwer, denn sie konkurrieren um die Bruthöhlen. In Asien werden diese Sittiche bereits als Agrarschädling gejagt, auch in London sind sie zum Abschuss freigegeben. Doch das Bundesamt für Naturschutz teilte vor kurzem mit, dass die Halsbandsittiche keine invasive Art sind. Damit sind sie auch nicht zum Abschuss freigegeben und die Düsseldorfer müssen sich weiter mit den Hinterlassenschaften rumärgern.

Ich wüsste auch nicht, warum man diese Sittiche zum Abschuss freigegeben sollte! Sie gefährden lediglich die bürgerliche Ruhe auf der Königsallee und die Parkbänke werden im Winter ohnehin abmontiert. Damit kann mit Sicherheit auch das wohlbetuchte Volk leben und wenn sie Autofahrer zu viel Angst um den Lack haben …. es gibt genug Parkhäuser.

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Joern Petersen Joern Petersen

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