Coronakrise – Italiens vergessene Kinder

Coronakrise – Italiens vergessene Kinder Coronakrise: Italiens vergessene KinderRigoros unterwegs mit Gesichtsmaske und Sicherheitsabstand – Schrittweise holen sich Italiens vergessene Kinder ihre Freiheiten zurück

Wer kümmert sich um die bambini?

Italien als kinderfreundliches Land, als Paradies der bambini, das war einmal: Kindliche Bedürfnisse und familiäre Wünsche werden von der Regierung unter den Teppich gekehrt, kaum berücksichtigt. Schon vor der Coronakrise, doch dadurch ist diese traurige Tatsache noch sichtbarer geworden.

Poveri bimbi

Seit Beginn der Ausgangssperre traten die Staatsoberhäupte mehr als einmal ins Fettnäpfchen: Am Anfang des Lockdowns ging das Schreibmaterial aus, und so mussten sie schnellstmöglichst veranlassen, dass die Kinder trotzdem zu Papier und Filzstiften kamen. Der zweite Fauxpas folgte einige Wochen später: Kinder, die in kleinen Wohnungen, teils ohne Balkon, ihrem Dasein fristen mussten, wurde erlaubt, in Begleitung eines einzelnen Erwachsenen einen kurzen Spaziergang in unmittelbarer Nähe ihres Zuhause zu machen. Diese Lockerung spaltete das Volk in zwei Lager – die Befürworter riefen die Schäden, welche die Kinder dereinst von dieser Ausnahmesituation mit Ausgangssperre davontragen werden, ins Kollektivgedächtnis, die Gegner warnten davor, dass so die Ansteckungsgefahr in die Höhe schnelle, liege es doch in der Natur der Sprösslinge, alles anzufassen. Fakt ist: Kinder können nicht einfach wie Hunde Gassi geführt werden, sie möchten raus an die frische Luft, um die Welt zu entdecken und Freunde zu treffen.

Schule – das heisse Eisen

Der dritte Tritt ins Fettnäpfchen liess nicht lange auf sich warten: Das Thema Schule ist derzeit ein heisses Eisen. Die Schulglocken läuten bis September nicht mehr, was für die Familien heisst, noch weitere vier (!) Monate zu überbrücken. Das Homeschooling mit Online Lektionen, die den Präsenzunterricht nur bedingt ersetzen können, sind Anfang Juni zu Ende und dann beginnt der Sommerspass…die Eltern müssen wieder arbeiten und die Grosseltern, die gerne als Babysitter eingespannt werden, gehören der Risikogruppe an und sollten nicht unbedingt ihre Enkel hüten. Was dann? Soll man die Kids einfach mal für ein paar Monate in die Tiefkühltruhe stecken? Ob und in welcher Form die so beliebten Sommerschulen ihren Betrieb aufnehmen, steht noch immer in den Sternen.

Babysitter-Bonus und Elternzeit-Verlängerung

Erst kurz vor Mitte Juni werden Einzelheiten bekannt, hiess es an der letzten Pressekonferenz des Premierministers Giuseppe Conte. Es gibt wohl finanzielle Unterstützung von Seiten des Staates in Form eines Babysitter-Bonus, dafür muss man aber sämtliche Anforderungen erfüllen. Auch die Elternzeit wurde verlängert – um 30 Tage, doch diese reichen bei weitem nicht aus, um dreieinhalb Monate Ferienzeit zu überbrücken. Mal abgesehen davon, dass diskutiert wird, wie man im September den Schulbetrieb wieder aufnehmen kann. Man spricht davon, im Halbklassensystem mit teils Präsenz- und teils Online-Unterricht zu beginnen, was aber kaum mit normaler Didaktik vereinbar ist und enorme Lücken aufweist.

Man sieht – die Kinder, Schüler, Familien und Jugendlichen stehen nicht auf der Prioritätenliste des Belpaese. Schade. Sie, die eigentlich die Zukunft und das Vorzeigeschild eines jeden zeitgemässen Landes sein sollten.

Wie seht ihr das? Wird den Bedürfnissen der Kinder und Familien in der Schweiz besser entsprochen?

Lust, weitere interessante Beiträge unserer Co-Bloggerin Sarah zu lesen? Nachfolgend findet ihr die Links zu ihren spannenden Rubriken:

Dolce Vita Elterntipps Doula

Coronakrise Italiens vergessene Kinder


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