Das Ende jeder Zensur

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Eric Schmidt gilt als der mächtigste Mann bei Google. Letzte Woche erklärte er während einer Rede, dass Google eine Zensur von Regierungen innerhalb einer Dekade beenden könnte. Greatfire.org testete diese Aussage und weiß, Google braucht 10 Tage, um China dem Westen sehr Nahe zu bringen.

Vor einer guten Woche brachte greatfire.org China den Westen ein wenig näher. Das Unternehmen öffnete die Seite von Reuters in China, welche seit dem 15 November geblockt worden sind. Zudem wurde auch Chinas Digital Times geöffnet, obwohl diese Webseite seit Jahren zensiert wird, so dass dort nun alle Menschen diese westlichen Nachrichten zu sehen bekommen. Anschließend sagte das Unternehmen, dass sie lediglich ein kleines Team von Aktivisten mit begrenzten Möglichkeiten sind. Dies ist ein klarer Fingerzeig Richtung Google.

In 10 Tagen wäre Google in der Lage Chinas Zensur komplett aufzuheben. Der Weg dorthin ist denkbar einfach. Zunächst müsste Chinas Google-Suche auf die Standardeinstellung von HTTPS zurückstellen, dies wurde in den USA gemacht, jedoch nicht in China. So würden Chinesen auf die entschlüsselte Version der Suchmaschine zurückgreifen. Da Google über jede blockierte Webseite überall auf der Welt informiert ist, wäre es ein Leichtes, eine Spiegelversion für die Nutzer zur Verfügung zu stellen. Mit diesen einfachen Mitteln könnte Google die Onlinezensur Ende des Monats in China schon beenden. Natürlich wäre dies ein wichtiger Schritt in die Freiheit, doch ebenso ein riskanter Weg. Politisch gesehen wäre es wohl ein Gang in die Krise.

Jedes Mal, wenn ein Ergebnis bei der Google-Suche den Weg auf eine blockierte Webseite anzeigt, erkennt Google dies umgehend. So also besitzt das Unternehmen eine Liste von jeder blockierten Seite im Internet und es macht es einfach, eine Umleitung auf eine freie Version dieser Seite vorzunehmen. Es ist für Google eine Leichtigkeit.

Doch wie kann Google den chinesischen Bürgern ein Stück mehr Pressefreiheit schenken? Wir können davon ausgehen, dass Google groß und wichtig genug ist, so dass die chinesische Regierung es nicht wagen würde, diese Suchmaschine komplett zu blockieren. Auch, wenn der Service GMail mittlerweile für Chinesen schwer zu nutzen ist, würde es sofort desaströse Konsequenzen haben, sollte Google nicht erreichbar sein. Noch hat die chinesische Regierung die offenen Versionen der drei Nachrichtenportale von greatfire.org nicht geschlossen. Vielleicht wären kleine Schritte die Möglichkeit die chinesischen Bürger ein wenig aus der Zensur zu holen. Für sie wäre dies sicherlich ein großer Schritt!

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Joern Petersen Joern Petersen

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