Castoren-Transporte: Wo Demokratie endet beginnt Anarchie

Ladies & Gentlemen,
die Politikerin Renate Künast (DIE GRÜNEN Deutschlands) sagte heute in Anbetracht der Demonstrationen gegen die Castor-Transporte, dass es eine Sternstunde der Demokratie gewesen wäre.
Ich halte diese Aussage und erst recht die Demonstrationen mit gewaltsamen Übergriffen gegen die Polizei und gegen die Demokratie nicht nur für bedenklich, sondern für höchst gefährlich.
Die Kämpfer gegen Gesetz und Ordnung scheuten nicht davor zurück, Polizisten zu verletzen und Sachbeschädigungen in riesengroßem Ausmaß vorzunehmen und sogar Tiere - 1.200 Schafe - zu Blockadezwecken zu missbrauchen. Nicht weniger als 16.000 Polizisten begleiteten die Castor-Transporte. Diese hatten die undankbare Aufgabe die Strecke vor gewaltbereiten Demonstranten freizuhalten.
Nun kann man die Meinung vertreten, dass Kernenergie insgesamt abzulehnen ist. - Worüber man allerdings nicht diskutieren kann, ist die Tatsache, dass die Kernenergie in Deutschland bereits nützliche Dienste ohne jede ernsthafte Zwischenfälle geleistet hat. Nun müssen die Abfall- Kernbrennstäbe, die eben jene wertvolle Stromausbeute geliefert haben, natürlich entsorgt werden. Man kann die Kernbrennstäbe ja schlecht in der Fussgängerzone ablegen oder auf einer Kuhweide deponieren. Demnach müssen die Behälter mit den abgebrannten Kernbrennstäben zur Lagerstätte transportiert werden. - Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Fakt ist, dass unsere vom Volk gewählten Politiker als Volksvertreter gesetzlich legitimierte Entscheidungen getroffen haben. Diese Entscheidungen mögen manche für falsch halten. Deshalb räumt das Demonstrationsrecht Andersdenkenden die Möglichkeit ein, dagegen zu protestieren oder künftig anders zu wählen. Aber dieses Recht darf nicht mit Chaos und Anarchie verwechselt werden.
Selbstverständlich müssen jetzt die Kosten für Sachbeschädigungen und Personal auf alle identifizierten Straftäter umgelegt werden, denn es gilt die Demokratie zu verteidigen! --- Peter Broell