Denkt ein Denkmal auch mal?

Denkt ein Denkmal auch mal?
Denkt ein Denkmal auch mal?

Vor ein bis zwei Jahrzehnten (zumindest mir) unbekannt, stehen nun an allen großen Plätzen einer Stadt, auf offenbar allen Kontinenten, angemalte Personen und mimen starr ein Denkmal. 
Irgendwie scheint das nun die ubiquitär auftretenden Indio-Musiker-Bands abgelöst zu haben. 
Starr blicken die "Denkmäler" und man ertappt sich mitunter bei der Frage, ob sie uns eigentlich bemerken oder was sie während eines langen Tages selbst so denken ... 

Sinn des Treibens ist natürlich das Sammeln von finanziellen Zuwendungen und nicht, wie bei richtigen Denkmälern, das Erinnern an mehr oder weniger Erinnerungswürdiges. Fällig werden die Zuwendungen spätestens dann, wenn Frau/Herr Tourist die Kamera zückt und abdrückt. 
"Schau, der Tut-ench vor’m Steffl!" 
"Aber geh’, ich hab’ einen vor’m Petersdom!" 

Ich war entzückt und zückte meine Kamera, als ich folgende Szene bemerkte: 
Ein Denkmal handy-fotografierte das andere. 

Ob Geld zwischen beiden floss (Achtung Korruption!) kann ich nicht sagen. Mich haben die beiden Kumpel (offenbar aus einer Kohlen- und einer Goldmine entfleucht) nicht bemerkt, so dass ich nix löhnen musste. 
Auf unsere Eingangsfrage kann somit geantwortet werden: Ob ein Denkmal auch mal denkt, wissen wir nicht, fokusieren tut es mitunter.


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