Das richtige Futter – Vögel brauchen unsere Hilfe

Wo findet ein Vogel sein Futter?

Sicherlich lieben wir alle die Vögel in der freien Natur und wir wissen alle, dass die Vögel fressen müssen um zu überleben. Dabei haben sich einige Vögel auf uns Menschen spezialisiert und leben zusätzlich von dem was wir so wegschmeißen. Dabei denkt man sicherlich an die Stadttauben, die unsere Pommes oder Brotkrumen lieben. Oder an die Enten, die von dem Rentner auf der Parkbank gefüttert werden (Klischee-Alarm). Unvergesslich auch die Killermöven von der Nordsee, die einem Flug das Eis oder das komplette Fischbrötchen klauen und in ganzen Horden die Promenaden überfallen. Auf Straßen findet man oftmals Raben, die tödlich verunglückte Tiere verspeisen. Aber es geht auch anders.

Müll kann auch Futter sein

Aber es gibt auch Vögel, die unseren Müll lieben und regelrecht davon leben. Mir fallen dabei unsere Krähen, bzw. Raben ein, die sich jeden 2. Dienstag über die Gelben Säcke hermachen und diese regelrecht zerrupfen. Dabei ziehen sie quasi der Stadtreinigung vorraus und sind immer einige Stunden vor der Leerung am Werk. Grund dafür ist die falsche Entsorgung von Lebensmittel im gelben Sack. Viele packen immer noch essbares in die Säcke oder lassen noch zu viele Reste in den Dosen oder Verpackungen. Die Krähen reißen die säcke auf und verteilen den Inhalt auf dem Gehweg. Darum ist es besser eine Gelbe Tonne zu haben oder sich einfach genauer an die Inhaltsvorgaben des Gelben Sackes zu halten. Auch finden Raben oder Krähen Futter in den Müllkörben auf öffentlichen Plätzen. Zum Beispiel schmeißen viele Besucher von Naherholungsgebieten Grillreste usw. in die offenen Müllkörbe, anstatt diese mitzunehmen.

IMG_5512Dies ist natürlich nicht so gut für sie, da unser Essen oftmals einfach zu stark gewürzt ist. Genauso ist es nicht gut, wenn wir oder Tauben mit Brot füttern, dies quillt zu sehr auf und ist wegen des Salzgehalt nicht förderlich. Auch ist das Füttern dieser Tiere in der Stadt und an Seen oftmals verboten. Zum einen weil man diese Tiere dann dort hinlockt, was bei Tauben nicht erwünscht ist und zum anderen gefährden Brotreste die Seen und können zu einem vermehrten Algenwachstum führen. Deshalb gibt es andere Möglichkeiten für das Füttern von Vögeln.

Richtig füttern oder was ist Natur?

Deshalb ist besser, wenn wir unseren Müll vor den Vögeln besser verbergen und ihnen Alternativen zu bieten. Ich meine natürlich offizielles Vogelfutter. Dabei sollte man beachten jahresgerecht zu füttern. Am Ende des Artikels findet ihr dazu einige Links.

Ich bin ein Verfechter des Ganzjahresfütterung. Der Grund ist, dass ich der Meinung bin, dass wir den Vögeln immer mehr Lebensraum wegnehmen. So werden immer mehr Grünflächen bebaut und es werden nicht immer die Pflanzen gepflanzt, die die Futtertiere der Vögel benötigen, da sie oft nicht so schön oder sogar lästig sind. Auch wachsen so manche Pflanzen unter diesen Bedingungen erst gar nicht. So benötigen viele Insekten zum Beispiel Brennnesseln, Disteln oder die wilde Möhre. Das ist nur ein winzig kleiner Auszug aus einer riesen Zahl von wichtigen Pflanzen.

Ich füttere deshalb im Sommer Sonnenblumenkerne und Erdnusskerne. Zur Brutzeit gebe ich auch gerne Maden mit in die Futterspender oder kaufe extra Sommerknödel mit Insekten. Im Winter gibt es dazu noch Fettfutter. Auch füttere ich Enten mit einer speziellen Entenmischung, die auch Tauben und Krähen nicht verschmähen. Bei Enten ist es von Vorteil für die Gewässer, wenn diese außerhalb gefüttert werden. Auch kann ich nur jeden davor warnen Vögel mit Toastbrot oder trockenen Brot im eigenen Garten zu füttern. Wenn Krähen dies mitbekommen, dann kann es passieren, dass ein ganzer Schwarm den Garten bevölkert. Dies ist dann sehr laut und unheimlich und man kann dies den Tieren nur schwer wieder abgewöhnen.

Deshalb sind Sonnenblumenkerne und Erdnusskerne in entsprechenden Spendern und Häuschen die bessere Alternative, da so die kleinen Vögel auch etwas bekommen.

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Wie dieser Gimpel in einem hängenden Vogelhaus sich an den Sonnenblumkernen erfreut. Wichtig ist nämlich, dass die Futterstellen für Katzen oder andere räuberische Tiere schwer bis gar nicht erreichbar sind. Auch beliebt sind Futtersäulen, die dann von den Vögeln angeflogen werden können und das Futter nicht schimmelt, da es vor Nässe geschützt ist. Dies ist nämlich sehr wichtig, dass das Futter nicht schimmelt und so die Vögel vor Erkrankungen geschützt werden. Es ist nämlich so, dass wir die Vögel beim Füttern schützen müssen, da sie durch das Futter angelockt werden und eventuell weniger geschützt sind.

Blaumeise

Kritiker sagen, dass man die Vögel unnatürlich ernährt und so einer natürlichen Auslese durch Futtermangel entgegenwirkt. Auch wird gehauptet, dass durch das Füttern zu viele Vögel an einem Platz zusammenkommen und Krankheiten sich schneller verbreiten, als bei natürlichen Futterquellen, da dort meist weniger Tiere zusammenkommen. Ich denke aber das der schwinden Lebensraum und das schwinden der Futtertiere und Pflanzen, dass durch uns verursacht wird schwerer wiegt. Außerdem können wir so Arten erhalten, die sonst vielleicht bedroht wären.

Ich rate deshalb jedem vielleicht mal darüber nachzudenken, ob eine Fütterung über den Winter hinaus nicht auch mal möglich ist. Schön ist auch, dass man dann mal Vögel zu Gesicht bekommt, die man sonst nicht so sieht.

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So ist der Fasan ein schöner Gast im Garten. Er leidet nämlich darunter, dass es immer weniger Kornfelder gibt auf denen er nach dem Mähen auch noch genug Futter findet. Auch Bergfink oder den Kleiber kann man so mal zu Gesucht bekommen

Kleiber

Kleiber

Bergfink

Bergfink

Daher hier nun ein paar Links zum Füttern von Vögeln:

Nun allen viel Spaß beim Füttern und beobachten der Vögel.

Eure Pyramideneule


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