Dead Space 3 im Test - Das Grauen aus dem Eis

Dead Space 3 im Test - Das Grauen aus dem Eis

Schnee, Eis, Horror? Dead Space 3 wirft einige Fragen auf, welche wir versuchen werden im folgenden Review zu klären. Doch eines ist schon im Voraus klar: Der Hauptaspekt im neuen Dead Space ist Action, kein Horror!

Das hat uns gefallen:

Astronaut - ein Traumjob

In der ersten Hälfte von Dead Space 3 kämpft sich Ingenieur Isaac Clark, wie gewohnt, durch die dunklen Gänge von Raumschiffen. Hin und wieder gibt es jedoch "Lichtblicke" bzw. Passagen, die uns außerhalb der Schiffe ins freie Weltall führen. Dort müssen wir entweder verschiedene Reperaturen vornehmen oder Ressourcen sammeln. Dabei muss gelegentlich die Atemluft via tümpelnder Sauerstoffflaschen aufgefrischt werden. Insgesamt sind die kleinen Touren ins All sehr atmosphärisch und es macht einen Menge Spaß Astronaut zu spielen.

Atmosphäre gut - alles gut?

Auch im neuesten Teil der Dead Space Reihe haben Visceral Games mal wieder gezeigt, dass sie die Herren von Licht und Schatten sind. Durch die Lichteffekte und den, wieder einmal, überragenden Sound kann sich Dead Space, zumindest in der ersten Hälfte, einen Atmosphären-Bonus verschaffen. Die Grafik ist zeitgemäß und beschert dem Spiel einige schöne Momente. Jedoch müssen sich die PC-Spieler mit einer reinen Konsolenportierung abfinden und können lediglich die Auflösung ändern.

Zu zweit ist es geteiltes Leid

Anstatt eines Multiplayers besitzt Dead Space 3 einen Coop-Modus, welcher aber nur über Internet funktioniert. In diesem wird Isaac Clarks-Seite von Sergeant John Carver geschützt, welcher jedoch, das ist das Besondere daran, unter starken Halluzinationen leidet. So erlebt man einen zweigeteilten Horror, während ein Freund also Schockmomente erlebt seht ihr überhaupt nichts. Das ist Visceral Games wirklich sehr gut gelungen und regt auch zum erneuten Spiel an.


Das hat uns nicht gefallen:

Schnee ist nicht immer mit Spaß verbunden

Wo wir in der ersten Hälfte uns noch in einem bekannten Szenario befanden, wirft die zweite Hälfte uns auf den Eisplaneten Tau Volantis. Dort erwartet uns das Grauen - Wort wörtlich. Anstatt gegen die gewohnten Necromorph zu kämpfen, erwarten uns dort menschliche Gegner, welche überhaupt keine Reize haben. Sie sind weder intelligent, noch muss man sie chirurgisch zerlegen wie ihre Mutanten-Kollegen. 
Auf Tau Volantis wurde der Hauptaspekt ganz klar auf Terror anstatt Angst gesetzt, so werden wir förmlich von den bescheuerten KIs überrannt, welches den Aufbau von Spannung unmöglich macht. Die Denkungsmechanik ist auch nicht das Gelbe vom Ei und wird durch die heranstürmende KI völlig überflüssig. Zudem bewegt sich Isaac immer noch wie ein Panzer, was flinkes agieren unmöglich macht.

Fast wie eine Kissenschlacht

Wer sich jetzt auf ein Baller-Fest freut, der wird direkt enttäuscht, denn schnell merkt man, dass die zu Verfügung stehenden Waffen nicht den nötigen "Wums" vorweisen können. Um das zu behebenm, macht man sich also auf den Weg zu einer, der zahlreichen im Spiel verstreuten, Werkbänke an denen man Waffen mithilfe gefundener Ressourcen verbessern bzw. komplett neue Waffen bauen kann. Diese kosten allerdings so viele Ressourcen, dass es nahezu unmöglich ist auf normalem Wege an sie zu gelangen. Dort schaltet sich nun die Geldgier von EA und Visceral Games ein, wodurch Spieler sich nötige Ressourcen erkaufen müssen. Man denke daran, dass Dead Space 3 ein Vollpreis-Titel ist!

Story? Noch weniger als bisher!

Dead Space war noch nie für seine fesselnde Story bekannt, jedoch scheint diese im neusten Teil gänzlich zu fehlen. Wir werden lediglich angewiesen ein paar Gegner ihrer Gliedmaßen zu entledigen und irgendein Artefakt zu suchen, welches die Necromorph ein für alle Mal vernichten soll. Es gibt kaum Zwischensequenzen und wir werden hauptsächlich durch das Funkgerät auf dem Laufenden gehalten. Auch werden wir andauernd zum Backtracking geschickt, das heißt wir kehren ständig an bereits besuchte Orte zurück um unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Aufgabe bereits erlebtes wieder zu erleben.

Die Ladezeiten wurden in den Türen versteckt, so dauert es schon einmal 10 Sekunden nach Aktivierung einer Tür, bis diese sich tatsächlich öffnet. Da in jedem Level gefühlte 100 Türen verankert sind, verbringt man einige Zeit mit dem Warten vor verschlossenen Pforten.

 

Fazit

Visceral Games hat mit Dead Space 3 die Reihe "in den Graben" gefahren. Eingefleischte Dead Space Fans sollten ihre Erinnerung nicht mit dem neuesten Teil der Serie trüben. Das Resident Evil-(die neuen Teile) Spielprinzip und das Lost Planet-Setting haben dem Spiel keineswegs gut getan. Das Spiel hätte lieber auf alte Prinzipien setzen sollen, anstatt sie "über Bord zu werfen". Dead Space 3 hat mich auf ganzer Linie enttäuscht und meiner Meinung nach sollte EA keine Zeit mit einem vierten Teil verschwenden. Der Todesstoß ging jedoch von dem Mikrotransaktions-System aus, welches Spieler, die bereits ca. 50€ (zu Release) ausgegeben haben, dazu motiviert, noch einmal ihr Geld in die Hand zu nehmen.

Bewertung

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