China, Vietnam und Südkorea.

Das sind die drei Länder mit den grössten Direktinvestitionen im Königreich der Khmer.

China, Vietnam und Südkorea.

The Cambodia Daily, Sept 2011

China verspricht viel, hält aber nicht alles ein.

Allein die VR China hat mit verschiedenen staatlichen Unternehmen in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres über 1.2  Mrd. USD in Kambodscha neu investiert.

Damit kam beinahe die Hälfte aller im ersten Halbjahr von der kambodschanischen Regierung (http://www.cdc-crdb.gov.kh/) bewilligten Investitionen (Foreign Direct Investment FDI)) aus dem Reich der Mitte. Zu beachten ist aber, dass China sehr grosszügig ist beim Ankündigen von Investitionen. Und meist werden auch die ersten Schritte gemacht, aber es gibt viele Projekte chinesischer Staatsunternehmen, die im Sand verlaufen oder (vorübergehend) eingestellt sind.

Vietnam holt auf.

Der Nachbar Vietnam verstärkt seine Investitionen in Kambodscha: von Januar bis Juni knapp 160 Mio. USD. Meistens sind es staatliche Grossunternehmen, die vorwiegend in grossflächige Landwirtschaftsprojekte (Gummi) investieren.

Zwei Projekte möchte ich anführen: Vietnamesen bauen eine Brauerei südlich von Phnom Penh und finanzieren permanente Zirkuseinrichtungen mitten in der Hauptstadt.

Südkorea stottert.

Im Gegensatz zu Vietnam und China sind die südkoreanischen Investoren in der Regel private, vom Staat unabhängige Unternehmen. Um die 120 USD geplante Gelder sind aus Südkorea von der kambodschanischen Regierung bewilligt worden.

In früheren Jahren waren das weitaus höhere Beträge. Doch seit ein zwei Jahren stocken mehrere gross angelegte Bauprojekte der Koreaner. Die beiden grössten sind der seit einem Jahr eingestellte Bau des Gold Tower 42 und das CAMCO City-Projekt. In beiden Fällen wird gegen die Bauherren im Heimatland Korea wegen angeblich betrügerischen Machenschaften ermittelt.

Mit Vorsicht zu geniessen.

Die kambodschanischen Regierungsstellen verkünden zwar immer wieder lauthals, wie viel neue Direkt-Investitionen „bewilligt“ wurden. Aber ich möchte gerne mal auch eine Aufstellung sehen, welche die erfolgreich abgeschlossenen Projekte auflistet.

Fragwürdige Landkonzessionen.

Vielfach sind mit diesen grossen FDI (ForeignDirect Investment) staatliche Konzessionen verbunden, die das Recht beinhalten grossflächig Land industriell zu bearbeiten, wie Gummiplantagen, Palmöl-Pflanzungen, Abbau von Rohstoffen.

In der Regel wird selten bis kaum sauber geregelt, was mit den auf diesen Gebieten vielfach seit langem lebenden Familien geschehen soll. Man geht davon aus, dass in den letzten Jahren bis 30’000 Menschen auf diese Weise Hab und Gut, Haus und Hof verloren haben, nicht, kaum oder nur geringfügig entschädigt worden sind.

Mehr dazu:

http://kh-spy.blogspot.com/2011/06/ki-media-skoreas-haedong-boss-probed-on.html#1


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