Burials of the Beasts


"Einer trinkt Wasser, einer trinkt Wein", analysierte der große Volkssänger Dieter Birr schon vor vielen Jahren - ohne wissen zu können, wie nahe er der Wahrheit damit eines Tages kommen würde. Auf der Weltkarte der toten Diktatoren nämlich sieht es genau so aus: Ein einziger Menschenschlächter nur schaffte es bis heute ins nasse Grab der Seemannsfriedhöfe, allen anderen es, sich in Mutter Erde vergraben zu lassen, als hätten sie nie ein Wässerchen getrübt.
Die von PPQ erstmals ausgearbeitete interaktive Google-Map Burials of the Beasts (oben) zeigt geografisch einige signifikante Auffälligkeiten, die allerdings zum meist aus dem Schaffen der Despoten, Machthaber und Revolutionsführer zu Lebzeiten herrühren. Obschon die Diktatorenkarte noch Prozesscharakter hat, weil derzeit unklar ist, wo Muammar Gaddafi endgültig verbleiben wird, deuten die vorliegenden Daten auf einen Zusammenhang zwischen diktatorischem Lebenswerk und Leben nach dem Tod. Zwar blieb es einigen der hier kartenmäßig erfassten Grauensgestalten verwehrt, in heimischer Erde bestattet zu werden. So musste Idi Amin nach Saudi-Arabien ausweichen, Stroessner fand letzte Ruhe in Brasilien und auch Bin Laden - der einzig Seebestattete - kehrte als Toter nicht an die Stätten seiner Jugend zurück.
Dennoch fällt auf, dass die Diktatorenverbeitung einem auf der Einfüllseite liegenden Trichter entspricht: Die nördlichsten Diktatoren der Neuzeit stammen aus Deutschland und Russland, nach Süden zu verbreitert sich die Basis, soweit das geografisch gleichmäßig möglich ist. Das aber unter kompletter Auslassung aller britisch geprägten Gebiete.
Der grobe Draufblick scheint dafür zu sprechen, dass britisches Erbe vor diktatorischen Versuchungen schützt. Tränen lügen nicht: Die großen Menschenschlächter fanden im Leben wie im Sterben dort die besten Bedingungen vor, wo die Queen nie etwas zu sagen hatte. Im zeitlichen Verlauf wird klar, dass die Menschheit, entgegen allem, was dagegen spricht, ihre diktatorische Phase langsam hinter sich lässt. Während es in den großen Tagen der Despoten zahlreiche Länder gab, die gleichzeitig von selbsternannten Egomanen regiert wurden, finden sich selbst unter den Herrschern der Welt kaum noch richtige rücksichtslose Massenmörder.
Schon gar keine, die es auf längere Amtszeiten bringen. Mit Gaddafi scheidet gerade einer letzten langgedienten Despoten aus, es bleiben nun nur noch Zwergenreiche wie Kuba und Nordkorea, die aber werden auch nur noch von Verwandten der letzten richtigen Verbrecher regiert. Der Trend ist nicht des Diktatoren Freund - es scheint, die Welt ist einfach zu komplex für Alleinherrscher, der Fortschritt zu flott für eine Rückkehr ins Reich der radikalen Revolutionsführer.
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