Der Idiot von nebenan als Integrationsproblem

Der Idiot von nebenan als IntegrationsproblemWIEN. (hpd) Ich bin ganz aufgeregt. Seit zehn Jahren wohne ich in Wien Ottakring. Vor wenigen Tagen hatte ich meine erste heftigere Auseinandersetzung mit einem Menschen mit Migrationshintergrund aus der Gegend. Wild West in einer ‚No-Go-Area’, sozusagen. Wenn man den Blauen der FPÖ glaubt. Eine Analyse.

von Christoph Baumgarten

Ein Spaziergang mit meinem Hund über den Brunnenmarkt. Schön und anstrengend. Für Dingo sind die vielen Gerüche und Geräusche aufregend. Er wird bald acht Monate alt und muss erst die Welt entdecken. Bei diesen Spaziergängen halte ich ihn an der kurzen Leine. Zumal es ganz schön wurlen kann am Brunnenmarkt. Unnötig, dass sich Leute fürchten, wenn ihnen der Hund zu nahe kommt und sie beschnuppern oder per Schlecken begrüßen will. Zugegeben, ein etwas langsames Gehtempo. Nur, wenn nicht gerade Stau ist in der Menschenmenge, kann man problemlos vorbei. Auch an engen Stellen wie vor dem Friseur an der Ecke zur Grundsteingasse.

Das konnte auch ein eher ärmlich gekleideter junger Mann. Was ihm nicht reichte. „Geh gefälligst schneller mit deinem Hund“, hat er mich im Vorbeigehen angefahren. Ich bin an sich ein friedliebender Mensch und habe als jemand, der selbst lange Angst vor Hunden hatte, Verständnis für Menschen, die keine Hunde mögen. Nur, anfahren lass ich mich nicht. „Das kannst du auch normal sagen“, hab ich dem 20- bis 25-Jährigen nachgerufen.

Der offenbar türkischstämmige Mann pflanzte sich vor mir auf: „Was willst du?“ usw. usf. Ich versuchte ihm nochmals klarzumachen, dass ich einfach nur einigermaßen höfliche Umgangsformen erwartete, was mir die Bezeichnung Idiot eintrug. Er habe es eilig.

Danach war ich auch nicht mehr ganz so höflich. Der verbale Austausch war von meiner Seite her nicht nett, er war wesentlich aggressiver drauf und wollte es sich mit mir in der Grundsteingasse hinter einem Baugerüst „ausmachen“. Woraufhin ich ihm anbot, das doch bei der Polizei zu klären, die keine zwanzig Meter entfernt ist. Eine Frau schaltete sich ein und bot an, mir zu helfen – was ich dankend ablehnte. Der unangenehme Zeitgenosse war ohnehin dabei, fluchend zu verschwinden. Sein Plan, eine Schlägerei anzuzetteln, war nicht aufgegangen.

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