Das Geschenk

Das GeschenkHeute beginnen wir direkt mit einer Übung, für die Sie nur wenige Minuten benötigen. Ein ruhiger Ort, an dem Sie ungestört sind, würde die Übung sicherlich vereinfachen.

Ihr Glückstreffer

Stellen Sie sich vor, dass Sie heute in einer Lotterie gewinnen und ab morgen jeden Tag 5.000 Euro überwiesen bekommen. Wie wäre das für Sie? Was könnten Sie mit all dem Geld machen? Was würden Sie damit tun?

Nur hat dieser Gewinn leider einen Haken: Es gibt keine Garantie, dass Sie das Geld auch noch am nächsten Tag bekommen. Sie wissen nie, wie lange man Ihnen noch diese Summe auf Ihr Konto überweist. Wie gehen Sie nun mit dem Geld um? Verändert sich Ihr verhalten? Wenn ja, wie?

Leider erfahren Sie noch von einer zweiten Bedingung: An dem Tag, an dem das Geld nicht mehr bezahlt wird, verschwindet auch all das Geld, das sie möglicherweise angespart haben. Sie bekommen also weiterhin jeden Tag das Geld jedoch gibt es keine Garantie wie es weiter geht, noch, dass Sie das Geld behalten können. Was machen Sie nun mit dem Geld?

Geben Sie alles aus? Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen die Summe für diesen Tag bietet? Sparen Sie dennoch einen Anteil? Oder sparen Sie sehr viel und geben nur sehr wenig aus? Wie werden Sie persönlich vorgehen? Es gibt kein richtig und kein falsch … einfach nur ihre persönliche Antwort.

Was war ihr spontanes Bauchgefühl? Hat sich ihre Antwort nach einiger Zeit verändert? Und wenn, wie unterscheiden sich diese Antworten?

Nehmen Sie sich an dieser Stelle bitte ausreichend Zeit, um diese Fragen für sich zu beantworten.

Die Zeit

Ich möchte Sie nun dazu einladen, das Euro-Zeichen durch Minuten zu ersetzten. Und plötzlich reden wir nicht von einer Geldsumme, sondern von Zeit – unserer Lebenszeit, die wir täglich immer wieder aufs neue geschenkt bekommen. Und es sind auch keine 5000 Minuten sondern ganze 1440 Minuten, die uns jeden Tag zur Verfügung stehen. Nehmen Sie sich an dieser Stelle einen Moment Zeit.

Wie geht es Ihnen nun dabei? Wie fühlen Sie sich? Welchen Gedanken und Bilder kommen jetzt auf?

Wie gehen Sie mit der täglich zur Verfügung stehenden Lebenszeit um? Unterscheiden sich die beiden Vorgehensweisen für das Geld und die Ihrer Lebenszeit?

Leben Sie heute! Auch wenn Sie nicht wissen, ob Ihnen morgen noch dieselbe Lebenszeit zur Verfügung steht?

Die Chance

In der Literatur finden wir die Hypothese, dass wenn wir nicht sterben würden – wir also unendlich lange leben, dann gäbe es überhaupt keine Motivation irgend etwas zu tun. Es wird davon gesprochen, dass die Endlichkeit unseres Lebens der Treibstoff für unsere Aktivitäten darstellt. Wir unserem Leben einen Sinn geben und diesen natürlich auch gerne “rechtzeitig” erreicht und geschaffen haben wollen.

Ich bin kein Freund von Angstszenarien, nach denen wir täglich mit dem Unsicherheit aufwachen müssen und nicht wissen, was morgen ist. Nach dem Motto: “Leben Sie heute, denn Sie werden nicht wissen, ob Sie den Morgen noch erleben”. Gleichzeitig beschreibe ich mit diesem Artikel schon eine Einladung, jeden Tag als eine neue Chance zu erkennen, diesen wach, klar und in eigener Verantwortung zu gestalten.

Carpe Diem

Manchmal erleben wir den frühen Tod eines Freundes oder einer Freundin, eines Geschäftskollegen oder eines Familienmitgliedes. Plötzlich werden wir für einige Tage ganz wach und aufmerksam. Erkennen, dass es uns alle treffen kann, unterhalten uns mit Anderen darüber, wie wichtig es ist, dass wir jeden Tag aufs Neue nutzen (carpe diem) … und dann schläft dieser Gedanke langsam aber sicher wieder ein. Wie ein langer Winterschlaf, aus dem wir nur sehr selten aufgeweckt werden. Kennen Sie das auch? Und dann sagen wir uns: “Die Ereignisse des Tage lassen es einfach nicht zu” … oder so ähnlich lauten unsere Sätze.

Und das ist auch ganz normal, es ist überhaupt nicht außergewöhnlich, dass wir uns im Alltagsleben nicht ständig damit beschäftigen, andere Dinge vorgehen und wir diesem Aspekt nur wenig Bedeutung schenken. Gleichzeitig werden wir uns aber, wenn wir es so belassen, nicht die Chancen nutzen und etwas verändern – wenn wir das überhaupt wollen.

Wenn Sie nur einmal davon ausgehen würden, etwas verändern zu wollen, wie könnten Sie das am besten erreichen? Wie könnten wir uns selbst der Möglichkeit, den Tag als Chance zu erleben, immer wieder etwas bewusster werden? Wie können wir uns selbst etwas bewusster werden?

Momente schaffen

Ich glaube persönlich, dass wenige kleine Maßnahmen zu Beginn durchaus genügen können, dieses Bewusstsein zu trainieren. Sie müssen also nicht jeden Tag 45 Minuten meditieren (auch wenn das sicherlich viel dazu beitragen kann). Hier einige Beispiele:

  • Der Morgengruß: Sie haben sicherlich einen Spiegel im Bad. Schreiben Sie sich einige Worte mit Lippenstift auf das Glas, kleben Sie sich eine Postkarte mit einer besonderen Erinnerung an die Scheibe. Entwickeln Sie Ihre ganz eigene und einfache Idee! Jeden Morgen, wenn Sie aufstehen, begrüßt Sie diese Nachricht am Spiegel. Laufen Sie nicht dran vorbei, halten Sie an … nur für wenige Sekunden oder 1-2 Minuten. Nehmen Sie sich vor diesen Tag für sich selbst zu einem Geschenk zu machen. Was benötigen Sie dazu? Was können Sie heute persönlich dazu beitragen. Mit was können Sie sich selbst eine Freude machen?
  • Die Inventur: Sie können auch den Abend nutzen und sich selbst die Frage stellen: “Was habe ich heute getan, das mir wirklich Spaß gemacht hat?”, “Habe ich heute etwas Gutes für mich getan, oder eine andere Person getan?”, “Was müsste ich morgen machen, um mir selbst morgen Abend etwas besonderes erzählen zu können?”. Wie würde sich das anfühlen?
  • Jeden Tag, wenn Sie z.B. ins Auto steigen und losfahren wollen, nehmen Sie sich kurz Zeit – nur 1-2 Minuten – und fragen sich, was mache ich gerade, bzw. was plane ich als nächstes (Beschreibung) zu tun und ganz wichtig “wozu?” (Motivation). Sie können sich gerne jeden anderen Moment wählen: die Fahrt im Fahrstuhl, das Öffnen oder Schließen der Wohnungstür, usw. Was machen Sie und wozu?
  • Suchen Sie sich jeden Tag einen passenden und ruhigen Moment (am besten noch im Bett oder kurz nach dem Aufstehen) und stellen Sie sich in Gedanken und mit inneren Bildern sich selbst als Ihr Idealbild in einigen Jahren vor. Nehmen Sie sich etwas Zeit diese Person vor Ihrem inneren Auge zu sehen, die Gefühle zu erkennen, wenn Sie diese Person ansehen. Was würde diese Person heute machen? Was würde Sie hier und jetzt entscheiden? Was ist die eine Maßnahme für heute, die Sie dieser Wunschperson etwas näher bringt.

Ich möchte Sie dazu einladen, nur eine (wirklich nur eine) Übung auszuwählen und diese für mindestens 1 Woche für sich zu prüfen. Beginnen Sie aber nur, wenn es Ihnen wirklich wichtig ist, Sie also etwas verändern wollen und darin eine gute Chance für sich erkennen. Nur dann bleiben Sie auch motiviert und werden möglicherweise erleben, wie sich diese Gedanken und die dabei entstehenden Gefühle positiv auf Ihren Alltag auswirken. Versuchen Sie es selbst.

Zusammenfassung:

Lassen Sie Ihr Bewusstsein für die Chance, die jeder neue Tag mit sich bringt aus dem Winterschlaf erwachen. Werden Sie sich über die Vergänglichkeit der Zeit bewusst und trauern Sie dabei nicht der vergangenen Zeit hinterher. Nutzen Sie vielmehr die Zeit, die vor Ihnen liegt und die Ihnen in diesem Moment zur Verfügung steht. Diese können Sie immer wieder aufs Neue mit vollem Bewusstsein erleben. Wenn es für Sie stimmig ist, dann nehmen Sie die Zeit für eine der Übungen und lassen sich überraschen, was sich für Sie persönlich dabei verändert. Möglicherweise entschließen Sie nach der einen Woche, sich diese Übung noch etwas länger zu gönnen.

Ich wünsche Ihnen eine achtsame Zeit, Ihr Olaf Karwisch


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