Das Zuhause des Belle Vie(nna): Die Bastei 10.

Wien (Culinarius) – Marco Simonis Idee ist mehr als ein Delikatessengeschäft, mehr als eine Galerie und mehr als ein Restaurant – oder besser gesagt: Alles auf einmal. Diese durch und durch gelungene Melange aus unterschiedlichsten Konzepten gleicht einem Balanceakt, welcher dem Lokal in der Dominikanerbastei 10 ihre Einzigartigkeit verleiht, wie es sie in Wien sonst kein zweites Mal gibt.

Philosophie: Wohnzimmeratmosphäre trifft auf Marktplatz

Bereits beim Betreten des Lokals wird klar: Man ist hier in einer eigenen kleinen Welt, wie man sie in Wien sonst nirgendwo antreffen kann. Zeit zum Verschnaufen, sich zurückzulehnen und einfach seinen Café zu genießen während man seinen Blick durch das Wein- und Spezialitätensortiment  schweifen lässt, um diesen schließlich auf den ausgestellten Bildern bekannter wiener Künstler kurz ruhen zu lassen. Die Wohnzimmeratmosphäre fördert das ruhige und wohlige Gefühl, vielleicht noch auf einen zweiten Café – oder gleich auf einen Snack oder Mittagessen – zu bleiben.

Auch in der Philosophie spiegelt sich das wieder: „Wir haben hier eine Art modernen Marktplatz geschaffen, wo es einfach um das gute schöne Leben geht. Man soll und kann sich ein Timeout von der Welt da draußen nehmen. Man kommt rein und begibt sich in ein Umfeld, welches geprägt ist von Offenheit, Freundlichkeit und hoher Qualität in allen Bereichen. Man kann hier genießen, abschalten und sich inspirieren lassen.“ Auch das Konzept des Urban Appetite ist ein wesentliches Element in der Philosophie: „Wir verstehen darunter die Möglichkeit die besten Produkte aus der ganzen Welt zu konsumieren, zu präsentieren, zu verkaufen und zu verkosten. Besonders die ungezwungene Atmosphäre ohne Eintrittsbarrieren bei einer gleichzeitigen Umgebung welche eine gewisse Belle-Vie-Atmosphäre erzeugen.“

Einzigartigkeit als Konzept und Erfolgsgeheimnis

Die Grundidee des Bastei10 entstand daraus, dass meine Frau und ich sehr gerne reisen. Wir fanden in vielen  Großstädten Lokale wie diese – mit dieser gewissen „easygoing“-Ausstrahlung bei gleichzeitig gebotener Topqualität. Daraufhin haben wir gesagt, dass wir so etwas auch gerne in Wien haben wollen würden. Nachdem es für unsere Begriffe in Wien nichts Derartiges gab, haben wir gesagt wir versuchen es einfach!“
Diese aus weltweiten Großstädten zusammengetragenen Ideen und Konzepte tragen Früchte: „Wir haben einen sehr hohen Stammkundenanteil von 80-90%. Dies rührt daher, dass wir bemüht sind, eine persönliche Beziehung zu unseren Gästen aufzubauen und wir andererseits aber wissen, dass auch die von uns gebotene Qualität ein wesentliches Element der Kundenbindung ist. Sie wissen, das was sie bei uns bekommen mit Liebe, Herz und Qualitätsbewusstsein gemacht wird. Sie kommen zu uns einkaufen, weil sie hier eine Vorauswahl an Produkten vorfinden, welche einzigartig ist. Wie Simonis seine Ideen und Inspirationen für seine Produkte sammelt schildert er so: „Einfach mit offenen Augen durch die Welt gehen!  Wir nehmen uns auch die Zeit, jedem Kunden jedes Produkt zu erklären und die Hintergrundgeschichte eines jeden zu erläutern. Aber natürlich bildet auch das Reisen einen wesentlichen Faktor – aber unterm Strich macht es diese Mixtur aus all den Elementen aus. Ich glaube gerade durch den speziellen beziehungsweise besonderen Charakter unserer Produkte ist es einfacher diese zu kombinieren. Ich denke hochwertige Produkte schließen einander nicht aus, jedoch kommt es natürlich auf darauf an, diese gekonnt zu kombinieren. Hierfür braucht man natürlich auch einen gewissen Sinn für Ästhetik. Wir sind überzeugt, wenn man auf Qualität setzt, dann funktioniert es auch – aber wir hatten auch das Glück zur richtigen Zeit am Richtigen Platz gewesen zu sein.  Ausschlaggebend ist natürlich auch an der Bewegung, die hier herrscht zusammen.
Mit Bewegung meine ich, dass wir unsere Produkte sehr schnell wechseln – für uns sind Produkte nur solange interessant, solange wir die einzigen sind, die sie anbieten.  Unsere Kunden und Gäste haben dieses Konzept sehr gut aufgenommen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass wir ein neues und besseres Ersatzprodukt liefern. Der andere ausschlaggebende Faktor ist unser Wille. Unser Wille die Qualität zu halten und zu verbessern – und das ohne jegliche Kompromisse.  Natürlich ist auch der Melange an Besuchern sicherlich einen Teil unseres Erfolges geschuldet – es kommen beispielsweise 48er und trinken ihren Café neben Politikern und Schauspielern.“

Ein Blick in die Zukunft

Wir sind offen für neue Sachen – wir bekommen regelmäßig Anfragen unterschiedlichster Natur – sogar aus den Bundesländern. Ich versuche uns so aufzustellen, dass wir keinen Trends ausgeliefert sind – das war von Beginn an Teil unseres Konzepts.  Wir sind nicht ausschließlich Regional, International und wir sind nicht ausschließlich Bio. Wir versuchen die besten Dinge mit der besten Produzenten hier zusammenzuführen – Ich bin kein Freund starrer Konzepte sondern achte immer auf das große Ganze, welches sich aus Teilkonzepten zusammensetzt.
Natürlich stellt sich durch den Erfolg auch die Frage einer Expansion – wir sind immer wieder in Verhandlungen und sobald Zeit, Location und Umgebung passen, wer weiß…“
Fotocredit: Marco Simonis