„Das Koma“ von Alex Garland

Alex Garlands Der Strand habe ich vor zehn Jahren gelesen, nachdem ich den Film (The Beach) aus besonderen Umständen zwei Mal im Kino gesehen hatte. Von der Geschichte bin ich noch heute begeistert – und den Film (Regie: Danny Boyle) würde ich mir wohl noch das eine oder andere Mal anschauen. Als ich kürzlich Das Koma im Buchabverkauf fand – ein Kurzroman, der mich schon lange interessiert hatte und den die FAZ als „Meisterwerk!“ bezeichnete –, griff ich zu. Und wurde ziemlich enttäuscht.

Die Geschichte dreht sich um einen Mann namens Carl, der von Unbekannten ins Koma geprügelt wird. Als er nach einigen Tagen wieder zu sich kommt, stellt er unangenehme Veränderungen in seiner Umwelt fest – vielleicht auch nur in seiner Wahrnehmung, wie Carl irgendwann überlegt. Oder: Ist er eventuell noch gar nicht aufgewacht? Dieser Frage geht der Protagonist in öden Worten – liegt es nur am Übersetzer? – und pseudophilosophischen Gedankengängen nach. Vom „Meisterwerk“ keine Spur. Aber: schöne Bilder.

(2 Punkte)


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