Bundespräsident Wulff: “Islam und Deutschland”

Dass im Grundgesetz die Religionsfreiheit gewährt wird, lässt sich in Artikel 4 GG nachlesen. Die Frage ist an und für sich allerdings, was der Bundespräsident mit der Äußerung

“..Wie Christentum und Judentum gehöre der Islam „inzwischen auch zu Deutschland…“

(Rede auf der zentralen Einheitsfeier zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit in Bremen)

gemeint hat?

Der Begriff “Gott” wurde in das Grundgesetz aufgrund der “christlichen Tradition” in die Präambel aufgenommen. Dort heißt es:

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen … hat sich das Volk … dieses Grundgesetz gegeben.

Festzuhalten ist, dass die Präambel bzw. der Begriff GOTT im rechtlichen Sinn als innovatio dei (= reine Nennung, also nicht im Namen GOTTES = invocatio dei) anzuwenden ist.

Gemeint war der “christliche Gott” (2. Testament im Sinne der “Dreifaltigkeit”), was sich auch aus einzelnen Landesverfassungen ableiten lässt, die in der Formulierung umfänglicher sind.

Daraus lässt sich aber keine “religiöse oder weltanschauliche Bevormundung” ableiten (nach Aschoff, Mitglied des Parlamentarischen Rates). Im Grundgesetz sind allerdings (christlich-ethische) Bezüge bzw. Anknüpfungspunkte ableitbar, beispielsweise der Anspruch auf die “unantastbare Menschenwürde” (vgl. Artikel 1 I GG).

Die, wenn man so will, metaphysischen Anknüpfungspunkte im Grundgesetz, die ein “christliches-ethisches” Menschenbild ausprägen und die kulturelle Entwicklung abbilden, aus denen sich “rechtliche Postulate” ableiten lassen, stehen m.E. in Widerspruch zu islamischen Überzeugungen.

Es gibt im “katholisch geprägten Christentum” (2. Testament) z.B. keinen “Heiligen Krieg”; die christlichen Überzeugungen basieren vielmehr auf den 10 Geboten, der Friedfertigkeit und der Brüderlichkeit.

Das darf nicht mit der Entwicklung der christlichen “Kirchen” verwechselt werden, die sich erst im Zeitablauf nicht mehr als “weltliche Macht” sondern als “Glaubensgemeinschaft” verstanden hatten.

Vor diesem hier nur kurz skizzierten Hintergrund ist hervorzuheben, dass der Staat des Grundgesetzes zwar einen “christlich-metaphysischen” Bezug hat, aber keineswegs im Sinne eines GOTTESSTAATES zu verstehen ist, im Gegensatz zu islamisch geprägten Gottesstaaten!

Aus dieser Sicht ist die Formulierung des Bundespräsidenten (siehe oben) sehr missverständlich.

Nach meiner Erinnerung hat die Bundeskanzlerin dann sogleich eher “klarstellende” Formulierungen als notwendig erachtet (siehe auch REUTERS) und korrigierend eingegriffen.

Wenn die jetzt beginnende Diskussion dazu beiträgt, die Basis und das Verständnis für Demokratie aufzuhellen, dann könnte der “Fehlgriff” des Bundespräsidenten als “Ausrutscher” gewertet werden.



wallpaper-1019588
ACHTUNG : Es zählt nur die Zutatenliste auf dem Produkt – Beispiel KINDER Bueno Ice Cream Bar
wallpaper-1019588
Petersilie mit Muscheln
wallpaper-1019588
Bild der Woche: Winter wie damals
wallpaper-1019588
Erste Bilder zum kommenden Film von Makoto Shinkai enthüllt
wallpaper-1019588
Gluckwunsche zum geburtstag in englisch
wallpaper-1019588
Gluckwunsche zur taufe weltlich
wallpaper-1019588
Spruche fur den 60 geburtstag
wallpaper-1019588
Geburtstagswunsche nachtraglich ecard