Der Liter Super kostet heute 1,679 Euro

Deutschlandweit im Durchschnitt.

Weil – so hört man aus den Gazetten – der Iran an Frankreich und England kein Rohöl zu liefern bereit ist. So müssen natürlich auch in Berlin bei Potsdam die Benzinpreise steigen. Präventiv. Es könnte schließlich sein, dass das Öl weltweit so knapp werden könnte, dass die Preise dann ohnehin steigen müssen. Gut ist also, dass sich jeder KFZ-User bereits vorher an die neue Preise gewöhnt, die ohnehin kommen müssen. Wenn also – salopp formuliert – alle potenziellen Tankstellennutzer bereits abgehärtet sind.

Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb jeder Benzinpreis steigen muss – jeder kann sich was aussuchen:

Die Leute sparen – der Benzinpreis steigt.

Der Minderverbrauch sorgt nämlich dafür, dass die Raffinerien weit unterhalb ihrer Kapazität produzieren müssen. Dies erhöht den Einheitspreis (Kosten pro Liter), den in einer Marktwirtschaft die Konsumenten zu tragen haben.

Die Leute sparen nicht - der Benzinpreis steigt.

Die Ölgesellschaften erfüllen eine lebenswichtige Funktion in der Sozialen Martkwirtschaft. Durch zukunftsorientierte Preiserhöhungen wirken sie einer noch größeren Abhängigkeit vom Erdöl entgegen.

Dollarkurs steigt – der Benzinpreis steigt.

Alle Erdöl-Kontakte werden in Dollar abgerechnet. Die Konsequenzen für den Preis in Euro liegen also auf der Hand. In einer freien Marktwirtschaft wirken sich alle Änderungen sehr schnell aus.

Dollarkurs sinkt - der Benzinpreis steigt.

Längst nicht alle Abschlüsse weden auf dem Rotterdamer Spotmarkt in Dollar abgewickelt. Und im Übrigen dauert es natürlich immer eine gewisse Zeit, bis Änderungen beim Verbraucher ankommen.

Die Lager sind voll oder leer, OPEC-Länder drosseln oder steigern die Produktion, Krieg oder Frieden im Nahen Osten, Konzerne fusionieren oder fusionieren nicht, ein Ölfeld ist leergepumpt oder muss erschlossen werden, Konzerngewinne sind gestiegen oder nicht … – “Jede Menge Programme und jeder kann sich eins aussuchen.” (Tucholski)

Bei aller “Information” wird oft die kleine unbedeutende Ökosteuer gern vergessen. Denn – wir Alten erinnern uns noch – mit dem “Gesetz zum Einstieg in die ökologische Steuerreform” vom 24. März 1999 (BGBl. I S. 378) wurde als neue Verbrauchssteuer eine Stromsteuer eingeführt, derweil die Mineralölsteuer nach ökologischen Kriterien gestaffelt ward. Dem folgte wenig später das “Gesetz zur Fortführung der ökologischen Steuerreform” vom 16. Dezember 1999 (BGBl. I S. 2432).

Nun werden von Amts wegen manche Zwecke begünstigt, andere (wie etwa Kraftstoffe) verteuert. Und nahezu geräuschlos – der Wutbürger hat oft andere Sorgen – wurde von 1999 bis 2003 diese Steuer mehrmals erhöht.

Inzwischen gilt das “Gesetz zur Fortentwicklung der ökologischen Steuerreform” vom 23. Dezember 2002 (BGBl. I S. 4602), das eine weitere Erhöhung der Mineralölsteuer enthält und es steht – hierauf dürfen wir uns besonders freuen! – eine Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes zur Debatte.

An der Tanke hängt ein Schild:

“Früher haben wir Benzin verkauft – heute sind wir Steuereintreiber.”

Und göttlich isses auch noch: Im Anfang schuf Rot-Grün die Ökosteuer. Frau Merkel sah, dass sie gut war. Sie schied Licht von Finsternis und nun nennt man das Licht “reich” und die Finsternis “arm”.



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