Das Beste kommt zum Schluss

tree-239738_1280Jemand sagte mal:

„Ein Neuanfang macht nur Sinn, wenn man verstanden hat, warum es beim ersten Mal nicht funktioniert hat.“

Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage:

Einsicht ist zwar ein Anfang – die Voraussetzung, wenn man so will – um es künftig besser oder anders zu machen. Doch ohne Handlungen, die diese untermauern, die zeigen, dass man es auch in der Praxis besser oder anders machen kann, bleibt es allein beim guten Willen.

Im Führungszeugnis würde vermutlich stehen: „er hat sich stets bemüht“, was nicht mehr bedeutet, als dass der Wille und die Einsicht zwar da waren und der Mitarbeiter im Grunde weiß, was dazu nötig ist, um seinen Job gut zu machen, aber er letztlich an der praktischen Umsetzung scheiterte.

Was kann uns das lehren?

Vielleicht, dass nach der Erkenntnis erst die richtige Arbeit beginnt. Das theoretische Wissen darüber, was wir besser oder anders machen können, will auch angewendet werden. Das ist meist die weit größere Herausforderung als die Einsicht, dass etwas in unserem Leben nicht so läuft, wie wir es uns wünschen würden.

Wie werde ich so ein engagierter Mitarbeiter, wie mein Kollege es ist? Wie werde ich zu einer besseren Mutter? Wie lerne ich es, mich selbst mehr zu lieben und wertzuschätzen, selbstbewusster zu werden? Wie werde ich zu einem Menschen, auf den man sich verlassen kann? Oder auch nur: wie schaffe ich es endlich abzunehmen?

Der einfachste Weg ist es sicher sich zu sagen:

…wenn ich eine Gehaltserhöhung von meinem Chef bekomme.

…wenn mein Alltag nicht mehr so stressig ist.

…wenn andere mich lieben und wertschätzen.

…wenn es mit meinem Umfeld gut und unkompliziert läuft.

…wenn ich mehr Zeit habe, um Sport zu machen und frisch zu kochen.

Dabei gibts nur ein …..paar…. Haken: Das hat nichts damit zu tun, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Abgesehen davon, bringt uns das höchstens kurzfristig ans Ziel – wenn überhaupt – und am Ende haben wir uns schlimmstenfalls von anderen Menschen oder bestimmten Umständen abhängig gemacht. Kaum verhalten sich diese Menschen anders als wir es uns erhoffen oder haben sich die Umstände wieder geändert, fehlt uns erneut der Antrieb und wir sind am selben Punkt, wie davor.

Siehste! Haken, wohin das Auge reicht^^

Einfach ist manchmal einfach zu einfach, um real zu sein

Ich glaube, die meisten von uns möchten die bestmögliche Version von sich selbst sein – es sei denn, du bist ein kleiner Soziopath oder hast das verklärte Selbstbild eines Narzissten 😉  Das hat nichts mit dem Streben nach Perfektionismus zu tun oder einem sich für andere verbiegen. Sondern einfach nur mit Weiterentwicklung. Und wofür? Für sich selbst, aber auch für Menschen, die uns nahe stehen. Und wenn es mit denen klappt, kommt es ja wieder einem selbst zugute. Also im Grunde: immer für sich selbst.

Was möchtest du in deine eigenen Hände nehmen? Wofür möchtest du Verantwortung übernehmen? Warum? Was ist dein Ziel und für wen willst du es erreichen? Was hindert dich derzeit daran? Was musst du dafür tun oder ändern?

Schreibs auf! Mach dir einen Plan. Notier dir selbst kurze Botschaften auf Post-Its und kleb sie an dafür passende Orte. Oder schreib eine Liste, die du abhaken kannst. Häng sie dir an den Kühlschrank. Lies sie von vorne bis zum Ende. Jeden Tag. Mach ein Ritual daraus. Freue dich über jeden – in diesem Fall positiven – Haken, den du setzen konntest. Klopf dir auf die Schulter, gut gemacht.

http://www.purplesnaps.com/wp-content/uploads/03-The-Blowers-Daughter.m4a

The Blower’s Daughter – Damien Rice

Wenn du an einem Punkt scheiterst, gib nicht auf, schiebe es nicht auf andere oder mindere Umstände und versuche es wieder. Und wenn du zum 10. Mal den Haken unter diesen Punkt nicht setzen konntest, verlier nicht den Mut, halte durch und dir stets das Ziel vor Augen. Rom wurde auch nicht über Nacht erbaut.

Weiterentwicklung ist harte Arbeit. Manchmal zu viel für einen einzelnen. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht oder die Scheuklappen sitzen einfach noch zu eng für einen Blick nach rechts und links. Wenn nötig, bitte andere dabei um Unterstützung, ohne die Verantwortung dafür abzugeben. Zu sagen „ich kann das nicht allein“ ist keine Schande und keine Schwäche. Es zeugt von Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und Willensstärke sein Ziel zu erreichen.

Hast du durchgehalten und es geschafft? Dann kommt nun das Beste zum Schluss. Hehe, nein. Ich meine nicht die Gehaltserhöhung, Selbstliebe oder Bikinifigur. Klar, das war das Ziel und es ist megasuperduperhammergenial, es erreicht zu haben und endlich genießen zu dürfen. Aber ich meine trotzdem was anderes….

Etwas, das danach kommt und dich fortan begleiten wird. Etwas, das dich wachsen lassen und es dir beim nächsten Mal leichter machen wird. Etwas, das dir Vertrauen in dich selbst geben wird. Das befreiende und stärkende Gefühl und Wissen: Du hast dich und dein Leben wirklich selbst in der Hand. Nicht dein Chef, nicht dein stressiger Alltag und nicht deine Freunde. Nicht irgendwelche Erfahrungen in deiner Vergangenheit. Das waren alles nur Ausreden für den einfachsten Weg, der manchmal eben einfach zu einfach ist, um real zu sein. Auch wenn es schwer und harte Arbeit sein mag, übernimm die Verantwortung. Für dich. Um deinetwillen.

Ein Neuanfang macht nur Sinn, wenn man verstanden hat,

warum es beim ersten Mal nicht funktioniert hat –

und man es beim nächsten Mal anders macht.

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