Der Tag danach

Editorelle Einleitung:

Ja, ich weiß, dass noch viele Berichte über die SWCEII fehlen, aber nachdem dies mein letzter Artikel für einige Zeit sein wird, dachte ich, dass es vermutlich besser wäre, mich mit meinem Resümee der Celebration in die Sommerpause zu verabschieden und den Rest dann später nachzuschießen.

Nun aber zum Thema:

Wieder sicher zu Hause angekommen, blicke ich mit einer (nicht unerwarteten) Mischung aus Euphorie und Enttäuschung auf die letzten vier Tage zurück.

Euphorisch weil die Zeit auf der Star Wars Celebration Europe II einfach fantastisch und unvergesslich war. So viele Stunden unter Menschen zu verbringen, die meine Leidenschaft für Star Wars nicht nur zur Kenntnis nehmen bzw. erdulden, sondern voll und ganz teilen und die alle das Ziel haben, die größte Filmsaga aller Zeiten zu feiern, zählt (so pathetisch dies jetzt auch klingen mag) sicher zu den emotionalen Höhepunkten meines Lebens.

Hat die Celebration also meinen Erwartungen entsprochen? Ja, voll und ganz!

Was meinen Medienpass betrifft, so lernte ich schon am Donnerstag, dass es solche gibt die gleich und solche die gleicher sind. Nur weil man als Vertreter der Medien für diese Veranstaltung zugelassen wurde, bedeutet dies nicht, dass man damit auch automatisch einen uneingeschränkten Zugang zu allem und jedem bekommt. Aber das hätte ich mir im Prinzip auch denken können, denn immerhin erhält wohl auch die New York Times eher ein Interview mit Barack Obama als die Gemeindezeitung von Maria Dreieichen. Und dennoch: auch wenn es vielleicht keine formalen Interviews waren, ich habe mit Randy Stradley gesprochen, mit Ashley Eckstein, mit Dave Filoni, mit Pablo Hidalgo, mit Leland Chee, Steve Sansweet, David Collins, Jonathan Wilkins, Paul Bateman, James Burns und etlichen der anwesenden Künstler. Ich habe ihnen Fragen gestellt und sie haben mir geantwortet. Viele von ihnen haben mich gefragt, woher ich komme und für welches Medium ich arbeite und keiner von ihnen, hat dies Nase gerümpft und ist einfach gegangen, als ich ihnen sagte, dass ich einen kleinen, deutschsprachigen Blog betreibe. Alle waren überaus freundlich, haben mein katastrophales Englisch erduldet, meine Fragen beantwortet und mir meist auch Autogramme gegeben.

D.h. für manche sind dann doch irgendwie wieder alle gleich.

Und ich habe mit vielen anderen Besuchern geredet, manchen aus Österreich, vielen aus Deutschland, einigen aus Belgien, aus England oder den USA – zuletzt auf dem Heimflug aus Düsseldorf mit einem Schweden, der in Wien arbeitet (und wir haben die ganzen 75 Minuten des Fluges nur über die CEII gesprochen – es war gefühlt der kürzeste Flug meines Lebens). Ich habe Visitkarten dieses Blogs verteilt und auch wenn ich nicht die Erwartung habe, dass sich die Leseranzahl hier gigantisch erhöhen wird, so war es doch ein gute Gefühl, in anderen Interesse für das zu spüren was man tut.

So viele Star Wars Fans

So viele Star Wars Fans

Und ich habe hunderte Fotos und viele Stunden Video- und Audioaufzeichnungen mitgebracht, deren Sichtung und Katalogisierung wohl noch viele Wochen dauern wird. Ganz abgesehen von Unmengen an Merchandise.

Ja, die Messe hatte natürlich auch Schwächen. Manche der Stände wirkten etwas hingerotzt und lieblos und die Tatsache, das es auch solche gab, die mit SW nur am Rande zu tun hatten, lässt die Vermutung aufkommen, dass das Marketing für die Veranstaltung vielleicht nicht ganz so gut funktioniert hat, wie man es sich vielleicht erwartet hätte (auch die Tatsache, dass die erwartete Besucheranzahl um ca. 10.000 verfehlt wurde passt ganz gut in dieses in dieses Bild. Die CEII war damit die nach der Celebration I und der Celebration Japan an schwächsten besuchte SW Convention, wobei 20.000 Personen natürlich auch nicht schlecht sind).

Und dennoch überwiegt letztlich das Positive ganz eindeutig über die “dunkle Seite” und ich bereue absolut nicht dabei gewesen zu sein!

Der Imperator inspiziert seine Truppen

Der Imperator inspiziert seine Truppen

Enttäuschung verspüre ich deshalb, weil die CEII, auf die ich mich im Prinzip seit letztem August gefreut habe nun zu Ende ist. Ich schätzte die Chance, dass ich 2015 in Annaheim dabei sein werde etwa bei 3720:1 liegt. Nach einer ersten vorsichtigen Kalkulation würden allein die Reisekosten mindestens $ 1.500 betragen (mit Betonung auf mindestens) und dazu kommen noch die Ausgaben auf der Celebration selbst und ich denke nicht, dass unser Familienbuget das hergibt (ganz abgesehen vom Wohlwollen meiner Frau!). Ich denke also, dass dies für längere Zeit meine letzte SW Celebration war und das ist sehr schade, denn von mir aus könnte die Party ewig weitergehen.

Bis bald!


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