Copy and Paste ist kein Journalismus

Copy and Paste ist kein Journalismus
Copy and Paste ist kein Journalismus

In einer Krisensituation sind verläßliche Informationen essentiell um lokal richtig handeln zu können.

Gestern fand ich, eher zufällig, wieder einmal den Beweis, dass selbst Qualitätsmedien völlig unkritisch EVIDENTE Falschmeldungen übernehmen und verbreiten.
DAS KANN IN EINER BEDROHUNGSSITUATION, DIE NICHT TAUSENDE KILOMETER ENTFERNT STATTFINDET, SONDERN VOR UNSERER HAUSTÜRE FATAL WERDEN.

Beispiel gefällig? Die Onlineportale den angeführten Printmedien am 19.3. so kurz nach 19:00. Ein kurzer Blick auf die Texte zeigt, dass sie mit unterschiedlicher Headline fast ident sind und offenbar alle direkt aus der APA kamen:

Standard:
18.52: Uhr:
Aktuelle Daten über die radioaktive Strahlen-Belastung in einigen japanischen Städten legte der darauf spezialisierte Wissenschafter Gerhard Proehl vor. Demnach ergab sich am Samstagvormittag (Ortszeit) an mehreren Messstellen in Tokio ein Maximalwert von 0,13 Millisievert pro Stunde. Im 110 Kilometer von Tokio entfernten Kamikochi lag der Wert bei 0,18, in Nasukogen - 170 Kilometer von der japanischen Hauptstadt entfernt gelegen - 2,9 Millisievert pro Stunde.
Diese Werte liegen laut IAEO-Vorstand Andrews deutlich unter der Grenze zur Gesundheitsgefährdung. Es sei aber "zu früh, um die Daten abschließend beurteilen zu können".

Krone:
Radioaktivität in der Luft weit unter Gefährdungslevel
Aktuelle Daten über die radioaktive Strahlenbelastung in Japan legte in Wien der darauf spezialisierte Wissenschafter Gerhard Proehl vor. Demnach ergab sich am Samstagvormittag (Ortszeit) an mehreren Messstellen in Tokio ein Maximalwert von 0,13 Millisievert pro Stunde. Im 110 Kilometer von Tokio entfernten Kamikochi lag der Wert bei 0,18, in Nasukogen - 170 Kilometer von der japanischen Hauptstadt entfernt gelegen - 2,9 Millisievert pro Stunde.
Diese Werte liegen laut IAEO- Vorstand Andrews deutlich unter der Grenze zur Gesundheitsgefährdung. Es sei aber "zu früh, um die Daten abschließend beurteilen zu können". 

Presse:
19.00 Uhr - Daten über Strahlenbelastung
Aktuelle Daten über die radioaktive Strahlen-Belastung in einigen japanischen Städten legte im Rahmen einer Pressekonferenz der IAEA der Wissenschafter Gerhard Proehl vor. Demnach ergab sich am Samstagvormittag (Ortszeit) an mehreren Messstellen in Tokio ein Maximalwert von 0,13 Millisievert pro Stunde. Im 110 Kilometer von Tokio entfernten Kamikochi lag der Wert bei 0,18, in Nasukogen - 170 Kilometer von der japanischen Hauptstadt entfernt gelegen - 2,9 Millisievert pro Stunde.
Diese Werte liegen laut IAEO-Vorstand Andrews deutlich unter der Grenze zur Gesundheitsgefährdung. Es sei aber "zu früh, um die Daten abschließend beurteilen zu können".

KLEINE ZEITUNG
Aktuelle Daten über die radioaktive Strahlen-Belastung in einigen japanischen Städten legte im Anschluss der darauf spezialisierte Wissenschafter Gerhard Proehl vor. Demnach ergab sich am Samstagvormittag (Ortszeit) an mehreren Messstellen in Tokio ein Maximalwert von 0,13 Millisievert pro Stunde. Im 110 Kilometer von Tokio entfernten Kamikochi lag der Wert bei 0,18, in Nasukogen - 170 Kilometer von der japanischen Hauptstadt entfernt gelegen - 2,9 Millisievert pro Stunde.
Diese Werte liegen laut IAEO-Vorstand Andrews deutlich unter der Grenze zur Gesundheitsgefährdung. Es sei aber "zu früh, um die Daten abschließend beurteilen zu können".

Tiroler Tageszeitung
Aktuelle Daten über die radioaktive Strahlen-Belastung in einigen japanischen Städten legte im Anschluss der darauf spezialisierte Wissenschafter Gerhard Proehl vor. Demnach ergab sich am Samstagvormittag (Ortszeit) an mehreren Messstellen in Tokio ein Maximalwert von 0,13 Millisievert pro Stunde. Im 110 Kilometer von Tokio entfernten Kamikochi lag der Wert bei 0,18, in Nasukogen - 170 Kilometer von der japanischen Hauptstadt entfernt gelegen - 2,9 Millisievert pro Stunde.
Diese Werte liegen laut IAEO-Vorstand Andrews deutlich unter der Grenze zur Gesundheitsgefährdung. Es sei aber „zu früh, um die Daten abschließend beurteilen zu können“.

Nicht nur, dass ein kurzes Googeln gezeigt hätte, dass es sich um 
Dr. Gerhard Pröhl (nicht Proehl) gehandelt hat, führt eine Dosisleistung von 2,9 Millisievert/Stunde in weniger als 100 Tagen sicher zum Tod.
Ganz offenkundig hat man sich hier zwischen Nano-Mikro-Milli wieder einmal um Zehnerpotenzen verheddert.
Ich beziehe meine Infos über aktuelle Messungen übrigens derzeit u.a. von:
www.grs.de (Deutsch)
www.mext.go.jp (auch Englisch)
http://www.pref.miyagi.jp/ (Messungen um Sendai nur Japanisch, Zahlen aber selbsterklärend)


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