"Der große Crash - Margin Call" [USA 2011]


Derivate, Kredite, Verkauf – in der Hauptstadt digital verwässerter Macht, in gläsernen, unangreifbaren Türmen, Keimfreiheit, Spülmittel und karge Fassaden, wird ein Wirtschaftssystem gelenkt, aber nichts davon ist verständlich, nicht die Beträge, ihre Grenzen, nicht der Klick auf den blinkenden, übersättigten Bildschirm, nicht die unheimlichen Fremdwörter, Abrissbirnenworte, die gegen Minderwertigkeit helfen. Nicht ihre gierigen Vollstrecker, Bürohengste, Sklaven, Vieheintreiber und Henker. Kraftlose Künstler. Hedonistische Alltagssnobs, die auch bloß um ihre Existenz, Loyalität und ein Gewissen bangen. Ein Blick über die Skyline, aber da ist nichts, was nicht bekannt wäre: Eine trotz Zahlenüberschuss konstant entschleunigte, erschöpfend entmenschlichte Lebenschoreografie, die von höherer Mathematik abhängt. Wenn der Boss (Jeremys Irons überstrahlt seine Gefolgschaft, greift sich jedoch etwas Unheimliches, Endgültiges) zum Referat über die globalen Zusammenhänge ansetzt, die J. C. Chandor – wie im später entstandenen "All is Lost" – auf der Stauung der Bewegung zur höchstmöglich inneren (An-)Spannung erweitert, heute, wo alles nach vorn gepeitscht wird, der chaotische Daten- und Informationsstrom wuchert, dann spricht er von banalen Erkenntnissen. Auch für ihn ist die Maschinerie zu komplex, zu schlau und folgt einer zu brutalen, nackten Logik. Für das Leiden anderer geben die Zahlen keine Auskunft. Sam Rogers (Kevin Spacey) klebt an ihnen nicht fest genug, er wird klickend abgestoßen.
7 | 10

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