Der Grundgedanke des Herz-Sutra

Dazu zwei Erläuterungen

Beim Herz im Herz-Sutra ist nicht die Pumpe angesprochen die in der Brust ihre Arbeit verrichtet, nicht physische Herz, sondern das in Menschen, was wahrnimmt.

Sutra – übersetzt auch Faden oder Kette, bezeichnet einen kurzen, durch seine Versform einprägsamen Lehrtext.

Übertragen bedeute dies, durch eine Verform seine Wahrnehmungen zu sensibilisieren.

Es ist die direkteste und unmittelbare Wahrnehmung. Das bedeutet, dass sich dabei noch keine Interpretation von Seiten des sechsten oder siebten Sinnes eingeschaltet hat.

Beim sechsten Sinn handelt es sich um den, der die anderen fünf Sinne koordiniert.

Mit dem siebten Sinn wird das intellektuelle Bewusstsein beschrieben.

Da diese Bewusstsein-Arten Unterscheidungen sind, sollten wir sie als ausschließlich als solche behandeln und benutzen und nicht als etwas objektiv Existierendes.

 

Wahrnehmung verbessern

Die momentane Achtsamkeit verbessert die Wahrnehmung, und geht der Interpretationen irgendwelcher Fähigkeiten voraus.

Es ist wie die Aufspaltung des Bewusstseins in Wahrgenommes und Wahrnehmenden. Eine neue Erfahrung etabliert sich im Menschen und lässt ihn mit aller Klarheit den Ursprung jeglicher Bewegung erkennen.

Dazu sei erklärt: Wahrgenommen Objekte sind eine äußere Manifestation des wahrnehmenden Subjektes, also das Subjekt selbst in objektiver Gestalt, oder der objektive Aspekt des Subjektes – da Subjekt der subjektive Aspekt des >Objektes ist.

Verwirrend? Ja, mit Hilfe von Worten ist dem nicht beizukommen. Es ist ein Geschehen, wenn die Fähigkeit, der momentanen Achtsamkeit, aktiviert wird.

Es ist das Schauen nach innen, des reinen „ICH-SCHAUEN“ – sie ist ganz und hat keinerlei objektive Eigenschaften.

Es ist die Sicht des Herzens, des Ganzen, oder wie es schon Antoine de Saint-Exupéry sagte:

Man sieht nur mit dem Herzen gut,
das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.”

 

Der Grundgedanke, der sich im Herz-Sutra versteckt und nur von dem weitergegeben werden kann, der es bei sich etabliert hat.

 

Denn: „Man nur DAS geben, was man selber  hat“!