Chiang Mai

Wie so oft ist alles anders als geplant. Als ich gestern aus dem Guesthouse ging und mich nach einem leckeren Sticky Rice mit Mango-Frühstück (ähnlich wie Milchreis, aber mit Cocosnusssoße) auf den Weg zum bahnhof machte, wollte ich eigentlich „nur“ ein Ticket für den Zug nach Chiang Mai buchen. Ausnahmsweise mal rechtzeitig vorbereitet, stellte sich das als Glücksfall heraus. Mit dem Boot in die Stadt geschippert (dafür konnte ich mich nun begeistern, eine tolle Art in dieser wuseligen Großstadt vorwärts zu kommen) kam ich nach ein wenig Sucherei und mit Unterstützung von Suzanne, einer Niederländerin, die ich auf dem Weg kennenlernte am Hauptbahnhof an. Hier teilte mir der nette Mann am Schalter aber leider mit, das ab dem folgenenden Tag (also heute) sämtliche Nachtzüge ausgebucht sind. Da am Montag Chinese New Year überall gefeiert wird, reisen viele über das verlängerte Wochenende durch Thailand. Damit blieben mir nur zwei Optionen: einen der letzten Plätzefür den kommenden Abend buchen, oder am nächsten Tag den Tageszug nehmen. Ich wägte eine Weile ab: mein Guesthouse war schon gebucht, wenn ich also den Nachtzuge nehmen würde, würde ich eine teure Nacht umsonst bezahlt haben aber zumindest den Tag dazu gewinnen. Nähme ich den Tageszug, würde ich zwar etwas von Thailand zu sehen bekommen, nicht umsonst gezahlt haben, aber dank der Unzuverlässigkeit der Züge und ihrer Verspätungen in Thailand erst gegen späten Abend in Chiang Mai landen und wenn alle Welt durch Thailand reist, wären die Chancen noch ein Bett in einem „besseren“ Guesthouse zu erhaschen deutlich niedriger.

Ich entschied mcih letztendlich für den Nachtzug, auch wenn mich die bezahlte Nacht im Guesthouse etwas schmerzte. Für den Rückweg machte ich den bösen Fehler und wählte den bequemeren Bus um die Ecke und blieb dann allerdings damit gut 1 1/2 Stunden im Verkehr des vollgestopften Bangkoks stecken. Endlich wieder im Guesthouse versuchte ich ncoh die Rezeptionistin zu einer Late-Check-Out-Fee zu überreden, denn schließlich konnte sie zu 100% mein Zimmer später noch einmal vermieten, aber wenn man in Thailand mal etwas gezahlt hat, kann die Hölle zufrieren, das Geld siehst du nicht wieder ;-)

Ein Abschieds-Mittagessen (süß-sauer Gemüse mit Reis) späterwanderte ich dann wieder vollbepackt in Richtung Boot. Das braucht nämlich nur 20 Minuten plus 10 Minuten Fussweg ;-) Im Guesthouse habe ich mich noch von meiner ausgedienten Trekking-Hose verabschiedet, die mich nun tapfer ein Jahr begleitet hat, (und mich in den Blue Mountains vor den Blutegeln beschützte) und dank der Toploader in Australien wohl auch nicht mehr als die Hose zu erkennen war, die ich ursprünglich mal eingepackt hatte :-D Schweren Herzens habe ich mich nun auch von meinem in Australien gekauften Schlafsack verabschiedet. Der wäre zwar noch super gewesen, aber brauchen werde ich den eher nicht mehr und ein Kilo weniger, macht einiges aus! Verschicken ist in Thailand wieder Erwarten nun deutlich teurer als in Malaysia, so dass sich das auch nicht gelohnt hätte.

Nun habe ich aber doch zumindest etwas richtig gemacht, auch wenn es auch eien Mehrausgabe war, denn ich habe dieses Mal den A/C Waggon gebucht und tatsächlich, sahen DIESE Abteile dann tatsächlich aus wie die Fotos der geprisenen Website :-D Leider konnte ich trotzdem nicht schlafen und stolperte um kurz nach 8 mehr wankend als wach aus dem Zug (mit tasächlich „nur“ einer knappen Stunde Verspätung). Hier gönnte ich mir meine allererste Tuk-Tuk-Fahrt :-) Bei eises Kälte konnte cih die allerdings noicht so richtig genießen, denn Chiang Mai hat gefühlte Minusgrade! (Ok, ok… das lag vermutlich an dem Trägertop, der hauchdünnen Thai-Hose, den doch kühlenren 21° Grad am Morgen hier im Norden und der Müdigkeit) Fast habe ich schon angefangen zu bereuen, dass ich sämtliceh „warmen“ Klamotten in Adelaide schon entsorgt hatte, aber heute Mittag waren es schon wieder die gewohnten 31° Grad.

An meinem zuvor recherchierten Guesthouse (ich bin so stolz, ich hatte sogar zwei Alternativen in petto) angekommen, konnte ich sogar sofort einchecken, musste aber leider noch bis 12 Uhr auf mein Bett warten. Macht nix, dachte ich mir, ich hatte sowieso dringend Frühstück nötig, denn im Zug war ich für Snacks abends zu geizig (und ausserdem hege ich ja die Hoffnung der Spontanabmagerung) und mein Magen grummelte schon vor sich hin. Dank meiner neuen Bibel wusste ich auch genau wo ich hinmusste um mir den wohlverdienten Sticky Rice mit Mango und ein Banana-Pancake zu gönnen :-)

Schließlich verbrachte ich die restliche Zeit bis 12 Uhr vor dem Laptop, aber was genau ich daran gemacht habe, weiß ich nicht mehr, zu der Zeit war ich dann schon zum Zombie mutiert. Als ich mein Bett dann endlich beziehen konnte, schaffte ich es gerade noch mit Insect Repellent einzusalben, bevor mich das Koma für knappe 3 Stunden überfiel.

Nun ging der Rest des Tages auch eher gemächlich zu Ende. Ich habe zum späten Mittagessen/frühen Abendessen das vegetarische Restaurant zwei Straßen weiter aufgesucht und dort mal die vegetarische Version des klassisch nordisch thaliändischen Gerichts Padh Thai getestet. Sehr lecker! (Hab ich erwähnt dass ich diesen Blog demnächst für die kulinarische Sparte anstelle eines Reiseblogs anmelden werde?? :-D ) Breite Thai-Nudeln in einer würzigen, leichten Soße mit Erdnüssen und Gemüse.

Nach einem kleinen Spaziergang durch das restliche Zentrum im Inneren der Stadtmauern (ok, ok… ich hab mich VERLAUFEN! Zufrieden?? :-D ) kann ich auch schon konkrete Pläne für morgen anmelden (alle Angaben ohne Reise-Gewähr :-) ): Tempel ooohhhne Ende! Ich habe schon eineige von aussen gesehen, die Definitiv einen Besuch wert wären. Darüber hinaus bietet Chiang Mai genug um mich bis nach Chinese New Year zu beschäftigen, also besteht eine gute Chance, dass ich es tatsächlich mal ein paar Tage an einem Fleck aushalte :-) (Danach geht es übrigens doch schon nach Laos… Klima und Reiseroute sind einfach zu günstig.)

Ich verschwinde nun bald schon wieder in mein Bett und hoffe dann morgen diesen blöden Schwindel den ich heute mit mir herumtrage abzuschütteln. Bin wohl zu viel Zug und Boot gefahren in den letzten Tagen und bin an Festland nicht mehr gewöhnt :-)

Liebe Grüße ins winterliche Deutschland!



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