Burg Hohenzollern — Ein Jahrtausend Baugeschichte

Burg Hohenzollern — Ein Jahrtausend BaugeschichteBurg Hohenzollern – Postkartenmotiv, Besuchermagnet und königliche Stammburg. Ihr Schicksal war reich bewegt: Im Spätmittelalter als verrufene Zwingburg niedergebrannt, als spätgotisches Burgschloss mit hochadeliger Unterstützung neu erbaut, dann zur barocken Artilleriefestung erweitert, schließlich als romantische Ruinenlandschaft ausgestaltet. Ein im Südverlag erschienenes Buch von Christian Kayser widmet sich der Burg und ihrer Geschichte.

Burg Hohenzollern 

Die Burg Hohenzollern ist der Stammsitz eines Adelsgeschlechtes, das die deutsche Geschichte maßgeblich mitbestimmt hat. So stellten die Hohenzollern unter anderem die preußischen Könige, ab 1871 auch deutsche Kaiser. Auf ihr Engagement geht der Bau der imposanten Anlage zurück, die Besucher aus aller Welt heute bewundern können. Sie ist bereits die dritte Burg auf dem Zollerberg und steht seit 150 Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums am 3. Oktober erscheint der reich ausgestattete Band „Burg Hohenzollern – Ein Jahrtausend Baugeschichte“ von Christian Kayser im Südverlag.

Die Chronik über den Stammsitz auf dem Zollerberg umfasst eine weitaus größere Zeitspanne als die Periode der heute sichtbaren dritten Burg. Ein knappes Jahrtausend deutscher Geschichte lässt sich mit ihr nachzeichnen. Schon die Anfänge waren glorreich, „als Krone aller Burgen in Schwaben“ galt die erste um 1100 errichtete Burg. Sie wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts zerstört, ab 1454 begann der Bau der zweiten, noch größeren und wehrhafteren Anlage. Nach mehr als drei Jahrhunderten hatte deren nachlässige Pflege schließlich eine zunehmende Verwahrlosung zur Folge, was in einem romantischen Intermezzo mündete: Der badische Baumeister Friedrich Arnold inszenierte die verfallene Burg in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als modische Ruinenanlage – bis der Wiederaufbau der dritten Burg begann.

Die bis heute erhaltene dritte Burg wurde am 3. Oktober 1867 von König Wilhelm I. von Preußen eingeweiht. Zu spät, um es noch selbst erleben zu können, kam damit das Herzensprojekt seines 1861 verstorbenen Bruders Friedrich Wilhelm IV. von Preußen zum Abschluss. Die Burg ist ein Meisterwerk der Baukunst; an zahlreichen Details führt Kayser dies vor Augen – beispielsweise an der bewundernswerten Konstruktion der modernen Auffahrtsanlage durch Festungsbaudirektor General Moritz Karl Ernst von Prittwitz und Gaffron, mit der die auf dem steil ansteigenden Berg gelegene Festung modernen Ansprüchen gerecht befahrbar gemacht wurde.

Ausführlich und detailreich bebildert schildert das Buch die Annalen der Burg Hohenzollern. Objekt- und Landesgeschichte werden eng miteinander verzahnt, was das Buch für historisch interessierte Leser jedweder Couleur spannend macht. Schematische Rekonstruktionen, Fotos oder historische Stiche sorgen für Anschaulichkeit. Auf farbigem Untergrund gut sichtbar abgehoben sind außerdem immer wieder Porträts und Themenseiten eingestreut. Seien es Protagonisten wie Friedrich August Stüler, der Stararchitekt des preußischen Königs, in dessen Gesamtwerk die Burg Hohenzollern eine herausragende Stellung einnimmt, oder Ereignisse wie die bahnbrechende Einführung des Wasserklosetts. So werden verschiedene Aspekte noch einmal vertieft und lassen wichtige Episoden der Baugeschichte plastisch werden.

Dr. Christian Kayser studierte Architektur in München und Bath und promovierte mit einer Arbeit zur Baukonstruktion mittelalterlicher Fenstermaßwerke. Er ist beratender Ingenieur, als Bauforscher und in der praktischen Denkmalpflege tätig und hat Lehraufträge an der TU München, der LMU München sowie der Propstei Johannesberg (Fulda / Hessen).

  • Buchvorstellung beim Südverlag

Das Buch

Christian Kayser
Burg Hohenzollern
Ein Jahrtausend Baugeschichte
Südverlag 2017
Hardcover, 224 Seiten mit 320 Abbildungen
ISBN: 978-3-87800-108-9


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