Das Zauberwort Bioverfügbarkeit

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Du bist was du isst

Diesen Satz kennt fast jeder von uns. Dennoch gibt uns diese Aussage nicht das ganze Bild. Um wirklich effektiv zu sein, müssen wir den Satz ergänzen.

Du bist, was du isst und was dein Körper aufnimmt.

Es mag sein, dass du viel Gemüse und Obst isst und auch Nahrungsergänzungen nimmst. Aber es ist gut möglich, das das nicht ausreicht, um dich gesund zu halten, wenn nämlich die essentiellen Nährstoffe gar nicht richtig in deinen Blutkreislauf und die Zellen gelangen.

Hier kommt die Bioverfügbarkeit ins Spiel.

Was bedeutet Bioverfügbarkeit?

Bioverfügbarkeit ist die Leichtigkeit, mit der ein Nährstoff aus dem Nahrungsmittel, dass wir essen, in den Körper gelangt.

Die Bioverfügbarkeits-Reise, die jeder Nährstoff macht ist immer die Gleiche. Im ersten Teil der Reise muss das Nahrungsmittel verdaut (in seine Bestandteile zerlegt) werden. Dadurch werden die Nährstoffe frei und im zweiten Teil der Reise werden die Nährstoffe durch den Verdauungstrakt in den Rest des Körpers geschickt.

Warum ist die Bioverfügbarkeit so wichtig?

Sie ist sehr wichtig.

Vitamine, Mineralien und Enzyme müssen den richtigen Bereich im Körper finden. Und das so schnell und effizient, wie möglich, damit sie ihre Arbeit tun können.

Unsere Nahrung gelangt in den Verdauungstrakt und die Mikronährstoffe werden durch die Darmwand im Dünndarm in den Blutkreislauf absorbiert. Weil unser Körper ein ausgeklügeltes Navigationssystem hat, finden die Mikronährstoffe ihren richtigen Weg.

Bestimmte Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel sind für unseren Körper wirkungslos, weil sie nicht vollständig vom Körper absorbiert werden können.

Kurz gesagt: Um gesund zu bleiben, benötigst du nährstoffreiche Nahrung in der richtigen Zusammensetzung.

Verschiedene Mikronährstoffe, wie Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiße benötigen bestimmte Voraussetzungen um richtig aufgenommen zu werden.

Ein paar Beispiele

  • Kaffee behindert die Aufnahme von Eisen. Wenn du also deinem Körper mehr Eisen zuführen willst, vermeide Kaffee.
  • Vitamin A, E und K – Fett hilft bei der Aufnahme dieser fettlöslichen essentiellen Vitamine. Allerdings reicht oft schon das Fett aus, das sich bereits im Verdauungstrakt befindet.
  • Nimm kein Kalzium gemeinsam mit Eisen-Präparaten zu dir
  • Chrom sollte nicht gemeinsam mit Säurehemmern genommen werden
  • B Vitamine vertragen sich nicht mit Alkohol.

Vitamine und Mineralien sind voneinander abhängig – und zwar in ganz bestimmten Verhältnissen, damit der Körper sie richtig absorbieren kann.

  • Zink unterstützt die Aufnahme von Magnesium
  • Kalzium wird am besten vom Körper aufgenommen, wenn Vitamin D vorhanden ist

Dies nennt man biochemische Synergie.

Von 34 essentiellen Mikronährstoffen haben 90 % wenigstens eine Synergie und 50 % mindestens fünf Synergien.
Lebensmittel und Nahrungsergänzungen sind nur dann effektiv, wenn die Mikronährstoffe in perfekter Balance vorhanden sind. Dies ist bei vielen nicht der Fall.

Nahrungsergänzungen, die nur einen isoliertes Vitamin oder Mineral enthalten, sind überhaupt nicht ausgewogen und können daher vom Körper nicht richtig verwertet werden.

Weitere Faktoren, die die Bioverfügbarkeit beeinflussen

  • Alter und Geschlecht
  • allgemeiner Gesundheitszustand
  • Zustand des Verdauungssystems
  • die Tageszeit
  • Aufnahme auf leeren oder vollen Magen

Je größer die Synergie der einzelnen Mikronährstoffe in unserer Ernährung, desto mehr Nutzen hat unser Körper von ihnen. Und je mehr Nutzen unser Körper hat, desto näher sind wir an optimaler Gesundheit.

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