Der etwas verwirrte Wochenrückblick.


Nachdem mich die letzten Wochen echt verwirrt haben, verzichtete ich weitgehend auf die Zeitungslektüre. Irgendwie bekommt man ja aber doch etwas von der Welt mit oder von Deutschland. Man muß ja nur in die Gesichter der Menschen schauen.

Naja, zur Zeit sehen die meisten aufgrund des Wetters so verhärmt aus. Der Winter hat uns halt im Griff. Das ist der Unterschied zu wärmeren Regionen wie Zypern zum Beispiel… bei uns wird einfach alles eingefroren.

TV und Toiletten.

Apropos Banken – ein Bankangestellter quält sich ja gerade schmerzlich durch das deutsche Samstagabendprogramm. Da hab ich ja nichts dagegen – aber seine Sparkassenuniform hätte er da vorher gegen was schickeres eintauschen können. Oder?

Er muss ja nicht so schrill wie sein Vorgänger das Publikum quälen müssen… ein schöner Abendanzug tut es ja auch. Ich meine, der Rosenthal hatte damals bei DalliDalli ähnliche Garderobe zur Verfügung. Aber der Mann war wenigstens noch witzig und hatte Ausstrahlung. Das alles fehlt Herrn Lanz irgendwie und deshalb versucht man das jetzt bei WETTEN DASS durch diese rosafarbene Pointengeberin, dieses aufgeblasene Plüschbonbon, zu kompensieren. Wobei ich finde, dass auch deren Halbwertszeit längst abgelaufen ist. Am nächsten Tag dann läuft auf einem Privatsender ein Format, welches stark übergewichtige Menschen beim Abnehmen quält. Man fragt sich wieso, die nicht einfach zu ARD und ZDF wechseln… da können sie ihr Gewicht behalten und bekommen noch Geld dafür.

Rennen auf Toilettenschüsseln.

Höhepunkt der Samstagshow war zugleich der Tiefpunkt der Fernsehunterhaltung – ein Wettrennen auf fahrbaren Toilettenschüsseln. damit wollten die Fernsehmacher der vorangegangenen Wette noch eins drauf setzen. Da hat sich nämlich Vater und Sohn damit beschäftigt, verschiedene Toilettendeckel am Zuklappgeräusch zu erkennen. Wow. Trotzdem verloren. Vielleicht hätten sie lieber versuchen sollen, verschiedene Urinsteine am Geschmack auf der Zunge zu erkennen.
Mich wundert, dass das sinkende Niveau eine sinkende Quote nach sich zieht. Hätt ich dem deutschen Fernsehpublikum gar nicht zugetraut.

Aber Toiletten und Deutschland – das passt halt irgendwie. Fiel mir diese Woche auf, als ich viel unterwegs war. Unglaublich wie die Autobahnen links und rechts alle paar Kilometer mit diesen Pinkelpalastanlagen gesäumt sind. Es gibt so viele Autobahntoiletten… man könnte meinen, Deutschland wäre ein debiles und inkontinentes Autofahrervolk. Debil deshalb, weil zu jeder Sanitäranlage noch unzählige Schilder dazugehören, die einen noch einmal darauf hinweisen, dass wir meistens zwar nur zwei Autobahnspuren haben, dafür aber Tausende von Bedürfnisanstalten, die sich nach Einbruch der Dunkelheit in gruselige Betonklötze verwandeln wo sich noch gruseligere Gestalten treffen um dort irgendwelche Dinge auszutauschen – von Drogen bis zu Körperflüssigkeiten. Gibt es in Beflin eigentlich ne Lobby von Pinkelanlagenbaufirmen?

In meinem letzten Wochenrückblick, machte ich auf die Zustände bei der Deutschen Bahn aufmerksam. Da ich auch in der Schweiz unterwegs war, hörte ich den Schweizer Rundfunk und deren News. Was soll ich Euch sagen… bei den Eidgenossen ist es noch schlimmer. In den Nachrichten kam die Meldung dass der Schweizer Öffentliche Verkehr im vergangenen Jahr Passagiere verloren hat. Meine Güte… das muss man sich mal vorstellen… wahrscheinlich wegen defekten Türen. Ich möchte nicht aus einem schnell fahrenden Zug fallen.

Ich habe dann in Zürich gleich Geld gespendet. Ich habe nämlich mein Parkticket um 8 Minuten überzogen. 40.- Euro. Obwohl die Schweizer Polizei erst keine Euro nehmen wollte. Ich meinte dann, dass doch viele Deutsche ihr Geld sogar kofferweise in die Schweiz bringen und sich da doch auch keiner beschwert. Das fanden die Beamten nicht lustig, akzeptierten dann aber doch meine Euronen.

Naja, jetzt ist dann aber Ostern. Der neue Papst nutzt dies erstmal, um Dinge anders zu machen. Wäscht straffälligen Jugendlichen die Füße, statt wie gewohnt Priestern. Und die eigenen Kollegen mahnt er, sich nicht wie Funktionäre zu verhalten. Respekt sage ich da nur. Vielleicht ändert er ja doch etwas in seiner Kirche und wird so Vorbild für die Politiker. Die führen sich schon lange auf wie

Jack, Rose und Angela.

Dass Ostern ist, merkt man übrigens auch immer am TV-Programm. Ben Hur jagt wieder seinen römischen Streitwagen um die Kurven (kein weißes Porzellan), und die Titanic sinkt wieder ein paar mal. Damals übrigens das angeblich sicherste Schiff der Welt. Wäre unsere Bundeskanzlerin gemeinsam mit Jack Dawson und Rose beim Dinner am Tisch gesessen, hätte sie dem Schiffskonstrukteur zugestimmt: “So sicher, wie unsere deutschen Sparkonten!” In der heutigen Zeit bedeutet dies in der Übersetzung für den Bürger: “Ihr seid auch irgendwann dran!” Naja, ich habe sofort die Hälfte meiner Ersparnisse abgehoben. Die anderen 200.- Euro lass ich als Notgroschen für unsere Banken auf dem Konto. Aber mal ehrlich – ein Sparbuch ist doch eh ein Relikt aus der Vergangenheit. Eben wie die Sicherheit des selbigen.

Wirklich erquickend empfand ich dann aber die Nachrichten in den verschiedenen Medien, welche beharrlich darauf hinwiesen, dass nach der Öffnung der Banken jegliches Chaos ausblieb. Ob sich die Zyprioten vielleicht von dem Polizeiaufgebot einschüchtern liessen?

Wie auch immer… ich bin verwirrt. Morgen ist Ostern und ich habe noch nicht mal einen Christbaum gekauft. “Oh stille mich Du Fröhliche!”

Ein schönes Fest,

Oliver 2.0


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