Das war also…

… ein Shoppinghöllensamstag. Aber fangen wir von vorne an.

Das Problem:

Alle Jahre wieder gilt es, ein schönes Weihnachtsgeschenk für die beste aller Monstermütter zu finden.

Die Situation:

Ließ sich gut an, denn die Monstermama äußerte den Wunsch nach einem Bademantel, den sie in einem bestimmten Geschäft gesehen hat. Nicht ganz billig, aber ist ja für die Monstermama.

Die Spezifikation:

Schön dick und warm soll der Bademantel sein und nicht zu hell. Genauso, wie sie ihn in dem Geschäft gesehen hat. Alles wird gut, dachte das Fellmonsterchen, das Klamottenshoppen fast so scheußlich wie die FDP findet.

Der Plan:

Auf nach Bergedorf in die Einkaufsmeile!

Unterwegs dann…

…die ersten Zweifel, denn die Monstermama meinte im Auto: „Der ist bestimmt nicht mehr da.“
Ich (misstrauisch): „Wieso? Heißt das, Du hast den vor vier Jahren gesehen?“
Monstermama: „Nein, so lange her ist das noch nicht…“
Ich: „Aber wir reden hier schon von Jahren?“
Monstermama: „Ja, ein Jahr kann das schon her sein.“
Ich (seufzend): „Na ja, vielleicht haben wir Glück.“

Am Ziel:

Kurze Rede, langer Sinn: Der Bademantel war nicht mehr da und auch sonst nichts passendes. Allerdings habe ich einen kuscheligen Pullover für mich gefunden. Und — halten Sie sich fest, meine Damen und Herren — einen neuen Star für die Schwoap, dieser epochalen Vermählung von Soap und Schweinkram!

Das war also…Die Diva der Diven! Ein Schweinestar, wie er noch nie gesehen ward! Diese Sauspielerin wird die Schwoap in ganz neue Höhen führen!

Und obwohl ich mit Puppen gar nichts im Sinn habe, entdeckte ich dort eine, die ich wirklich niedlich fand. Habe ich aber nicht gekauft:

Das war also…Der Niedlichkeitsfaktor wird auch eher durch die beiden Hunde in die Höhe getrieben. Vor allem der Welpe in dem Korb: Süüüüß!

Neue Strategie:

Aber da war noch immer das Problem mit dem fehlenden Bademantel. Doch das Fellmonster war optimistisch, hatte es doch in der Weltmetropole Bergedorf vor kurzem die bombastische Eröffnung des neuen CCB gegeben. „Shoppingvielfalt“ war das Stichwort (wir berichteten), da sollte es doch kein Problem sein, einen schönen Bademantel zu finden. Also Aufbruch zur neuen Mitte.

Die neue Shoppingvielfalt:

Da waren wir also. Ein Einkaufscenter. Toll. Monstermama und Monsterkind waren mäßig begeistert. Suchend blickten wir uns um.
Monstermama: „Was ist das für ein Laden?“
Fellmonster (auf den Ladennamen T. K. Maxx guckend): „Nie gehört.“ In den Laden schauend, hauptsächlich Kleidung erblickend. „Ein Klamottenladen.“ (Hervorragend kombiniert, Dr. Fellwatson!)
Nach einigem Herumgeirre entdeckten wir dann die Ecke für Dessous, Bademäntel und ähnliches. Gesprächsfetzen anderer Frauen drangen an des Fellmonsters Ohr. „Und ein Mann würde Dich sowieso lieber nackt sehen.“ Was für ein Sparpotential, dann könnte man sich ja den ganzen Klamottenkauf sparen!

Die Entdeckung der Puschelhausschuhe:

Es begab sich, dass das Monster die Blicke schweifen ließ und das hier entdeckte:

Das war also…Puschelig, aber diese Barbiefarbe! Als ich noch am Überlegen war, kam ein Typ und schnappte sie mir weg. „Bedaure, die sind für meinen Boss!“
Ich: „Wer ist denn Ihr Boss?“
Er: „Der Krötengeneral!“
Ich: „War ja klar… Dann viel Spaß damit.“

Den Rest fasse ich kurz zusammen: In keinem der neuen Geschäfte gab es einen Bademantel, der Gnade vor den Augen der Monstermama fand. Wir verließen das Shoppingvielfaltparadies gefrustet und kehrten zurück in die Bummelmeile.

Ein treuer, knuddeliger Hund:

Auf dem Rückweg sah ich diesen süßen Hund, der konzentriert die Eingangstür eines Geschäftes im Auge behielt und sich durch nichts ablenken ließ. So ähnlich muss ich aussehen, wenn ich in der Anstalt auf meine Auswertungen starre — nur nicht so niedlich.

Das war also…Ich tröstete den kleinen Kerl und sehnte mich immer mehr nach Hutze & Hursch. Mittlerweile hatte mein rechter Fuß angefangen zu schmerzen. Ich kann stundenlang mit Hutze & Hursch durch die Gegend rennen, ohne dass meine Füße stöhnen, aber diese Einkauferei mit den ständigen Tempowechseln, Ausweichmanövern etc. bekommt meinen Füßen nicht gut.

Blinkfeuers Alptraum:

Einige Meter weiter im Fenster des Bergedorfer Starbucks (wie jede Weltmetropole haben wir dieses Geschäft):

Das war also…LEBKUCHEN-LATTE???? Was zur Hölle??!! Bleibt der Menschheit denn nichts erspart?

Wenn Du denkst, es geht nichts mehr…

… kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Passt ja zur beschaulichen Adventszeit. Menschenmassen, Gedrängel, mitten im Weg stehende Menschen… Hey, hier an dieser Stelle mal kurz ein Aufruf:

Shopping Addicts! Ich gönne Euch Eure Leidenschaft fürs Einkaufen! Kein Problem! Aber bleibt nicht immer mitten im Gang oder Weg stehen! Das ist nervig, das ist scheiße! Ihr haltet den ganzen Verkehr auf und verhindert, dass Menschen und Monster, deren größte Freude es nicht ist, sich durchs Gedränge zu schieben, schnell wieder nach Hause kommen.

So, das musste mal raus. Nun aber zum Licht der Hoffnung. Auf dem Rückweg kamen wir an einem kleinen Laden vorbei, der schon ewig in der Bergedorfer Bummelmeile zu finden ist. „Lass uns hier noch mal reingucken“, sprach die Monstermama. Das Fellmonster war sowieso schon im Hoffnungslos-Hinterhertrott-Modus und folgte klaglos.

Und das Wunder geschah! Ein Bademantel wurde gefunden!

An der Kasse dann ein Geräusch meines Schlauphones: Es war meine HSV-App, die mittels Fanjubelgeräuschen ein Tor für den HSV verkündete! Das ließ sich gut an, auch wenn ich bedauerte, das Spiel nicht sehen zu können.
Ich: „Troche hat ein Tor geschossen! Verrückt!“
Monstermama: „Wieso? Ist das der Torwart?“

Shopping-Tortur, nimm doch ein Ende!

Aber nein! „Wir müssen noch in den Baumarkt“, sprach die beste aller Monstermütter. Resignierend nickte ich. Tor für Stuttgart. Ausgleich. Ging das Elend wieder los? Vorher noch schnell in einen meiner Lieblingsläden und leckeres Nougat geholt. Belohnung muss ja auch sein!

Hätte ich es tun sollen?

In einem anderen Geschäft habe ich diese Herzchen gesehen, eigentlich hätte ich sie mitnehmen müssen, sie passen hervorragend zu meiner Sammlung komischer Kröten und verrückter Frösche:

Das war also…Aber ich mochte einfach nicht mehr. Kein Geschäft mehr betreten, bitte. Aber nun ärgere ich mich doch. Ich glaube, ich befreie die Montag aus ihrem Gefängnis. Guckt mal auf den Rücken, da sind Blümchen aufgemalt! Wie grandios ist das denn, bitte??? Total bekloppt! Ich muss die haben!!!

Im Baumarkt:

Streusand, Vogelfutter, zwei Verlängerungskabel, das ging eigentlich, zumal ich bei allen Artikeln wusste, wo sie zu finden waren. In einem riesigen Geschäft auf der Suche nach der gewünschten Ware herumzuirren ist fast so ätzend wie eine Westerwelle-Rede. Dann entdeckte ich ein extrem puscheliges Kissen und brach in Jubel aus. „Ist das puschelig! Das ist genau das richtige für Molly!“ (Molly ist der Hursch.) Arglos ließ ich meinen Blick nach rechts schweifen, und was sah ich am Ende des Ganges? Himmel hilf, Supermanager II. Nun aber nix wie weg!

HSV — Stuttgart: 2:1. Pit! Das wurde ja immer sensationeller!

Nur der HSV!

Nach zwischenzeitlichem Zittern dann der Endstand: 4:2 für uns! Nun frage ich mich: Hat es dem HSV Glück gebracht, dass ich auf Einkaufs(tor)t(o)ur war? Muss ich das nun immer auf mich nehmen? Bringt es dem HSV Glück?

Und nun?

Ich habe mir ein heißes Vollbad verdient. Definitiv! Eben mit Hutze & Hursch draußen. Kuschelige -9 Grad. Und bedenkt bitte auch, dass dieser Bericht die Kurzform ist. Ich habe viele Details weggelassen wie z. B. Menschen, die an Kassen Extremtrödeling betreiben. Oder auch die Begegnung mit zwei Insassen aus der Anstalt, die Freigang hatten.

Ein Nachtrag:

Ach ja, nachdem ich es in vielen Blogs gelesen habe, das von dem Schnee, möchte auch ich nicht zurückstehen, denn in Bergedorf hat es ebenfalls geschneit. Hier ein Winterfoto von heute Morgen.

Das war also…Und nun ab in die Wanne! Mal sehen, ob ich danach endlich mal wieder am P52 arbeite. Fotos sind auf der Festplatte. Der Auftritt der einzigartigen Daggi steht kurz bevor!



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