Concertina / Konzertina lernen – aber wie (2)

Schulen für Concertina – eine persönliche Einschätzung

Angehende Spieler/innen der Concertina / Konzertina haben es nicht leicht. Es gibt kaum brauchbare Handreichungen für Anfänger/innen.

Die vor Jahren im Voggenreiter-Verlag erschienene Konzertina-Schule für die deutsche 2reihige Konzertina von Volker Bäcker ist vergriffen. Man muss schon sehr viel Glück haben, um sie noch irgendwo aufzutreiben. Eine andere deutschsprachige Anleitung gibt es meines Wissens nicht. Von der „Deutschen Concertina-Schule“ von J. A. Sokoloff lässt man am besten gleich die Finger, das Heftchen ist meines Erachtens nicht brauchbar.

Etwas besser sieht das Angebot auf dem englisch-sprachigen Markt aus. Roger Watsons „Handbook für Anglo-Chromatic Concertina“ ist zwar schon Anfang der 1980er Jahre Concertina / Konzertina lernen – aber wie (2)erschienen, man kann es aber etwa über ebay.com  auch heute noch ohne Probleme erwerben. „Concertina-Modell“ hat eine dreireihige Concertina mit Metall-Enden von Hohner gestanden. Von daher verwundert es nicht, wenn der Autor im Rahmen des knappen Textes auch ein Loblied auf Hohner anstimmt, aber das hält sich in Grenzen.

In den 80er Jahren (wie die Zeit vergeht!) habe ich bei Hobgoblin in England meine erste 3reihige Anglo-Concertina gekauft. Eine Gremlin, und ich glaubte damals, eine „echte“ im Heimatland der Anglo gefertigte Concertina erworben zu haben. Zu jener Zeit wusste ich noch nichts von Stagi und den vielen Concertinas, die unter wohlklingenden Namen verkauft werden, bei denen es sich aber meist um Stagis handelt, neben der Gremlin zum Beispiel Bastari, Brünner, Excalibur. Aber das nur am Rande.

Mit dem Erwerb der Gremlin ging der Kauf von Watsons Handbuch einher. Das 24 Seiten umfassende Heft enthält knappe Informationen zur Geschichte des Instruments und erläutert Wartung und Pflege. Daneben wird kurz die Spielweise des Instruments erläutert. Das Spiel wird hauptsächlich anhand von Lied-Beispielen erklärt, und das Heft enthält eine umfassende grafische Übersicht über die Bildung von Akkorden.

Besser als nichts, würde ich sagen. Für den Beginn hat das Heft seinen Zweck durchaus erfüllt.  Aber von einem „Handbuch“ (welche hochtrabende Bezeichnung) mit nur 24 Seiten darf man einfach nicht allzu viel erwarten.

Es gibt übrigens analog zu Watsons „Handbook for Anglo-Chromatic Concertina“ auch ein „Handbook for English Concertina“. Da ich nie eine „English“ hatte, gab es für mich bislang auch keine Veranlassung, das Heft zu kaufen. Ich kann es hier also nur erwähnen, aber nicht beurteilen. Beide Hefte sind bei Wise Publications erschienen.

(Fortsetzung folgt.)


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