"Christine" [USA 1983]

[...] Die Decodierung der metaphysischen Komponente, Christine sei, unter Umständen, ein außerirdisch gesandtes Wesen in Gestalt eines Autos, dampft den Film daher auf ein bodenständige(re)s Maß ein - in einer regelrecht meditativ gedrosselten Erzählhaltung, die alles Bedeutsame gleichrangig und schnörkellos reiht, interessiert sich Carpenter entschiedener für die Wirkung Christines als für die Ursache ihrer Taten. Wo andere Carpenter-Filme wie "Halloween", "The Fog - Nebel des Grauens" sowie "Das Ding aus einer anderen Welt" einer immateriellen, omnipräsenten Bedrohung verfielen, die wie heißer Dampf der Spontanüberraschung des Zufalls entstieg, ist Christine in diesem Fall ein physischer, ein explizit zu bemerkender Aggressor. Und doch verwirklicht es der Film, primär eine latent okkulte (Carpenter-)Stimmung zu transkribieren, die sich vor direktem Zugriff windet und das Unerforschte, genauso wie das Halbseidene betont: Die punktgeformten Lichtquellen von Christines Scheinwerfer bei Regen, Nacht und absurdem Feuer, ihre schleichenden, heranpirschenden, grazil-sinnlichen Bewegungen, infizieren lyrischen Carpenter-Spuk [...].

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