Comicverfilmungen: Warner und SC Comics gehen in die Offensive

Seit Jahrzehnten liefern sich Marvel und DC einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft in der amerikanischen Comicindustrie. Seit etwas mehr als zehn Jahren tobt diese Auseinandersetzung auch an der Kinokasse und dort hat Marvel derzeit eindeutig die Nase vorn, denn die Zahl der Verfilmungen von DC-Superhelden (der Verlag gehört dem Konzern Warner Bros.) nimmt sich im Vergleich zum Konkurrenten recht bescheiden aus. Allerdings basierten alle Streifen vor Iron Man auf Lizenzen, die Marvel Ende der 1990er Jahre an eine Reihe von Hollywood-Studios vergeben hatte. Das mehrere Filmschmieden einen höheren Output erzeugen als eine einzelne, liegt auf der Hand.
Seit 2009 gehört Marvel Comics dem finanziell sehr gut aufgestellten Disney Konzern, was die Situation für Warner/DC nicht einfacher macht. Allein 2011 stehen mit Captain America: The First Avenger und Thor zwei Marvelverfilmungen an, dazu kommt noch X-Men: First Class, der vom Lizenznehmer 20th Century Fox produziert wurde. Warner/DC kann einzig Green Lantern aufbieten.
Um die Schieflage etwas auszugleichen, will DC Comics in den nächsten Jahren jedoch in die Offensive gehen, wie Jeff Robinov, Präsident von Warner Bros., in einem Interview mit der Los Angeles Times erläuterte. So befinden sich Drehbücher zu Flash und Wonder Woman in der Vorbereitung. Dass die Amazonenprinzessin demnächst eine TV-Serie bei NBC bekommen wird, steht nach Robinovs Worten dem Vorhaben nicht im Weg. Immerhin habe man Superman Returns gedeht, obwohl parallel dazu Smallville im Fernsehen lief. Bei Disney/Marvel hat man mit solchen Überschneidungen offenbar auch kein Problem, denn aktuell befindet sich eine neue Serie mit dem Unglaublichen Hulk für den Sender ABC in Voprbereitung, obwohl die Figur auch im Team-Up Film The Avengers präsent sein wird, der 2012 in die Kinos kommen soll.
Comicverfilmungen: Warner und SC Comics gehen in die Offensive
Kernstück von Robinovs Strategie ist ein Film mit der Justice League, dem DC-Gegenstück zu Marvels The Avengers.  Dieser soll nach Möglichkeit schon 2013 in die Kinos kommen. Die ursprüngliche Besetzung des Teams besteht unter anderem aus Superman, Batman, Wonder Woman, Green Lantern und Flash. Superman wird nächstes Jahr auf die große Leinwand zurückkehren, Batman ebenso und Green Lantern kommt dieses Jahr. Die anderen beiden Helden würden dann ebenfalls im Vorfeld eines JLA-Films etabliert. Warner geht also den gleichen Weg, den Disney/Marvel bereits beschreiten. 
Jedoch stellt sich für Warner das Problem, dass Christopher Nolan mehrfach betont hat, dass er nach The Dark Knight Rises keine weiteren Batman-Filme mehr als Regisseur betreuen möchte und Hauptdarsteller Christian Bale hat seine weitere Teilnahme eben genau davon abhängig gemacht, dass Nolan weiterhin auf den Regiestuhl sitzt. Robinov ist sich dem bewusst und verwies darauf, dass man Batman wahrscheinlich neu erfinden müsse, sollte der Regisseur tatsächlich nicht weitermachen. Da Nolan und seine Frau Emma Thomas weiterhin als Produzenten weiterer Filme zur Verfügung ständen, werde man mit ihnen darüber diskutieren, wie die nächste Phase des Franchises im Kino aussehen könnte. Hoffentlich bedeutet das nicht, dass wir nach 2005 in Kürze schon wieder einen kompletten Neustart erleben müssen.
Die Pläne von Warner/DC sind durchaus ambitioniert und das müssen sie auch sein, will man gegen Disney/Marvel nicht komplett ins Hintertreffen geraten. Viel zu lange hat man nach einer geeigneten Strategie gesucht und Marvel dabei das Feld fast kampflos überlassen. An dieser Tatsache ändert auch der gigantische Erfolg von The Dark Knight nichts. Nun scheint man endlich in der Lage zu sein, dem Konkurrenten Paroli bieten zu können, vorausgesetzt man bringt das nötige Kapital für die Filme auf, denn preiswert wird dieser Kraftakt mit Sicherheit nicht. 
Link: Bericht bei L.A. Times    

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