Corona ist nicht nur scheiße! Was ich derzeit sehr genießen kann

Über Corona und die damit einhergehenden Einschränkungen sind seit Wochen Grund für schlechte Laune bei vielen. Abgesehen von der latenten Gefahr: Freunde treffen, in Restaurants gehen, Unternehmungen, all das ist eingeschränkt oder sogar verboten. Viele leiden. Der Mensch als soziales Wesen braucht den Kontakt und die Abwechslung, das ist klar. Allerdings merke ich, dass die derzeitige Krise einiges mit sich bringt, was ich persönlich sehr genieße.

Abstand im Supermarkt

Einkaufen gehen ist stressig. Viele gehetzte Menschen rennen durch enge Gänge, räumen Regale aus und rempeln sich mit den Einkaufswagen an, denn grundsätzlich steht ja der andere im Weg und nicht man selbst. An der Kasse hält die Person am Ende des Bandes bereits genervt ihre Waren in der Hand, bevor der Warentrenner überhaupt Platz hinter den Einkäufen des Vordermannes hat. Sobald der Kassierer die eigenen Waren scannt, ist Eile geboten. Denn wehe man kann nicht exakt in dem Moment zahlen, in dem der Preis des Einkaufs genannt wird und direkt danach mit allen eingekauften Produkten zügig den Kassenbereich verlassen. Sollte man etwas langsamer sein, sind die bösen Blicke der nachfolgenden Kunden gewiss.

Corona sorgt hier für eine unglaubliche Entspannung. In den Gängen geht man sich etwas mehr aus dem Weg, seltener fährt man anderen mit dem Wagen in die Hacken. Im Supermarkt meiner Wahl darf derzeit nur eine Person ihre Einkäufe aufs Kassenband legen. Andere Kunden warten mit Abstand dahinter. Wer jetzt drängelt, wird angefeindet. Ich habe noch nie so entspannt große Einkäufe tätigen können wie in Zeiten von Corona (Die Hamsterwochen mal ausgenommen).

Keine Arbeitswege

Mein Hauptjob ist derzeit das Studium. Wie viele Unis war auch meine sehr lange Zeit fernab von digitalem Gut und Böse unterwegs und hat für dieses Semester einen wahnsinnigen Sprung gemacht, sodass wir aktuell nur Onlinekurse haben. Auch wenn ich zu Beginn sehr skeptisch war und einiges nicht optimal läuft, hat diese Form des Studierens auch einige Vorteile. Der größte ist, dass man sich den Weg in die Uni spart. Ich habe in einem normalen Semester etwa fünf Fixtermine pro Woche, die meistens an vielen unterschiedlichen Tagen sind. Dafür muss ich jedes Mal zur Uni. Zu Fuß oder mit dem ÖPNV brauche ich 40 Minuten, mit dem Auto 10 Minuten plus Parkplatzsuche, dazu kommen mindestens 20 Minuten Puffer, denn ich bin notorische zu-früh-Ankommerin. Jetzt da meine Seminare über den Laptop laufen, habe ich davor deutlich mehr Zeit und bin entspannter, was meiner Laune und anderen Beschäftigungen zugute kommt.

Kein sozialer Druck, sozial zu sein

Vorab – ich bin ein Mensch, der sehr gut allein sein kann. Ich verbringe auch sehr gerne Zeit mit anderen Menschen, aber werde nicht unglücklich, wenn das mal ausfällt. Oft spüre ich auch einen inneren sozialen Druck, jedem meiner Freunde Zeit zu widmen, denn ich möchte alle sehen und mit allen etwas unternehmen, brauche aber auch Zeit, um runterzukommen. Corona kommt mir in dieser Hinsicht nicht ungelegen. Normalerweise plane ich Treffen in der Mensa, auf einen Tee, einen Kneipenbesuch oder für Ausflüge und versuche, alles unter einen Hut zu bekommen. Momentan ist das alles nicht möglich. Die Kontaktbeschränkungen und der gesunde Menschenverstand halten uns alle (hoffentlich) davon ab, zu oft mit anderen in physischem Kontakt zu sein. Aktuell beschränken sich meine Treffen mit Freunden auf das Spazierengehen mit zwei Freundinnen (natürlich jeweils nur mit einer und immer mit Abstand zwischen uns), Whatsapp und Skype. Und das ist absolut okay. Es kommen wieder andere Zeiten und auch auf die freue ich mich, aber aktuell genieße ich die Entschleunigung und den Wegfall des sozialen Drucks, ständig sozial sein zu müssen, sehr.

Na, findest du dich hier wieder? Oder gehst du innerlich auf die Barrikaden, weil die Schreiberin im Internet überhaupt nicht überreißt, wie schlimm die Lage für dich ist? Wir sollten alle mehr versuchen, die schönen Dinge in der unschönen Situation zu finden, denn so wird die Coronazeit angenehmer für alle Beteiligten. Und wer weiß, vielleicht werden wir das ein oder andere derzeit Neue in Zukunft sogar vermissen.


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